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Kommunen schrumpfen weiter: Bevölkerung sinkt um ein Sechstel

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Von: Johannes Opfermann

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Zur Waterkant-Premiere war viel los in Eiringhausen, doch im Jahr 2050 dürften es rechnerisch rund 17 Prozent weniger Besucher sein, wenn der Bevölkerungsschwund in dem jetzt berechneten Maß eintreten sollte.
Zur Waterkant-Premiere war viel los in Eiringhausen, doch im Jahr 2050 dürften es rechnerisch rund 17 Prozent weniger Besucher sein, wenn der Bevölkerungsschwund in dem jetzt berechneten Maß eintreten sollte. © Dickopf, Georg

Es ist ein seit Jahren bekannter Trend: Weil es weniger Geburten als Sterbefälle gibt, geht die Einwohnerzahl zurück. Doch die neuen Prognosen des Statistischen Landesamts zeigen, dass in der heimischen Region der Bevölkerungsrückgang wesentlich stärker ausfällt als im Durchschnitt.

Plettenberg/Herscheid - Für Plettenberg weist IT.NRW zum Stichtag 1. Januar 2021 eine Einwohnerzahl von 24 978 aus. Zum 1. Januar 2050 prognostiziert das Landesamt dagegen nur noch eine Bevölkerungszahl von 20 785. Die Vier-Täler-Stadt hätte somit in knapp 30 Jahren 4193 Einwohner weniger als heute. Das ist ein Rückgang von 16,8 Prozent, es wären dann gut ein Sechstel weniger Einwohner als heute.

Zum Vergleich: Für Mittelstädte zwischen 20 000 und 100 000 Einwohnern zeigt die Bevölkerungsvorausberechnung im Durchschnitt nur einen Rückgang von 3,1 Prozent. Plettenberg ist, wie andere Städte in der Region, also wesentlich stärker von dem Bevölkerungsrückgang betroffen als andere Teile von NRW.

In Herscheid ergibt sich ein ähnliches Bild wie in Plettenberg. Konnte die Ebbegemeinde am 1. Januar 2021 noch 6 988 Einwohner zählen, so werden es laut Prognose am 1. Januar 2050 nur noch 6 000 sein, ein Rückgang um 988 oder 14,1 Prozent. Damit fällt der Bevölkerungsschwund in Herscheid etwas geringer aus als in Plettenberg. Im Vergleich zum durchschnittlichen Rückgang in NRW-Kleinstädten (unter 20 000 Einwohner), den IT-NRW mit 4,9 Prozent angibt, ist aber auch Herscheid deutlich stärker betroffen als andere Regionen des Landes.

Interessant ist nicht nur der Blick auf den Bevölkerungsrückgang insgesamt, sondern auch darauf, wie sich die Anteile von Männern und Frauen verschieben. 2021 waren von den 24 978 Plettenbergern 12 457 männlich, 12 521 weiblich. Das Verhältnis war also mit 49,9 und 50,1 Prozent sehr ausgeglichen. In 30 Jahren stehen dagegen 10 107 männliche Einwohner (48,6 Prozent) 10 678 weiblichen gegenüber (51,4 Prozent).

Auch in Herscheid verschieben sich laut Prognose die Bevölkerungsanteile der Geschlechter. Halten sich 2021 Männer (3 436 oder 49,2 Prozent) und Frauen (3 552 oder 50,8 Prozent) noch ungefähr die Waage, so soll sich dies bis 2050 ebenfalls zugunsten eines größeren Frauenüberschusses verändern. Der Männeranteil beträgt dann mit 2 884 noch 48,1 Prozent, der Anteil der Frauen (3116) steigt auf 51,9 Prozent.

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