Vorfreude bei Lehrern und Schülern

Wechselunterricht startet wieder: So sind die Plettenberger Schulen darauf vorbereitet

An der Realschule freue man sich auf die Rückkehr der Schüler.
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An der Geschwister-Scholl-Realschule in Plettenberg freue man sich auf die Rückkehr der Schüler ab Montag.

Plettenberg – Dass die Schulen ab Montag tatsächlich in den Wechselunterricht zurückkehren, wurde erst am Mittwochnachmittag offiziell mitgeteilt, nach Unterrichtsschluss. Doch die Tage vor dem verlängerten Wochenende haben die Schulen bereits genutzt, um sich auf die nochmalige – aber nicht gänzlich neue – Umstellung von Distanz- auf Wechselmodell vorzubereiten.

Da am Mittwoch die 7-Tage-Inzidenzwert im Märkischen Kreis seit fünf Tagen unter 165 lag, bestätigte das NRW-Gesundheitsministerium dies mit einer Allgemeinverfügung, dass Schulen ab Montag, 17. Mai, in den Wechselunterricht zurückkehren und auch Kindertagesstätten den Notbetrieb verlassen können.

Die Schulen im MK befanden sich seit dem 24. März in Distanzunterricht. Landrat Marco Voge bezeichnete die Rückkehr zum Wechselunterricht als einen ersten wichtigen Schritt. „Es bleibt zu hoffen, dass in den kommenden Monaten, besonders für die Kinder und Jugendlichen, wieder stückweise Normalität einkehrt“, sagt er.

Wir haben in einer Grund- und einer weiterführenden Schule nachgefragt, wie sie sich auf die Rückkehr zum Wechselunterricht eingestellt haben.

Grundschule Holthausen

„Wir haben schon einmal abgefragt, wer zusätzlich die Notbetreuung in Anspruch nehmen muss und die Eltern darauf hingewiesen, die entsprechenden Anträge einzureichen“, erklärt Schulleiterin Miriam Springob. Ansonsten habe man in der Grundschule Holthausen alle Bereiche auf die Rückkehr zum Wechselmodell vorbereitet und bereite auch den Unterricht entsprechend vor. Dabei müssen die Schulen das Rad nicht neu erfinden. „Eigentlich greifen wir auf die Stundenpläne zurück, die wir beim letzten Mal im Wechselmodell hatten.“

Die vorher gebildeten Lerngruppen sollen erhalten bleiben, diese bilden dann auch die Pools für die künftig durchzuführenden Lolli-Tests, die bei der Rückkehr zum Wechselunterricht die einzige wirkliche Neuerung darstellen. „Da müssen wir uns neu drauf einstellen, damit es gut funktioniert“, sagt Springob. Wegen der Pool-Testungen sei es auch wichtig, in der Notbetreuung im Blick zu behalten, wer in welchen Gruppen ist, damit diese konstant bleiben.

Bis zum Beginn der Sommerferien sind es nur noch sieben Wochen. Pädagogisch sinnvoll ist es dennoch, dass die Kinder – nachdem sie große Teile des Schuljahrs im Distanzunterricht verbracht haben – nun auch wieder Präsenzunterricht bekommen.

„Wir alle freuen uns sehr, dass die Kinder wieder in die Schule kommen, wenigstens jeden zweiten Tag“, sagt Schulleiterin Miriam Springob. Die Lernumgebung in der Schule sei schon eine andere als das Lernen auf Distanz. „Wir freuen uns – auch auf Abstand – mit den Kindern in der Schule gemeinsam etwas zu erarbeiten.“

Die Vorfreude werde auch von den Kindern geteilt, erzählt die Schulleiterin: „Ich hab es meiner Klasse im Zoom-Call schon angedeutet, dass die Kinder wahrscheinlich wieder in die Schule kommen: Da waren die Kinder ganz aus dem Häuschen. Die freuen sich auch, dass sie wieder in die Schule kommen können.“ Dort könnten sie ihre Klassenkameraden wiedersehen und müssten ihre Aufgaben nicht allen zuhause lösen.

Geschwister-Scholl-Realschule

Monika Storm, Leiterin der Geschwister-Scholl-Realschule, ging auch vor der offiziellen Mitteilung davon aus, dass die Schulen in den Wechselunterricht zurückkehren: „Die Zahlen sprechen für sich, ganz klar.“

Deswegen bereite man alles vor und vieles ist auch schon vorbereitet, denn wirkliche Neuerungen in der Organisation gebe es durch die Rückkehr zum Wechselmodell nicht. „Wir starten mit halben Lerngruppen, so wie wir es vorher auch gemacht haben“, sagt Storm. Das heißt, im täglichen Wechsel hat eine Lerngruppe Präsenz- und die andere Distanzunterricht.

Auch wenn das Schuljahr nicht mehr lang ist, sei es natürlich sinnvoll, dass die Schüler noch einmal Präsenzunterricht haben. „Die Kollegen freuen sich darauf, dass die Schüler wieder da sind, und die Schüler freuen sich hoffentlich auch, dass sie wieder kommen dürfen“, sagt die Schulleiterin.

Die Notbetreuung läuft ebenfalls weiter. Sie ist für die Schüler gedacht, deren Eltern die Betreuung gewünscht haben oder denen die Schule ein Betreuungsangebot gemacht hat, weil man es für sinnvoll erachtete. Die Schüler konnten dann mit entsprechender Hilfestellung von der Schule aus am Distanzunterricht teilnehmen. „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Storm.

ASG startet Dienstag

Während die anderen Plettenberger Schulen am Montag in den Wechselunterricht zurückkehren, geschieht dies am Albert-Schweitzer-Gymnasium erst am Dienstag. Wie die Schule auf ihrer Webseite mitteilt, finden am Montag ganztägig die mündlichen Abiturprüfungen statt, weswegen für die unteren Jahrgänge unterrichtsfrei ist.

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