Bauprogramm für 2020

Diese Bauvorhaben sollen in Plettenberg in diesem Jahr angegangen werden

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Im Juli 2018 traf sich die CDU zur Ortsbesichtigung am Grafweg. Jetzt soll der Ausbau der Straße in Angriff genommen werden. Zwischen dem Ärztehaus und dem Parkplatz sollen eine Querungshilfe und ein Zebrastreifen geschaffen werden.

Plettenberg – In erster Linie ist der städtische Haushalt ein Zahlenwerk. Sämtliche laufenden Ausgaben und Einnahmen sind dort aufgelistet, aber eben auch jene Projekte, die schon bald umgesetzt werden sollen. Die Heimatzeitung hat sich durch den Haushalt 2020 geblättert und gibt einen Überblick, für welche wichtigen Bauprojekte die Stadt in diesem Jahr Geld investiert.

Innenstadtsanierung

Nachdem im letzten Jahr die Arbeiten begonnen haben, geht es in diesem Jahr in der Innenstadt mit Vollgas weiter. Für die Neugestaltung der Fußgängerzone und des Alten Marktes sind 3,9 Millionen Euro veranschlagt. Voraussichtlich erst im kommenden Jahr stehen dann die Neugestaltung des Kirchplatzes (für 1,5 Millionen Euro) und die Umsetzung des Konzepts Räume am Wasser (für 350.000 Euro) an. Es soll in den Jahren 2022 und 2023 die Neugestaltung des Maiplatzes folgen (für 3,1 Millionen Euro).

Vier-Täler-Schule

Eines der größten Projekte im aktuellen Haushalt ist der Umbau der ehemaligen Vier-Täler-Schule. Das Gebäude, in dem einst Förderschüler unterrichtet worden sind, wird jetzt von der Volkshochschule, dem offenen Ganztag der Grundschule und den künftig zusammengelegten Holthauser Kindergärten genutzt. Für den Umbau und die Renovierung des Gebäudes sind aktuell 2,5 Millionen Euro eingeplant.

Ausbau Grafweg

Ein lange geplantes Bauprojekt soll in diesem umgesetzt werden: Insgesamt 2,1 Millionen Euro stehen bereit für den Ausbau des Grafwegs. Nicht nur die Straße und der Kanal sollen dabei erneuert werden. An der Kreuzung Grafweg/Dingeringhauser Weg/Ratsschelle soll ein neuer Kreisverkehr entstehen. Darüber hinaus sind neue Zebrastreifen vorgesehen, zum Beispiel vor dem Ärztehaus, wo es zusätzlich auch noch eine Mittelinsel für die Fußgänger geben soll. Vorgesehen ist der Ausbau in zwei Abschnitten. Der erste Bauabschnitt beginnt am Kreisverkehr an der Lohmühle, endet an der Einmündung der Zeppelinstraße und beinhaltet auch den Kreisel-Neubau. Daran schließt sich der zweite Bauabschnitt von der Zeppelinstraße bis zur Einmündung Königstraße an.

Hechmecker Weg

Eine Großbaustelle wird in diesem Jahr aller Voraussicht nach der Hechmecker Weg. Weil hier der Kanal ausgetauscht werden muss, wird auch gleich die Straße erneuert. Die Kosten sind immens: Allein für den Kanal sind 1,1 Millionen Euro veranschlagt, für den Straßenausbau kommt eine weitere Million Euro hinzu.

Schwarzenbergstraße

Ein Straßenausbau und die Erneuerung einer Stützmauer stehen an der Schwarzenbergstraße an und schlagen in diesem Jahr mit 600.000 Euro ins Kontor. Handlungsbedarf besteht vor allem deshalb, weil die Bruchsteinmauer zwischen den Häusern 7 bis 13 abgängig ist.

Brücke Lehmweg

Ebenfalls eine Millioneninvestition fließt in den Ausbau der Brücke, die im Lehmweg über die Else führt. Diese ist so marode, dass sie erneuert werden muss. Kostenpunkt: 1, 32 Millionen Euro.

