Schulte-Herausforderer

CDU lüftet Geheimnis um  Bürgermeister-Kandidaten

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CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak (2.v.li.) applaudierte dem neuen CDU-Bürgermeisterkandidaten Patrick Hansmann (re.) und wünschte ihm ebenso wie der Parteivorsitzende Adrian Viteritti (2.v.re.) und Fraktionschef Heiko Hillert (li.) viel Erfolg.

Plettenberg – Gut sechs Wochen nach der Bekanntgabe von Bürgermeister Ulrich Schulte, bei der Kommunalwahl im September erneut antreten zu wollen, steht nun auch fest, wer sein Herausforderer wird. Im Beisein von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nominierte die Plettenberger Ortsunion am Mittwochabend in Ohle den 38-jährigen Patrick Hansmann zu ihrem Bürgermeisterkandidaten.

Der Bankbetriebswirt, der als Risikocontroller bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis beschäftigt ist, kam in seiner Antrittsrede zunächst auf seinen Vorgänger zu sprechen: „Auch wenn ich mich auf die kommende Zeit freue, war es doch ein kleiner Wermutstropfen für die anderen und mich, dass Adrian Viteritti dieses Jahr, gut begründet, nicht noch mal zur Bürgermeisterwahl antreten wollte.“ Viteritti habe seinerzeit „schon eine ordentliche Hürde aufgestellt, die es zu nehmen gilt“, so Hansmann, der diese Herausforderung mit Unterstützung der Partei und Fraktion annehme. 

Nachfolgend skizzierte der seit zwölf Jahren verheiratete Vater einer sechsjährigen Tochter seinen Lebenslauf, der „wenig spannend, wenn nicht sogar fast langweilig erscheint“. Er wohne mit vier Generationen in seinem Elternhaus und habe „keine beruflichen Stationen in Rom, Madrid oder Shanghai vorzuweisen. Plettenberg hat mich als meine Heimatstadt quasi nie wirklich losgelassen“, so Hansmann, der dies auch als Beweggrund für die Kandidatur nannte: „Liegt es eigentlich nicht schon nahe, dass, wenn man sich für seine Kommune interessiert und sich einbringt und das Weiterentwickeln dieser Kommune einen besonderen Stellenwert einnimmt, sich auf das oberste Amt zu bewerben, um seine Ideen und Vorstellungen umsetzen zu können?“ 

Einen Bürgermeister stelle er sich so vor: „Vermittelnd, ausgleichend, auf andere zugehend und letzten Endes auf das Wohl der Stadt bedacht.“ Dem aktuellen Bürgermeister sei dies in seinen Augen an vielen Stellen nicht gelungen. „Ich glaube vielmehr musste er zu sehr zwischen ,seinen’ drei Parteien agieren, da blieb für andere kein Platz und keine Zeit mehr“, kritisierte Hansmann den Amtsinhaber, der zuvor nicht kommunalpolitisch aktiv gewesen sei. 

Dass Schulte sein Amt als ,Job' bezeichne, unterscheide beide voneinander. „Für mich ist das Amt des Bürgermeisters kein ,Job', den man mal so macht. Für mich ist es vielmehr eine Berufung und Quintessenz meines politischen Wirkens, die ich bereit bin für alle Bürger der Stadt mit Herzblut zu erfüllen“, so Hansmann abschließend.

Zur Person:

Der 38-jährige Plettenberger Patrick Hansmann zeigte sich bereits im Sommer letzten Jahres beim „Vorwahlkampf“ an der Seite des bis dahin hoch gehandelten Bürgermeisterkandidaten Adrian Viteritti, mit dem er zwei Videos zu lokalpolitischen Themen veröffentlichte und als Bewohner der Innenstadt vor allem die Innenstadtsanierung und das Parkraumkonzept kritisch beleuchtete. 

In der Plettenberger Ortsunion ist der Vater einer Tochter stellvertretender Parteivorsitzender. Er wirkt zudem in vielen Ausschüssen mit und ist seit sechs Jahren aktives Ratsmitglied. Hauptberuflich ist Hansmann als Bankbetriebswirt und Risikocontroller bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis in der Hauptstelle in Plettenberg beschäftigt. Mit dem ebenfalls bei der Sparkasse beschäftigten Uwe Kober, der die Nachfolge von Andreas Hollstein in Altena anstrebt, ist Hansmann der zweite aktuelle Bürgermeisterkandidat im Kreisgebiet. In der Plettenberger Schützengesellschaft ist Hansmann seit knapp vier Jahren als Rendant für die Finanzen des größten Plettenberger Schützenvereins verantwortlich.

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