Plettenberger Woche

Trotz Regen und Baustellen-Feeling: Veranstalter sind mit der Plewo-Resonanz zufrieden

Das feuerrote Spielemobil lockte am Sonntag zahlreiche Kinder an.
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Das feuerrote Spielemobil lockte am Sonntag zahlreiche Kinder an.

Die Plettenberger Woche (Plewo) lockte am Wochenende nur wenige Besucher in die heimische Innenstadt, die in einigen Bereichen noch immer nicht neu gepflastert war. Lediglich am Sonntag kamen mehr Besucher.

Plettenberg – „Es ist wichtig, dass die Plewo stattfindet“, betonte Bürgermeister Ulrich Schulte am Freitag, 27. August, zum Auftakt der Plettenberger Woche. Solche Veranstaltungen seien lange ausgefallen. Ehrenamtler trauten sich aktuell noch nicht, größere Events auf die Beine zu stellen. Zu hoch sei das Risiko einer Absage. Genau hier müsse die Stadt, müssten die Profis der Kultour GmbH einspringen und etwas auf die Beine stellen, sagte er.

„Schön, dass wir den Stephansdachstuhl wieder haben“, freute sich Kultour-Geschäftsführerin Sylvia Eick darüber, dass die Überdachung am Alten Markt endlich genutzt werden konnte. Am Donnerstag wurde der Boden fertiggepflastert. „So weit wie abgesprochen und gehofft“, sagte Eick.

Die Plettenberger Woche (Plewo) in Bildern

Die Plettenberger Woche Plewo in Bildern
Die Plettenberger Woche Plewo in Bildern
Die Plettenberger Woche Plewo in Bildern
Die Plettenberger Woche Plewo in Bildern
Die Plettenberger Woche (Plewo) in Bildern

Farbschmiererei

Manch einer mag sich über das Tempo wundern, mit dem in den letzten Tagen die Stadtsanierung vorangeschritten ist. Ob das so weitergeht? „Das wäre zu hoffen“, sagte Bürgermeister Schulte auf Nachfrage. Die mit dem Gesamtprojekt beauftragte Firma Boymann habe in den letzten Tagen selbst mit angepackt, erklärte er. Sonst seien die Pflasterarbeiten an ein Subunternehmen vergeben worden. Das sei wohl auch ab dieser Woche wieder der Fall.

Doch kaum war das neue Pflaster unterm Stephansdachstuhl gelegt, hatten Unbekannte einige Steine am Rand mit Farbe vollgeschmiert. Das sei „echt schade und sehr traurig“, sagte Eick. Auf die Schnelle ließ sich die Schmiererei nicht entfernen.

Dreh- und Angelpunkt des Stadtfestes war der Stephansdachstuhl. Am Freitag wurden hier mehrere Stehtische mit reichlich Abstand aufgebaut. Für Getränke war gesorgt. Der Lions-Club war mit einem Weinstand dabei. Die Vocalfacotry brachte an der Wilhelmstraße Bratwurst im Brötchen unter die Leute.

Mit Mundharmonika und Didgeridoo spielte die Andy Creek Band am Samstagnachmittag unter dem Stephansdachstuhl auf.

Hintergrundmusik

Für Musik sorgte am Freitag- und Samstagabend die Substanz-Partyband aus Plettenberg. „In halber Besetzung“ traten Ralf und Kathy Böcker auf, jeweils für sechs Stunden. „Das ‚Party’ können wir aus dem Namen streichen“, sagte Ralf Böcker mit einem Schmunzeln. Denn laute, mitreißende Musik, die zum Tanzen anregt, war wegen der Corona-Regeln nicht möglich. Dafür gab es dezente Hintergrundmusik. Stimmung kam abends auf. Prolight Plettenberg ließ die Innenstadt mit Scheinwerfern in bunte Farben tauchen.

Voll war es auch am Samstagnachmittag am neugepflasterten Alten Markt bei Weitem nicht. Die meisten Stehtische, die coronabedingt meterweit auseinander standen, blieben leer. Die Andy Creek Band spielte am Nachmittag des zweiten Plewo-Tages ganz unterschiedliche Songs – von Ed Sheeran bis Bob Dylan. Eingesetzt haben die drei Musiker auch Instrumente wie Mundharmonika und Didgeridoo.

Wenig Stände

Mit einer Handvoll Plewo-Ständen war das Angebot in der Fußgängerzone am Samstag überschaubar. Wie auch am Sonntag, nutzten die Standbetreiber die weißen Pavillons, die die Kultour GmbH für das Stadtdinner aufgebaut hatte.

Giesela Werda, zweite Vorsitzende der Seniorenvertretung, sei überrascht gewesen, „wie viele in der Stadt sind.“ Mit anderen Mitgliedern machte sie auf die Arbeit der Seniorenvertretung aufmerksam.

Als „sehr bescheiden“ beschrieb Jutta Johannes die Resonanz am frühen Samstagnachmittag, die ihren Tisch ein paar Meter weiter stehen hatte. Die Plettenbergerin hatte warme Socken, Schals und Mützen im Angebot, die sie hobbymäßig herstellt.

Natascha Dahlbüdding aus Plettenberg war mit ihrer Mollramer Seifenmanufaktur (MSM) dabei. Sie verkaufte handgemachte Seifen, Badezusätze und Kosmetik. „Deo-Creme ist der Bestseller“, sagte sie und zog am Samstagnachmittag ein gutes Fazit zur Resonanz — „dafür, dass es in der Stadt relativ leer ist“.

Hungrig musste keiner bleiben. Susanne Frommann backte mit ihrem Mobil-Café frische Waffeln. So richtig was los war hier – wie auch sonst in der Stadt — allerdings nicht. „Mehr als verhalten“, beschrieb die Landemerterin die Lage am frühen Nachmittag.

Positives Fazit

Der Sonntag war trotz anhaltenden Regens schon besser besucht. Vor allem das feuerrote Spielemobil zog viele kleine und große Besucher an, untermalt von der Musik der Formation Krümelmucke, die Musik für die Kleinsten spielte.

Kultour GmbH-Geschäftsführerin Sylvia Eick zeigte sich trotz des eher schlecht besuchten Freitags und Samstags zufrieden mit der Resonanz: „Das Konzept der kleinen Plewo ist aufgegangen“.

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