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Wegen Preisentwicklung: Fallen Schützenfeste künftig kleiner aus?

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Von: Simone Rein

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Der Vorstand des Grünetaler Schützenvereins um den 1. Vorsitzenden Steffen Fuhrich (3. von links).
Der Vorstand des Grünetaler Schützenvereins um den 1. Vorsitzenden Steffen Fuhrich (3. von links). © Simone Rein

Fallen die Schützenfeste in Zukunft kleiner aus? Im Grünetal, wo das große Fest in diesem Jahr in zwei Teilen gefeiert wird, wird dies zumindest diskutiert. Die Gründe sind vielfältig.

Plettenberg – Während Anfang Mai das Kinder- und Probevogelschießen mit kleinem Festumzug durch das Grünetal stattfand, freuen sich die Grünetaler Schützen bereits auf den zweiten Teil des Schützenfestes, der im September stattfinden soll. Dann wird es auch einen Nachfolger für den „Tausendtagekönig“ Manfred Gärtner geben. Dies gilt auch für den Jungschützenkönig.

Der 1. Vorsitzende Steffen Fuhrich sprach auch die Schwierigkeiten an, die auch in Zukunft bewältigt werden müssten. „Aufgrund der aktuellen Preisentwicklung können Schützenfeste nicht mehr in der Form ausgerichtet werden, wie es noch vor Corona möglich war“, erklärte Fuhrich. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass im Falle einer erneuten Ausbreitung des Coronavirus entsprechende Regeln eingeführt werden müssten. Das hieße letztendlich, dass geringere Einnahmen die Folge sein könnten.

Daher hatte der Vorstand eine abgewandelte Form vorgeschlagen. Entweder jedes Jahr ein Schützenfest im kleineren Rahmen überwiegend im Schützenheim Auf der Wieckmerth oder alle zwei Jahre ein Schützenfest in einer Form, die sehr nahe an das kommt, was man in der Vergangenheit gewohnt war. In diesem Jahr, wie es bereits beschlossen wurde, findet das Schützenfest am Wochenende vom 21. bis 24. September in der Schützenhalle statt.

Eine anschließende Meinungsabfrage ergab, dass die Mehrheit langfristig für kleine Schützenfeste im Grünetal zu Anfang der Saison sei. Dies soll noch mit den einzelnen Abteilungen besprochen und bei der nächsten außerordentlichen Versammlung thematisiert werden. Das 100-jährige Bestehen 2024 soll auf jeden Fall im größeren Rahmen in der Schützenhalle gefeiert werden.

Auch im kommenden Jahr soll das Grünetaler Fest im Herbst stattfinden. „Wenn wir jetzt einmal im September feiern, können wir schlecht im nächsten Jahr wieder im Mai feiern. Dann hat der König gar keine Saison“, so Steffen Fuhrich, der als zweiten Punkt für diese Überlegung das Thema Corona noch einmal zur Sprache brachte. Der Vorstand visiere deshalb das Ende der Saison an, was nicht unbedingt September heißen muss.

„Auch uns wäre es am liebsten gewesen, wir hätten nichts ändern müssen. Aber wir müssen etwas ändern, so schwer uns das allen auch fällt. Aber eins glaubt mir bitte, wir haben diese Änderung beschlossen zum Wohle des Vereins“, richtete Fuhrich ein paar emotionale Worte an alle Anwesenden, die geteilter Meinung waren, was die vorgeschlagene Änderung in den Folgejahren angeht.

Weitere emotionale Worte folgten von Janine Fuhrich: „Die sechs Mann da vorne [Anm. d. Red.: der an diesem Abend anwesende Vorstand] stemmen alles hier. Sie tun sehr, sehr viel hier oben und halten diesen Verein aufrecht. Manfred ist jetzt drei Jahre König. Wäre er damals nicht gewesen, hätten wir keinen König gehabt. Dann wäre der Verein so, wie er jetzt hier ist, überhaupt nicht mehr da.“

Das Schützenfest im September stattfinden zu lassen, sei eine Sicherheitsvariante. In Zukunft kann das alles wieder anders sein und darüber ließe sich reden. Das Wichtigste seien die Gemeinschaft und der Zusammenhalt im Verein.

Nach über zwei Jahren coronabedingter Pause und dem seit über 1 140 Tagen regierenden Schützenkönig Manfred Gärtner kehrt der Schützenverein somit langsam in die Normalität zurück. Das zurückliegende Jahr sei jedoch nicht ergebnislos verlaufen. Genannt wurden hier umfangreiche Baumaßnahmen, aber auch der Höhepunkt der Veranstaltungen im vergangenen Jahr, der „Grünetaler Lichterzauber“. Diese Veranstaltung möchte der Verein künftig fest ins Programm des Schützenjahres integrieren.

Viele Jahre sei der Vereinsbeitrag konstant gehalten worden – nun wurde eine Erhöhung von 6 Euro im Jahr beschlossen.

Wahlen

- 1. Vorsitzender: Steffen Fuhrich (für weitere zwei Jahre)

- 1. Schriftführer: Bernd Paulus

- Kassierer: Ulrich Lienenkämper

- Kassenprüfer: Manfred Gärtner

- Beisitzer: Kevin Duarte Costa (für zwei weitere Jahre), unterstützt von Olaf Stracke

- Ältestenrat: Klaus Werner Müller

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