Vespa-Club äußert sich

„Wollen keine Unruhe stiften“: Motorradparkplätze sorgen für Ärger in Stadt im MK

Die Mitglieder des Vespa-Clubs Plettenberg zeigen sich überrascht über die Einrichtung der Motorrad-Parkplätze an der Zimmerstraße.
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Die Mitglieder des Vespa-Clubs Plettenberg zeigen sich überrascht über die Einrichtung der Motorrad-Parkplätze an der Zimmerstraße. Sie seien im Vorfeld von der Stadtverwaltung nicht darüber informiert worden und bedauern, dass nun Pkw-Stellflächen vor zwei Geschäften an der Zimmerstraße fehlen.

Vor einer Woche markierte die Stadt zwei Motorrad-Parkplätze an der Zimmerstraße. Seitdem ist die Aufregung groß, weil diese nun den Kunden von zwei Geschäften als Stellplatz fehlen. Jetzt äußert sich auch der Vespa-Club zu dem Thema.

Plettenberg – Der Club hatte vor kurzem bei der Stadt angefragt, ob es irgendeine Möglichkeit gebe, in Sichtweite des Club-Treffpunkts bei Sapori Italiani an der Wilhelmstraße die Vespas zu parken. Dass die Plätze nun tatsächlich markiert wurden und dann ausgerechnet vor dem Computergeschäft von Ralf Fox und dem Friseursalon von Ana Maria Haape, davon ist der Club selbst überrascht.

Vespa-Club überrascht

„Uns tut es für Herrn Fox und Frau Haape und die älteren Leute wirklich leid“, sagt Tommaso Catalano vom Vespa-Club Plettenberg dazu, dass zwei der sieben öffentlichen Parkplätze nun gerade den älteren Kunden des Computergeschäfts und des Friseursalons fehlen.

„Ich wusste nicht einmal, dass die Parkplätze genehmigt wurden“, sagt Catalano. Die Motorrad-Parkplätze waren bei einem Gespräch mit dem Ordnungsamt, bei dem es eigentlich um eine geplante Spendenfahrt des Vespa-Clubs ging, thematisiert worden.

Mit der Einrichtung von Motorradparkplätzen an der Zimmerstraße habe der Vespa-Club nicht gerechnet.

Denn vorher hatten die Club-Mitglieder ihre Vespas mehrfach vorm Schaufenster von Sapori Italiani abgestellt, waren aber von Mitarbeitern des Ordnungsamts sowie der Polizei darauf hingewiesen worden, dass sie dort nicht stehen dürften. Deswegen wurde gefragt, ob es möglich sei, die Vespas irgendwo in Sichtweite ihres Treffpunkts zu parken. Ein Parkplatz wäre gut, zwei wären besser, habe man in dem Gespräch gesagt. Auf einem Motorrad-Parkplatz hätten dann bis zu drei Vespas Platz gefunden. Allzu große Hoffnungen machte sich Catalano allerdings nicht: „Ich persönlich war von einem Nein der Stadt ausgegangen und war selbst überrascht.“

Dass tatsächlich Motorrad-Parkplätze so kurzfristig in der Nähe zum Vereinslokal geschaffen wurden, begrüßt er grundsätzlich. „Klar haben wir uns darüber gefreut.“ Aber dass sie genau an dieser Stelle eingerichtet wurden und durch die Platzierung der Schilder auch die Markise vor Ralf Fox‘ Geschäft nicht mehr komplett ausfahrbar ist, bedauert er. „Wir wollten keine Unruhe stiften“, betont Catalano und meint: „Das ist etwas komisch gelaufen.“

Vespas im Blick haben

Trotzdem hofft er auf Verständnis für den grundsätzlichen Wunsch der Vespa-Fans, eine Parkmöglichkeit in Sichtweite zu haben. „Eine Vespa ist kein Roller. Man kann sie ohne Schlüssel einfach antreten und wegfahren“, erklärt er. „Deswegen wollten wir sie im Blickfeld haben, damit sie keiner stiehlt oder umschmeißt.“

Stattdessen am Hit-Markt, an der Sparkasse am Umlauf oder beim Modepark Röther am Maiplatz zu parken, wie unter anderem in Facebook-Diskussionen zu der Parkplatz-Kontroverse vorgeschlagen wurde, sei deswegen für den Vespa-Club keine gute Alternative. „Wenn wir unsere Vespas da abstellen, könnte uns keiner garantieren, dass sie hinterher noch da sind“, wirbt Catalano daher um Verständnis für den Wunsch, immer ein Auge auf die bis zu 7 000 Euro teuren Maschinen haben zu wollen.

Spendenfahrt im August?

Zugunsten des Vereins „Strahlemaennchen.de – Herzenswünsche für krebskranke Kinder“ in Finnentrop plant der Vespa-Club Plettenberg eine Spendenfahrt. Der ursprünglich angedachte Termin (20. Juni) war nach einem Gespräch mit dem Plettenberger Ordnungsamt abgesagt worden. Der Grund: Wegen der erwarteten Teilnehmerzahl von mehr als 100 Personen gab es Bedenken hinsichtlich des Coronaschutzes. Außerdem fehlte dem heimischen Club eine Genehmigung der Straßenverkehrsbehörde des Kreises für eine solche Fahrt.

Für den Nachholtermin am 8. August hat Tommaso Catalano sich um eine entsprechende Genehmigung bemüht und wartet hier noch auf die schriftliche Bestätigung. Anfang der kommenden Woche soll es allerdings eine erste Besprechung zu einer möglichen Route geben.

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