Streit in Plettenberg

Was wird aus der Beurlaubung von zwei Feuerwehrleuten?

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Anwalt Matthias Weber mit den seit September von der Stadt Plettenberg beurlaubten Feuerwehrleuten Lutz Glingener und Dirk Seuthe (re.), die nun wieder im Dienst sind.

Plettenberg – Der Knoten ist durchschlagen: Vor der 13. Kammer des Verwaltungsgerichts Arnsberg fand wie berichtet am Dienstag ein fast zweieinhalbstündiger, nicht-öffentlicher Erörterungstermin in zwei einstweiligen Rechtsschutzverfahren statt. Dabei ging es um die vom Leiter der Feuerwehr Plettenberg ausgesprochenen Beurlaubungen von Lutz Glingener und Dirk Seuthe, die beide mit ihrem Anwalt Matthias Weber Rechtsmittel dagegen einlegten.

Vorangegangen waren Unstimmigkeiten zwischen den beiden Holthauser Löschgruppen-Mitgliedern und der Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Plettenberg. Im Zuge des Streits traten fünf Holthauser Feuerwehrleute aus dem Führungskreis zurück.

Zudem wurden Lutz Glingener und Dirk Seuthe, die seinerzeit die Sprecher der Löschgruppe waren, von Wehrleiter Markus Bauckhage für ein Jahr beurlaubt. Zusätzlich wurden gegen beide Disziplinarverfahren von der Stadt eingeleitet, die nach Informationen unserer  Zeitung  weiter anhängig sind.

Nach intensiven Erörterungen vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg gelang es laut Pressedezernentin Silke Camen, „sowohl die einstweiligen Rechtsschutzverfahren als auch die ebenfalls vor der Kammer geführten Hauptsacheklageverfahren unstreitig zu erledigen und somit langwierige weitere gerichtliche Verfahren zu vermeiden. Maßgeblich hierfür waren die Bereitschaft der Antragsteller, des Bürgermeisters der Stadt Plettenberg und des Leiters der Freiwilligen Feuerwehr Plettenberg, die bestehenden Konflikte im Interesse der Sache unter Hintenanstellung persönlicher Auffassungen beizulegen und aufeinander zuzugehen. 

Dabei waren sich die Beteiligten insbesondere darüber einig, dass die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Plettenberg die Stellung des Wehrleiters als Leiter der Feuerwehr akzeptieren.“

Weiter heißt es in der Erklärung des Gerichtes: „Die Richter der Kammer bedankten sich für das auf allen Seiten deutlich erkennbare und bemerkenswerte Bemühen, im Interesse der Sache eine einvernehmliche Streitbeilegung zu erreichen und eine tragfähige Lösung für die Zukunft zu finden.“

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