Plettenberger Veranstaltung musste coronabedingt abgesagt werden

Kommt eine virtuelle Ausbildungsbörse?

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Die Ausbildungsbörse in der Schützenhalle, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2018, erfreute sich stets großer Resonanz. In diesem Jahr musste die Veranstaltung coronabedingt abgesagt werden.

Eigentlich hätte man Sonja Büsing vom Plettenberger Stadtmarketing vor einigen Tagen nicht in ihrem Büro erreicht. Stattdessen wäre sie in der Schützenhalle gewesen, hätte mit ihren Kollegen von der Arbeitsgemeinschaft „Arbeit und Wirtschaft“ die letzten Vorbereitungen für die 14. Auflage der Plettenberger Ausbildungsbörse getroffen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie ist alles etwas anders: Die Ausbildungsbörse wurde abgesagt.

„Ich bin so traurig“, sagt Sonja Büsing nun am Telefon und klingt genauso wie sie es ausspricht. Viel Herzblut steckt Jahr für Jahr in der Veranstaltung, die heimische Unternehmen und Schülerinnen und Schüler, die kurz vor ihrem Abschluss und damit einer Ausbildung stehen, zusammenbringt. 

Längst reichte der Platz in der Schützenhalle nicht mehr aus, mussten bereits das Außengelände sowie der angrenzende Ratssaal mit einbezogen werden, um allen interessierten Unternehmen gerecht zu werden. 2020 herrscht nun gähnende Leere: Keine Schüler, die sich informieren, keine Auszubildenden, die ihre Berufe vorstellen, niemand aus der Personalabteilung, der Tipps für die Bewerbung gibt...

Doch gänzlich untätig bleiben, das kam für die Arbeitsgemeinschaft nicht in Frage, weshalb zumindest die Ausbildungsbroschüre auch in diesem Jahr gedruckt worden ist. Sonja Büsing hat die Exemplare an allen weiterführenden Schulen in Plettenberg verteilt und darüber hinaus auch an die Hanseschule Attendorn, mit der für dieses Jahr erstmalig eine Kooperation geplant war.

 Mittlerweile besuchen viele Plettenberger Schüler die Sekundarschule in der Nachbarstadt, weshalb sich eine Zusammenarbeit anbot. Zudem gibt es in Attendorn keine eigene Ausbildungsbörse.

Im Jahr 2021 ist die Ausbildungsbörse für den 10. Juni geplant. Bis dahin befindet man sich aber auch in Gesprächen mit dem Märkischen Kreis, der einen Arbeitskreis für alle Ausbildungsbörsen im MK koordiniert.

Während die Plettenberger Veranstaltung immer recht früh im Jahr stattfindet, sind die Termine in anderen Städten (wie zum Beispiel die Berufsorientierungsmesse in Werdohl Ende September) meist erst nach den Sommerferien. Dabei ist die Idee einer virtuellen Ausbildungsbörse entstanden.

 Hier wird in Plettenberg nun das grundsätzliche Interesse abgeklopft – zunächst bei den Schulen. Sollte es solch eine virtuelle Messe geben, könnten sich Firmen online präsentieren und die Schüler werden zu einer Art Videokonferenz eingeladen.

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