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Kommunale Schuldenlast: Plettenberg deutlich unter Kreisschnitt

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Von: Christos Christogeros

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Schulden der öffentlichen Haushalte
Bei den kommunalen Schulden liegt Plettenberg im unteren Drittel aller MK-Kommunen. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist dagegen die niedrigste im gesamten Kreis. © Kay Nietfeld/dpa (Archivbild)

Seit 2011 ist die Schuldenlast der Stadt Plettenberg zwar gewachsen, doch noch immer weist die Vier-Täler-Stadt zumindest die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung im Kreis auf. Das geht aus einer Statistik von IT.NRW hervor, bei der die Schulden der kommunalen Haushalte unter anderem auch auf die Schuldenlast je Einwohner umgerechnet wurde.

Plettenberg - Demnach war im Schnitt jeder Plettenberger mit 584 Euro im Jahr 2011 verschuldet – im Jahr 2021 stieg dieser Wert auf 643 Euro. Das mag nach viel klingen. Doch ein Blick in die anderen Kommunen des Kreises zeigt, dass die Vier-Täler-Stadt zumindest in Sachen Pro-Kopf-Verschuldung ein äußerst gutes Bild abgibt.

So lag die Pro-Kopf-Verschuldung in Altena im vergangenen Jahr bei 4 074 Euro, in Werdohl bei 3 222 Euro. Plettenberg am nächsten kommt Lüdenscheid mit 930 Euro Pro-Kopf-Verschuldung).

Einen starken Anstieg weist Herscheid auf: Lag die Pro-Kopf-Verschuldung 2011 noch bei 1 594 Euro, stieg sie laut IT.NRW im vergangenen Jahr auf 2 214 Euro.

Plettenberg wies 2021 kreisweit die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung auf. An der Spitze stehen Altena und Werdohl.
Plettenberg wies 2021 kreisweit die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung auf. An der Spitze stehen Altena und Werdohl. © Christogeros

Insgesamt beziffert das Statistische Landesamt die Schulden der Stadt Plettenberg im vergangenen Jahr mit 15,97 Millionen Euro (2011: 15,32 Millionen Euro; 2020: 17,45 Millionen Euro). Auch wenn die Pro-Kopf-Verschuldung kreisweit am niedrigsten liegt, ist die gesamte Schuldenlast des städtischen Haushalts größer als in anderen Kommunen. So weist Neuenrade zwar eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung als die Vier-Täler-Stadt auf (1 096 Euro), der kommunale Haushalt ist mit 12,82 Millionen Euro jedoch weniger verschuldet. Auch die Haushalte von Nachrodt-Wiblingwerde (14,87 Millionen Euro), Herscheid (15,47 Millionen Euro) und Schalksmühle (12,81 Millionen Euro) weisen geringere Schulden als der Plettenberger auf. Je nach Kommune variieren die Anteile von Krediten und Kassenkrediten an den kommunalen Schulden. Der kreisweite Schnitt bei der Pro-Kopf-Verschuldung lag im Jahr 2021 bei 2 893 Euro (2011: 2 479 Euro).

Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in NRW beliefen sich Ende 2021 auf rund 60,1 Milliarden Euro – das waren 26 Millionen Euro (+ 0,04 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Damit ergab sich rein rechnerisch für jeden Einwohner des Landes eine Verschuldung von 3 359 Euro (2020: 3 353 Euro). Im Vergleich zu 2011 stiegen die Schulden um 3,4 Millionen Euro (+ 6,0 Prozent).

Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung der kreisangehörigen Gemeinden in NRW hatten Ende 2021 Siegburg im Rhein-Sieg-Kreis (11 577,31 Euro) und Velbert im Kreis Mettmann (6 525,47 Euro). In Salzkotten (Kreis Paderborn; 6,62 Euro) fiel die Schuldenlast am geringsten aus – die Stadt Velen (Kreis Borken) war als einzige Kommune in NRW schuldenfrei.

Von den kreisfreien Städten im Land wiesen Ende 2021 Mülheim an der Ruhr (10 006,25 Euro) und Oberhausen (9 555,67 Euro) die höchsten Pro-Kopf-Verschuldungen auf; die niedrigsten Werte hatten hier Düsseldorf (1 870,15 Euro) und Hamm (2 035,00 Euro).

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