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„Eine schöne Tradition“: Bürger sprechen sich für Weihnachtsbeleuchtung aus

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Von: Hartmut Damschen

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Die Weihnachtsbeleuchtung soll auch in diesem Jahr angebracht werden.
Die Weihnachtsbeleuchtung soll auch in diesem Jahr angebracht werden. © Archivfoto

Auch die Stadt Plettenberg muss Energie sparen. Dabei stand einige Zeit auch ein Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung zur Debatte. Doch was denken die Bürger? Könnten sie auf eine Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr verzichten?

Plettenberg - Keine komplette Abschaltung der Straßenbeleuchtung, nur eine Reduzierung der Beleuchtungszeiten auf den Sportplätzen und eine weiterhin strahlende Weihnachtsbeleuchtung – keine Diskussionen gab es im Rahmen der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Bezug auf weitere Energiesparmaßnahmen. Doch was denken die Plettenberger Bürger darüber? Hätten sie auf Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr verzichten können? Und was tun die Geschäftsinhaber ihrerseits, um Energie zu sparen und damit horrende Kosten zu vermeiden? Wir hörten uns in der Plettenberger Innenstadt um.

So stehe es für Jens Lohmann von Brillen und Hörgeräte Lohmann gar nicht zur Debatte, auf die Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten. „Man sollte aber über eine zeitliche Reduzierung in den Abendstunden nachdenken“, erklärt Lohmann, der in seinem Geschäft bereits seit Jahren auf das Energiesparen setze: „Wir haben die Beleuchtung in unserem Geschäft von Halogen auf LED umgestellt“.

Auch Philip Fries, Inhaber des Modehauses Otto an der Wilhelmstraße, möchte die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung nicht missen. „Ich bin dafür. Vielleicht sollte es etwas weniger an Beleuchtung sein. Man könnte sie auch nur für eine kürzere Zeit eingeschaltet lassen“, sagt Fries. Auch im Modehaus Otto habe man die Beleuchtung auf LED umgestellt – und damit jetzt schon viel Energie eingespart.

Ähnlich wie seine Vorredner denkt auch Günter Deitelhoff, der mit seinem Garten- und Gemüse-Angebot auf dem Wochenmarkt zu finden ist: „Reduzierung ja, aber keine Aufgabe dieser schönen Tradition“. Auch Erika Schmidt-Boncek spricht sich für ein Beibehalten der Weihnachtsbeleuchtung aus – „doch sie könnte in Menge und Zeit reduziert werden“, sagt Schmidt-Boncek.

Anderer Meinung sind dagegen die Eheleute Sammet. Für sie stehe das Gebot, Energie zu sparen, an oberster Stelle: „Von uns aus braucht es keine Weihnachtsbeleuchtung in Plettenberg geben. Wir haben keine kleinen Kinder und können daher auch privat darauf verzichten“.

Andrii Nevin und Valeriy Ptjomkin haben osteuropäische Wurzeln – und hier, gerade in den kulturell russisch geprägten Gebieten, sei ein Weihnachtsfest ohne intensive Beleuchtung kaum denkbar. „Es ist ein schöner Brauch. Auch in unserer Heimat lieben wir die Zeit mit vielen Lichtern. Es ist ein Brauchtum, das emotional sehr bedeutend für uns und damit nicht verzichtbar ist“, erklärten die beiden.

Zu den freiwilligen Maßnahmen, die von den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend „durchgewunken“ wurden, gehörte eine Dimmung der Straßenbeleuchtung im größtmöglichen Umfang. Eine Komplett-Abschaltung in den Nachtstunden soll nicht erfolgen. Darüber hinaus werden die Beleuchtungszeiten auf den heimischen Sportplätzen reduziert – täglich um eine Stunde. Die Abschaltung soll spätestens um 21 Uhr erfolgen. Weiterhin wurde beschlossen, dass auch in diesem Jahr wieder Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt angebracht werden soll.

Hanno Grundmann, Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Plettenberg, erklärte auf Nachfrage dazu: „Die Anschaltzeiten werden wahrscheinlich verkürzt. Die Weihnachtsbeleuchtung speist sich aus verschiedenen Quellen, meist aus der Straßenbeleuchtung. Daher ist eine konkrete Aussage zum Verbrauch nicht möglich. Wir haben übrigens seit Jahren konsequent nur LED-Technik im Einsatz.“

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