Partei klebte Am Wall größeres Plakatformat als vorgesehen

AfD überklebt das Wahlplakat von Bürgermeister Schulte

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Die AfD überklebte Am Wall die Plakate von Bürgermeister Ulrich Schulte.

Plettenberg – Im Werben um Wählerstimmen geht es für die Parteien darum Aufmerksamkeit zu erregen, doch anscheinend halten sich dabei nicht alle an die Spielregeln.

Leidtragender war Bürgermeister Ulrich Schulte, dessen Plakate Am Wall am Wochenende zum Teil von der AfD überklebt wurden. Ein entsprechendes Bild teilte der Bürgermeister auf Facebook und schrieb dazu: „Die ultimative Frage der Männerwelt: Was ist wichtiger – Größe oder Technik? Die AfD hat scheinbar für sich die Lösung gefunden.“

Im Wahlkampf andere Parteien oder Kandidaten mit den eigenen Plakaten zu überkleben, sei nicht erlaubt, sagt Jürgen Gaidies, vom Sachgebiet Kommunalverfassung und Organisation der Stadt Plettenberg. Er ärgert sich über das Verhalten der AfD und findet dafür deutliche Worte: „Das ist eine Unverschämtheit und Frechheit den anderen Parteien gegenüber.“ An der fraglichen Stelle Am Wall seien an den Metallwänden Plakate der Größe A2 erlaubt gewesen, erklärt Gaidies. Das habe man allen Parteien vorab mitgeteilt, auch der AfD, die in Plettenberg auf kommunaler Ebene zwar keine Kandidaten aufgestellt hat, dafür aber auf Kreisebene.

Alle Parteien hätten sich daran gehalten, nur die AfD nicht. „Wir haben der AfD bis Mittwoch eine Frist gesetzt, es in Ordnung zu bringen“, sagt Gaidies. Ansonsten würde der Bauhof die Plakate kostenpflichtig entfernen. „So ganz preiswert wird das nicht.“

Gaidies geht davon aus, dass alle acht Plakatwände im Stadtgebiet von der Überplakatierung durch die AfD betroffen sind, die dann von Bauhofmitarbeitern kontrolliert werden müssten und entsprechend der dafür aufgewendeten Arbeitszeit in Rechnung gestellt würden. Zumindest Am Wall waren bereits am Montagvormittag die teils überklebten Schulte-Plakate erneuert worden. Später am Montag wurde zudem das AfD-Plakat an dieser Stelle entfernt. 

Von der Setzung einer Frist sei ihm nichts bekannt, erklärt dagegen AfD-Kreisvorsitzender Klaus Laatsch auf Nachfrage. Zudem wäre eine solche bis Mittwoch zu kurz bemessen. Laatsch betont, dass für die Fläche Am Wall eine entsprechende Genehmigung zur Plakatierung vorliege. Sollten ortsansässige AfD-Mitgliedern dort andere Plakate überplakatiert haben, „dann nur, weil der politische Mitbewerber etwas illegal an unsere Fläche drangeklebt hat“.

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