Sturmtief im Anmarsch

Plettenberger Feuerwehr ist einsatzbereit

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Der letzte Sturmeinsatz war das Tief Burglind, bei dem auch Bäume am Tanneneck umgefallen waren. 

Plettenberg - Schon ziemlich bald soll es losgehen mit dem Unwetter in NRW. Auch über dem Sauerland soll es ziemlich stürmisch werden. Die Plettenberger Einsatzkräfte der haupt- und ehrenamtlichen Wehr hielt noch am Mittwochabend eine gesonderte Besprechung aufgrund der aktuellen Wetterlage in der Feuer- und Rettungswache Am Wall ab. Außerdem klären die Einsatzkräfte die Bevölkerung über das richtige verhalten im Erstfall auf. 

Die Feuerwehr nimmt die Unwetterwarnung der Wetterdienste sehr ernst und möchte bereits im Vorfeld entsprechend vorbereitet sein, so ein Sprecher der Plettenberger Feuerwehr. Ab 7 Uhr am Donnerstagmorgen werden daher vorsorglich die Gerätehäuser besetzt, um im Bedarfsfall unmittelbar Hilfe leisten zu können, aber auch damit von vorn herein gesichert ist, dass die Einsatzkräfte vor dem erwarteten Sturmfeld ungehindert und gefahrlos zu ihren Gerätehäusern gelangen können. Auch der sogenannte Meldekopf, aus dem die möglichen Einsatzstellen koordiniert werden, wurde schon entsprechend vorbereitet. Die Feuerwehr bittet daher die Arbeitgeber der ehrenamtlichen Einsatzkräfte um ihr Verständnis für diese Maßnahmen. Kyrill hat uns seinerzeit kalt erwischt und genau das soll uns in diesem Fall nicht passieren, so der Feuerwehrsprecher abschließend.

Es treten orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 115 km/h (32m/s, 63kn, Bft 11) aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Orkanböen bis 130 km/h (36m/s, 70kn, Bft 12) gerechnet werden.

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor einem über Deutschland hinwegziehenden Orkantief mit dem Namen „Friederike“. Ob und mit welcher Stärke dieses Tief über Plettenberg hinwegziehen wird, ist sicherlich noch nicht voraussehbar. Dennoch ist die Feuerwehr Plettenberg gut auf solche immer häufiger vorkommende Unwetterlagen vorbereitet. Entsprechend einer erhöhten Anzahl von aufkommenden Einsätzen werden daher frühzeitig Maßnahmen getroffen, um schnellstmöglich Hilfe zu entsenden. Die Feuerwehr Plettenberg möchte folgende Hinweise an die Bürgerinnen- und Bürger unserer Stadt herausgeben. 

- Informieren Sie sich frühzeitig und regelmäßig über bestehende Wetterwarnungen via Radio oder dem DWD www.dwd.de. - Sichern Sie Gegenstände die vom Wind anfällig sind, wie z.B. Blumentöpfe, Balkon- und Gartenmöbel oder leere Müllbehälter. 

- Stellen Sie Ihr Kraftfahrzeug wenn möglich in eine Garage oder in größerer Entfernung von Häusern oder Bäumen, da herunterfallende Dachziegel, Kaminabdeckungen oder größere Äste große Schäden verursachen können.

 - Schließen Sie sämtliche Fenster und Türen und wenn nötig auch die Jalousien - Vermeiden sie während eines Sturmes den Weg nach draußen und halten Sie sich in einem festen Gebäude auf.

 - Lässt sich ein Gang nach draußen nicht vermeiden, beobachten Sie ständig ihre Umgebung, um nicht durch herabstürzende Teile, umstürzende Bäume oder auch Baugerüsten verletzt zu werden. Auch heruntergerissene Stromleitungen können zu einer Gefahr werden. 

- Halten Sie sich bei einem Sturm nicht im Wald auf, denn umstürzende Bäume bedeuten hier akute Lebensgefahr.

Was ist wenn doch jemand verletzt wird oder größere Schäden aufgetreten sind?

 - Bleiben Sie ruhig 

- Bei Lebensgefahr setzen Sie unverzüglich einen Notruf (112) ab. 

- Leisten Sie Verletzten unter Beachtung des eigenen Schutzes Erste Hilfe und setzen Sie einen Notruf (112) ab .

 - Helfen Sie älteren Mitmenschen oder Menschen mit Behinderungen.

 - Erkennen Sie während des Sturmes Schäden, die für andere Menschen eine Gefahr darstellen, setzen Sie einen Notruf (112) ab.

 - Hat sich der Sturm abgeschwächt begutachten Sie Schäden an Ihrem Haus und prüfen Sie ob diese Schäden für andere Menschen zu einer Gefahr werden können, wie z.B. lose Dachziegel , welche auf einen Bürgersteig herab zu stürzen drohen. Setzen Sie einen Notruf (112) ab. 

- Bei Schäden welche sich auf Ihrem Privatgrundstück befinden und keine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen, sollten Sie ein Fachunternehmen zur Beseitigung der Schäden beauftragen. Informieren Sie sich hierzu über das Internet oder die gelben Seiten über entsprechende Fachunternehmen wie z.B. Dachdecker- oder Zimmereibetriebe, Garten- und Landschaftsbaubetriebe und informieren Sie möglichst zeitnah Ihre Versicherung.

 - Bringen Sie sich dabei niemals selbst in Gefahr.

Bitte beachten Sie !!! Bei Großschadenslagen kann es vorkommen, dass die Notrufleitungen überlastet sind. Legen Sie nicht auf, sondern warten Sie bis Ihr Notruf entgegengenommen wird. Die Einsätze werden nach Prioritäten abgearbeitet und nicht nach Eingang des Notrufs. So kann es gegebenenfalls zu Wartezeiten kommen.

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