Nur ein Drittel der Teilnehmer vom Vorjahr

Virtuelles Spendentor seltener genutzt: Lions hoffen auf P-Weg 2022

Beliebtes Fotomotiv: Diese beiden Sportler stellten sich unter dem Banner der Lions am Maiplatz auf.
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Beliebtes Fotomotiv: Diese beiden Sportler stellten sich unter dem Banner der Lions am Maiplatz auf.

Der P-Weg fiel zum zweiten Mal der Corona-Pandemie zum Opfer. Bei der Aktion „Virtuelles Lions-Spendentor 2021“ konnten Sportler dennoch ihre individuelle P-Weg-Strecke wandern, laufen oder radeln und so Spenden sammeln. Die Beteiligung war allerdings geringer als im Vorjahr.

Plettenberg – „Es war gerade einmal ein Drittel der Teilnehmer von 2020“, sagt Dr. Markus Krummenerl vom Lions-Club Plettenberg-Attendorn. „Das hat uns auch etwas überrascht.“ Es liege vielleicht an der schwierigen Wegesituation in den Wäldern – sowohl durch Baumfällungen als auch Starkregen. „Viele Wege sind schlichtweg nicht zugänglich.“

Große zeitliche Lücke

Viele sei es auch ein wenig in Vergessenheit geraten, dass am Wochenende 10. bis 12. September der P-Weg stattgefunden hätte; 2020 lag zwischen der P-Weg-Absage und dem eigentlichen Event nicht so ein langer Zeitraum wie 2021. „In diesem Jahr stand sehr viel früher fest, dass es nicht stattfindet, deswegen hatten es viele nicht mehr auf dem Radar“, so Krummenerl.

Insofern sei es ein bisschen schade, dass lediglich 34 Teilnehmer ihre individuellen P-Weg-Leistungen beim virtuellen Spendentor eingereicht hätten. Die Rückmeldungen von Teilnehmern, die bei den Lions eingegangen sind, seien aber durchweg positiv. Einige absolvierten Wander-, Lauf- und Fahrradstrecken rund um Plettenberg, teilweise auch in Grüppchen, und schickten Bilder von der Strecke oder vom Lions-Spendentor auf dem Maiplatz.

Sportlermeinungen

Kathrin Rickert schreibt von „einer wunderbaren Wanderung am Samstag auf den P-Weg-Wegen“ und dankt für die Spendentor-Aktion. „Ich war begeistert von der Idee ,Virtuelles Spendentor 2021’ und habe deshalb heute die 45 Kilometer mit dem Mountainbike absolviert“, meint Jutta Müller. Nadine Rode war nicht ganz allein auf der P-Weg-Strecke unterwegs und walkte 21,2 Kilometer. „Mein Schweinehund und ich waren unterwegs“, schreibt sie.

Lob für die tolle Aktion kam auch von Volker Fritsche: „Selbstverständlich habe ich meine Spende für die gute Sache überwiesen.“

„Wenn auch ohne das geniale Publikum der letzten Jahre und die schöne Verpflegung hat es Spaß gemacht teilzunehmen“, äußert sich Matthias Lahme.

Guido Klaus war ebenfalls unterwegs: „Da ich die ,Kombi-Kurz’ wieder mit meiner Hündin absolviert habe, konnten wir insgesamt vier ,Durchfahrten’ durch das Spendentor beisteuern“, schreibt er.

Nicht alle liefen oder radelten ihren ganz persönlichen P-Weg auf den üblichen Strecken. „Manche haben sich auch zuhause im Keller aufs Rad oder den Ergometer gesetzt und da ihre 45 Kilometer abgespult“, weiß Krummenerl, der selbst seine Teilnahme an einem Marathon in Münster für den virtuellen P-Weg eingereicht hat.

Wie viel beim virtuellen Spendentor an Spenden zusammengekommen ist, steht noch nicht fest, da auch noch in den Wochen nach dem P-Weg-Wochenende Spenden eingehen. Ende September wird die Summe voraussichtlich feststehen, wobei Krummenerl damit rechnet, dass sie – wie die Teilnehmerzahl – nur etwa ein Drittel der Summe aus 2020 beträgt. Damals kamen 1 300 Euro an Spenden zusammen, diesmal könnten es rund 400 Euro sein, die dann von der Volksbank verdoppelt werden. Die endgültige Spendensumme sowie die Verlosung der Preise unter den Spendern werden noch bekannt gegeben.

Hoffnung auf 2022

Wie die Teilnehmer hofft auch Krummenerl, dass 2022 der P-Weg normal stattfinden kann. Doch dazu müssten die Voraussetzungen stimmen. Erstens müssten, sobald der Holztransport aus den Wäldern vorbei ist, die Wege instandgesetzt werden, sodass ein P-Weg überhaupt stattfinden kann. Und zweitens muss die Organisation, die mit einem großen Aufwand verbunden sei, gesichert sein.

Krummenerl hofft, dass das bewährte Orga-Team auch 2022 wieder angreift und, falls der eine oder andere sich nach vielen Jahren zurückziehen sollte, Verstärkung bekommt. Sollte das nicht gelingen, könnte auch die Kultour GmbH der Stadt die Organisation übernehmen oder stärker darin eingebunden sein, so Krummenerls Anregung.

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