Abschlussausstellung von Lukas Weiß bis 24. Oktober im Ratssaal

Viel Lob für den Werkstatt-Stipendiaten in Plettenberg

Künstler Lukas Weiß (3. von links) ganz entspannt mit Freunden und Verwandten vor dem Bild Aufstieg.
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Künstler Lukas Weiß (3. von links) ganz entspannt mit Freunden und Verwandten vor dem Bild Aufstieg.

Im Plettenberger Ratssaal eröffnete Werkstatt-Stipendiat Lukas Weiß am vergangenen Freitag seine Abschlussausstellung „Nachgang“. Für seine Arbeit gab es von den Besuchern viel Lob

Plettenberg – „Nein“, erklärte Lukas Weiß, „diese Abschlussausstellung hat zwar den Titel Nachgang, doch das soll nicht bedeuten, dass ich heute nur ein Resümee ziehe über meine Arbeiten hier in Plettenberg. Ich habe hier vieles beginnen können und kann darauf weiterhin aufsetzen und mich weiterentwickeln.“

Lukas Weiß hatte ein halbes Jahr die Möglichkeit, nach Herzenslust und frei von jeglichen Vorgaben Stadt, Land und Leute kennenzulernen und diese Eindrücke mit verschiedenen Arbeitstechniken auf die Leinwand zu bringen. „Ich hatte durch das Stipendiat der Werkstatt Plettenberg alle Freiheiten, die sich ein Künstler nur wünschen kann.“, schwärmte Weiß. Durch seine offene Art hatte er auch keine Schwierigkeiten, mit Menschen in Kontakt zu kommen.

Hartmut Engelkemeier, erster Vorsitzender der Werkstatt, hatte anscheinend, wie auch andere Werkstatt-Mitglieder, ein sehr persönliches Verhältnis zu dem Künstler aufbauen können. Daher sagte er: „Es ist eine Freude, endlich einmal wieder Kunst im Original und im direkten Kontakt mit dem Künstler zu erleben. Wir danken Lukas für seine Aufgeschlossenheit und dafür, uns an der Entstehung seiner Arbeiten teilhaben zu lassen. Wir sind ihm zu Dank verpflichtet.“

Weiß liebte die kleinen Gespräche aus dem Fenster heraus mit mittlerweile bekannten Passanten und war auch offen für ziemlich regelmäßige Besuche von Werkstatt-Mitgliedern in „seinem“ Haus während seiner vielen, innovativen Arbeiten.

Auf die Frage, ob er irgendeinen Zwang verspürt hätte, antwortete Weiß: „Ich bin mit dem Stipendiaten-Rad überall in Plettenberg unterwegs gewesen, habe mir Anregungen in Werdohl, Altena und Attendorn geholt, war in Düsseldorf – natürlich nicht mit dem Rad – und in Leipzig bei meiner Freundin, die mich ebenso auch hier in Plettenberg besuchte.“

Es war, wie er betonte, eine ganz neue Erfahrung, so frei arbeiten zu können. Die schönen Sommertage haben ebenso seine Arbeiten beeinflusst, wie auch die Menschen und die Corona-Pandemie. Engelkemeier: „Du bist ein Zeitzeuge der Plettenberger Coronazeit des Jahres 2020.“

Mit einem Augenzwinkern hat der Künstler im Pappdruck eine Szene mit dem passenden Titel „Eiszeit“ eingefangen, die einen Mann zeigt: In der einen Hand einen Eisbecher, in der anderen das Eislöffelchen und die Maske ganz vorschriftsmäßig vor Mund und Nase. Wie soll er nun sein Eis genießen? Zu allem Überfluss liegt ihm bereits ein Stück vom Eis zu Füßen.

Impressionen aus Plettenberg mit alten Häuserzeilen, „Zum Grünen Krug“ am Lindengraben und selbst der Tunnel sind lohnende Objekte. Studien an der Lenne oder vielfach auch einfach die Menschen, die ihm begegneten.

Eine sehenswerte Ausstellung des engagierten Künstlers, der zu der Abschlussausstellung Besuch von einigen Familienmitgliedern erhielt. Auch das gehört zu Lukas Weiß: Intakte Familienbande, die nicht jedem Künstler eigen sind.

Ausstellung

Die Ausstellung im Ratssaal wird bis zum 24. Oktober zu sehen sein. Dabei gelten folgende Öffnungszeiten: montags 8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr, dienstags 8.30 bis 13 und 14 bis 16 Uhr, donnerstags 8.30 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, freitags 7.30 bis 12 Uhr sowie nach telefonischer Anmeldung (01 60) 6 39 36 95.

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