Elsetalentlastungsstraße

Zwar taucht der Punkt Elsetalentlastungsstraße im aktuellen Haushalt mit einem Investitionsbetrag von 700.000 Euro auf, jedoch handelt es sich dabei um Geld, das für die weitere Planung und Bearbeitung des Projektes bereitgestellt wird. Verwirklicht werden soll die Umgehungsstraße für die Herscheider Straße dann erst in den kommenden drei Jahren, in denen rund 12,5 Millionen Euro für den Bau der Straße bereitgestellt werden sollen.

Neue Stühle für Aula

Die Stühle in der Böddinghauser Aula sollen in diesem Jahr für 65.000 Euro erneuert werden. Es handelt sich bei den Stühlen um das Mobiliar, das mit dem Bau der Aula vor rund 55 Jahren angeschafft worden ist. Entsprechend verschlissen sind die Stühle inzwischen.

Im Vergleich zu jetzt wird der Busbahnhof Eiringhausen etwa um 90 Grad gedreht.

Busbahnhof Eiringhausen

Unmittelbar bevor steht der Beginn der Arbeiten am Busbahnhof Eiringhausen. Das Gelände ist komplett neu konzipiert worden, auch die Parkplätze werden durch die Verlängerung des Busbahnhofs auf die jetzigen Parkplätze am Schütz-Gelände neu angeordnet. Für die Gesamtmaßnahme sind 1,5 Millionen Euro im Haushalt eingeplant.

Ausbau Landemert

Aufgrund des schlechten Zustandes und des nicht vorhandenen Unterbaus wird die Zufahrtsstraße von der Kreisstraße zum Ortsteil Landemert, die passenderweise den Namen Landemert trägt, für 400.000 Euro saniert.

Asylbewerberheime

Sowohl am Gebäude Ohler Straße 100 und an den Asylbewerberunterkünften am Gansmecker Weg muss Hand angelegt werden. An der Ohler Straße müssen das Dach ausgebessert und eine Damendusche für die weiter wachsende Zahl der Frauen eingebaut werden. Die Unterkünfte am Gansmecker Weg, in denen noch immer Asylbewerber und Obdachlose untergebracht werden, werden energetisch ertüchtigt, um dauerhaft Kosten zu sparen. Gesamtkosten für die aufgezählten Maßnahmen: 160.000 Euro.

Umkleiden Böddinghausen

In den Umkleidekabinen im Lennestadion herrschen weiterhin schlimme Zustände: Schimmel in den Waschräumen, defekte Heizungsanlage, marode Bänke. 50.000 Euro sind bereitgestellt, um die Zustände zu verbessern. Weitere jeweils 30.000 Euro sind für 2021 und 2022 eingeplant.

Die Kabinen im Lennestadion sind in den Duschräumen mit Schimmel befallen. Deshalb muss reagiert werden.

Feuerwehr

Der extern erstellte Brandschutzbedarfsplan gibt die Investitionen im Bereich Feuerwehr vor, an denen sich die Stadt orientiert und von denen einige anstehen. Die Löschgruppe Holthausen soll ein neues Tanklöschfahrzeug (für 315.000 Euro) und einen neuen Mannschaftswagen (für 90.000 Euro) bekommen. Jeweils ein neues Löschfahrzeug soll für die Löschgruppen Stadtmitte (für 240.000 Euro) und Selscheid (für 260.000 Euro) angeschafft werden.

Projekte, deren Umsetzung noch unklar ist

Für zwei wichtige Projekte steht im Haushalt zwar Geld bereit, ob sie allerdings umgesetzt werden, ist fraglich. Es geht zum einen um einen Neubau einer Lkw-Parkanlage, die mit insgesamt 400.000 Euro für die nächsten beiden Jahre eingebucht ist. Diese Idee geht auf einen Vorschlag der FDP zurück, die die Zustände auf dem Parkplatz am Ende der Oestertalsperre moniert hatte und vor diesem Hintergrund einen großen Parkplatz für Lkw ins Spiel gebracht hatte. Es fehlt allerdings zurzeit ein passendes Gelände für diesen Vorschlag. Sollte sich allerdings spontan etwas ergeben, stünden die Gelder für eine Umsetzung sofort bereit. Das zweite offene Projekt ist das Privat-Parkhaus am Offenborn. Die Stadt würde gerne die oberste Ebene als öffentliche Parkfläche nutzen und hier Einstellplätze für E-Bikes schaffen. 150.000 Euro sind dafür veranschlagt, doch die Verhandlungen mit dem Vermieter laufen noch.

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