81 Abiturienten erhalten am Albert-Schweitzer-Gymnasium ihre Zeugnisse 

Trotz Corona sicher gelandet

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Plettenberg – Wie eine Abitur-Entlassfeier trotz aller coronabedingten Einschränkungen schön und würdevoll sein kann, bewies am Donnerstag das Albert-Schweitzer-Gymnasium. 81 Abiturienten erhielten dort ihre allgemeine Hochschulreife und wurden aus dem Schulleben verabschiedet.

Viele Gedanken hatte man sich im Vorfeld gemacht, eine Schön- und eine Schlechtwettervariante erarbeitet, zudem in Zusammenarbeit mit der Firma „Flycam Sauerland“ sogar einen Livestream auf die Beine gestellt, damit alle Verwandten zumindest virtuell an der Abschlussfeier teilnehmen konnten.

Während es beispielsweise am Anne-Frank-Gymnasium in Halver einen reinen Abholtermin für die Abiturzeugnisse gab, fand die Entlassfeier am ASG auf dem großen Schulhof in Böddinghausen statt. So konnten zumindest die Eltern an der Feierstunde teilnehmen – bei fester Sitzordnung und mit ausreichend Abstand.

Den Stufenleiter Anne Nguyen, Markus Vollmerhaus und Miriam Köchling-Schulte sowie Schulleiterin Elisabeth Minner (von links) war es ein besonderes Anliegen, dass die Entlass-Feier stattfinden konnte. Sie dankten den Abiturienten.


Schulleiterin Elisabeth Minner erinnerte in ihrer Rede an die „ganz besondere Zeit“ in den vergangenen Monaten, betonte, dass es aus schulischer Sicht entscheidend gewesen wäre, dass die Abiturprüfungen überhaupt stattfinden konnten.

Sie nutzte ein Zitat des dänischen Philosophen Søren Kierkegaard: „Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden“, um mit den Schülern zurückzublicken auf wichtige Erfahrungen, aber auch, um die Aufmerksamkeit auf das „Hier und Jetzt“ und damit auf die Freude über den Erfolg zu legen.

Nicolas Damerius legte mit einem Notendurchschnitt von 1,0 das beste Abitur am Albert-Schweitzer-Gymnasium ab. 


Geprägt war die Feierstunde von sehr viel Dankbarkeit – diese richtete sich sowohl an die Schüler als auch an die Lehrer sowie die Eltern. Die Stufen-Vertreter Nicolas Damerius und Leonhard Wolff nahmen die Anwesenden in ihrer äußerst kurzweiligen Rede mit auf die Reise in der „Abi-Airline“, die zum Motto der Abiturientia 2020 geworden war. Sie erinnerten an ihren Abflug, wie die ersten Lehrer „gepfefferten Tomatensaft“ servierten“ und wie im März eine Durchsage der Schulleiterin zur Schulschließung „sie aus allen Wolken riss“. Doch nun seien sie sicher gelandet und jeder sei bereit, in ein neues Abenteuer zu starten. Dafür wünschten ihnen auch die Stufenleiter Anne Nguyen, Miriam Köchling-Schulte und Markus Vollmerhaus viel Erfolg und bedankten sich bei den Schülerinnen und Schülern mit selbst gestalteten Plakaten für die „schöne Zeit“. Ebenso gaben Bürgermeister Ulrich Schulte in einem verlesenen Grußwort und die Elternvertreterinnen Birgitt Rohleder und Monika Thun beste Wünsche mit auf den weiteren Weg.

81 Schülerinnen und Schüler erhielten schließlich ihr Abiturzeugnis – 15 von ihnen schafften das sogar mit einem Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma.

Arfan Myassar

Manche Leistung verdiente besondere Hochachtung: Zu den zahlreichen Schülerinnen und Schülern, die für besondere Leistungen ausgezeichnet wurden, zählte auch Arfan Myassar. Der gebürtige Syrer kam erst vor wenigen Jahren als Flüchtling nach Deutschland und begann seine Schullaufbahn am ASG als Quereinsteiger in der Oberstufe. Jetzt schaffte er nicht nur sein Abitur mit einem herausragenden Schnitt von 1,2, sondern erhält auch eine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Philosophie für seine fantastische Leistung in diesem Fach.

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