Zwischenbilanz: Ein Jahr Innenstadtsanierung

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Am 8. Juli 2019 erfolgte an der Graf-Dietrich-Straße der Spatenstich zur Plettenberger Innenstadtsanierung. Doch wie ist der Stand heute, genau ein Jahr danach?

Plettenberg – In diesen Tagen jährt sich der Spatenstich zur Plettenberger Innenstadtsanierung. Viel ist seitdem passiert. Die Mitarbeiter der Firma Boymann legen zurzeit das Mobilitätsband im Bereich der Graf-Engelbert-Straße an. Wie gut die Arbeiten im Zeitplan liegen, welche Probleme es gab und wie es weitergeht, dazu befragte Georg Dickopf Bürgermeister Ulrich Schulte.

Herr Schulte, heute vor einem Jahr fand der Spatenstich zur Innenstadtsanierung statt. Wie zufrieden sind Sie mit dem Bauablauf? 

Sehr zufrieden. Graf-Dietrich-Straße, Neue Straße und der nördliche Teil der Wilhelmstraße sind fertigstellt. Die Kirchstraße ist fertig gepflastert und wird, wie die Wilhelmstraße, mittlerweile wieder von der Außengastronomie genutzt. Der obere Abschnitt der Graf-Engelbert-Straße und die Platzfläche im Bereich des Brunnens werden in den nächsten Tagen fertig. Zurzeit wird die Schlossergasse bearbeitet. Derzeit liegen wir zwei Wochen vor dem Bauzeitenplan. 

Der erste Bauabschnitt startete in der Graf-Dietrich-Straße, wo es Probleme mit dem Wasserablauf gab. Wer hat die Mehrkosten dafür übernommen? 

Vor Haus Nr. 5 wurde nachträglich eine Ablaufrinne gesetzt. Diese Leistungen sind Gegenstand des Leistungsverzeichnisses und sind auch an anderer Stelle, beispielsweise vor dem Eingang des Fitnessstudios in der Graf-Engelbert-Straße, erforderlich. Mehrkosten sind von daher nicht entstanden. 

Derzeit laufen die Arbeiten an der Graf-Engelbert-Straße. Wann gehen die Arbeiten im Bereich Obertor weiter? 

Planmäßig sollten die Arbeiten am Obertor am 27. Juli beginnen. Da einige Bereiche schneller fertig geworden sind als geplant, könnte hier früher begonnen werden. Der genaue Termin wird in der heutigen Baubesprechung vor Ort entschieden.

 Muss das Baustellenschild versetzt werden?

 Im Zuge der oben genannten Arbeiten muss das Schild ein Mal umgesetzt werden. Das einmalige Umsetzen ist aber im Leistungsverzeichnis vorgesehen und verursacht daher keine zusätzlichen Kosten. 

Nach der Auftragsvergabe für die Technik der Wasserspiele an die Firma Boymann stehen nun sicher auch die genauen Standorte fest. Könnten Sie die noch einmal genau benennen? 

Die gelagerten Pflastersteine vor dem ehemaligen Eiscafe Tonesi. Dort sind Fontänenhüpfer geplant. 

Die Standorte stehen mit Beschluss des Planungsausschusses fest, nicht erst seit der Auftragsvergabe: Ein Fontänenfeld vor der Bücherei am Alter Markt, zwei Fontänenhüpfer in der Wilhelmstraße in Höhe der ehemaligen Eisdiele Tonesi und Versetzen des Vier-Täler-Brunnens in Richtung Modehaus Otto. 

Mit der Fertigstellung des Bereichs am Stephansdachstuhl zum Jahresende 2020 endet der erste Bauabschnitt. Wieviel Geld wurde bis dahin verbaut? 

Inklusive der Kosten für den Umbau der Wassertechnik werden ca. 4,5 Millionen Euro verbaut. 

Auf der Seite www.innenstadt-plettenberg.de sollte man sich über den Ablauf informieren können. Unter „Aktuelles“ findet man dort den ein Jahr alten Bericht zum Spatenstich und Text zu den Bauabschnitten in 2019. Warum wird die Pflege der Seite nicht der KulTour GmbH übertragen oder zumindest regelmäßig aktualisiert?

 Für die Erneuerung und Aktualisierung der Seite wurde der Programmierer beauftragt, der auch die ursprüngliche Seite erstellt hat. Eine Vorabversion wurde bereits erstellt und von uns freigegeben, die Befüllung mit Inhalten inklusive der Fotos von Spielgeräten hat sich leider urlaubsbedingt verzögert. Dies erfolgt aber in den nächsten Tagen.

 Wann können die Bürger mit einem Gesamtabschluss der Innenstadtsanierung inklusive Maiplatz und Wieden rechnen? 

Die Wilhelmstraße inklusive Nebenstraßen und Alter Markt werden bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. In 2021 soll dann der Kirchplatz umgestaltet werden. Ebenso steht die Sanierung des Wiedens für 2021 im Haushaltsplan. Ob Letzteres auch umgesetzt wird, hängt natürlich auch von der Haushaltslage ab, denn die Sanierung des Wiedens wird nicht gefördert. Parallel werden dazu in 2021 die Planungen für den Maiplatz aufgenommen, damit dieser in 2022 neu gestaltet werden kann. Von Art und Umfang der Baumaßnahmen am Maiplatz hängt es dann ab, ob in 2022 auch eine Fertigstellung erfolgen kann.

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