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„Wir sind schon streng“: Tafel setzt auf bewährte Corona-Schutzmaßnahmen

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Von: Johannes Opfermann

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Bei der Tafelausgabe wird weiter unter anderem streng auf die Einhaltung der Maskenpflicht geachtet..
Bei der Tafelausgabe wird weiter unter anderem streng auf die Einhaltung der Maskenpflicht geachtet. © Archivfoto

Schon fast zwei Jahre operiert die Plettenberger Tafel im Corona-Modus. Am vergangenen Donnerstag (20. Januar) stand die erste Ausgabe im Jahr 2022 an, während sich die ansteckendere Omikron-Variante immer weiter ausbreitet. Wir haben nachgefragt, was das für die Tafel bedeutet.

Plettenberg – „Wir sind schon sehr streng“, betont Heike Schaefer von der Freiwilligenzentrale des Diakonischen Werks. Für die Ehrenamtlichen, die bei den monatlichen Essensausgaben der Tafel an der „Halle für Alle“ im Einsatz sind, gälten dieselben Regelungen wie für die festen Kräfte. Das bedeutet: 2G ist Pflicht, ebenso regelmäßige Tests. Jeden Tag, an dem die Tafel-Mitarbeiter im Einsatz sind, würden sie zunächst getestet. Und das Personal sei so weit reduziert, dass nicht so viele Leute gleichzeitig vor Ort im Einsatz sind, erklärt Schaefer.

Die Ausgabezeiten der einzelnen Gruppen von Tafel-Besucher seien auseinandergezogen, um Kontakte zu reduzieren, zudem fänden die Ausgaben draußen statt. Und auch auf Abstand und Maskenpflicht werde geachtet. „Wir werden ganz genau darauf achten, dass alle FFP2-Masken tragen und welche verteilen, wenn die Leute andere Masken aufhaben“, so Schaefer im Vorfeld der Ausgabe.

Änderungen an den Schutzmaßnahmen, wie sie sich seit vielen Monaten bewährt haben, wird es wegen Omikron nicht geben. Für Besucher sowie Tafel-Personal ändere sich zunächst nichts. „Wir werden es erst einmal so beibehalten“, sagt Schaefer. „Mehr können wir auch nicht tun.“ Komplett schützen könne man sich vor einer Ansteckung nicht.

Im Laufe der Pandemie habe das Besucheraufkommen bei der Tafel nicht abgenommen. „Die Leute kommen unverändert“, so Schaefer. Da viele Besucher mit dem Bus kämen, hätten diese auch einen aktuellen Test.

Dass weiterhin nicht absehbar sei, wie lange die Pandemie noch dauert und auch die Arbeit der Tafel einschränkt, findet Schaefer sehr schade. „Es war uns immer wichtig, im Café mit den Leuten direkt ins Gespräch zu kommen und zu fragen, wo der Schuh drückt.“

Stattdessen versuchten Heike Schaefer und ihre Kollegin Susanne Vollmer bei der Tafelausgabe draußen mit den Leuten zu sprechen, um gegebenenfalls bei Problemen helfen zu können. „Es ist nicht das gleiche, aber immerhin ein bisschen.“

Erfreulich aus Schaefers Sicht sei die nach wie vor hohe Spendenbereitschaft der Plettenberger auch in der Pandemie. „Das ist schon toll.“ Erst vergangene Woche habe eine Nachbarschaftsgruppe Lebensmittel übergeben, die nach einer Spendensammlung besorgt wurden. „Die Leute gucken hin und unterstützen die, denen es nicht so gut geht“, so Schaefer.

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