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Stadtalarm: Kleinkind nach Rettung in Kinderklinik eingeliefert - Betreuungsbus im Einsatz

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Von: Hannah Decke, Georg Dickopf

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Hier begibt sich eine Notärztin zum eigens eingesetzten Betreuungsbus mit den sechs  geretteten Hausbewohnern.
Hier begibt sich eine Notärztin zum eigens eingesetzten Betreuungsbus mit den sechs geretteten Hausbewohnern. © Dickopf

Stadtalarm für die Feuerwehr Plettenberg. Im Erlenkamp brennt es im Keller eines Wohnhauses. Sechs Personen mussten von den Einsatzkräften gerettet werden.

Update vom 23. November, 20.14 Uhr: Sechs Menschen entkamen am Mittwochmorgen im Wohngebiet Eschen nur knapp einem Unglück. Nun gibt es den Verdacht, dass das Feuer im Keller vorsätzlich gelegt wurde – war es tatsächlich Brandstiftung?

Stadtalarm: Kleinkind nach Rettung in Kinderklinik eingeliefert - Betreuungsbus im Einsatz

[Erstmeldung] Plettenberg - Gefühlt stand das halbe Wohngebiet Eschen am Mittwoch voll von Feuerwehrautos. Nachdem klar war, dass zahlreiche Bewohner das Mehrfamilienhaus Im Erlenkamp durch das stark verrauchte Treppenhaus nicht mehr verlassen konnten, wurde kurz nach der Alarmierung um 9.30 Uhr Stadtalarm ausgelöst. Insgesamt rund 80 Feuerwehrleute, verteilt auf 24 (!) Einsatzfahrzeuge, säumten die Straßen rund um den Einsatzort.

Stadtalarm in Plettenberg: Kellerbrand – Mutter mit Kleinkind über Drehleiter gerettet

Zum Einsatzablauf: Die Feuerwehr bekam noch auf der Anfahrt durch den Disponenten der Kreisleitstelle die Information, dass der Treppenraum des Wohnhauses stark verraucht sei und Bewohner nach Hilfe riefen, weswegen das Alarmstichwort auf „F2-mehrfache Menschenrettung“ erhöht wurde.

Bei einem Kellerbrand im Plettenberger Wohngebiet Eschen mussten insgesamt sechs Hausbewohner über Steckleitern und die Drehleiter aus dem verrauchten Mehrfamilienhaus gerettet werden
Die Plettenberger Feuerwehr löste Stadtalarm aus, da bei einem Kellerbrand im Plettenberger Wohngebiet Eschen sechs Hausbewohner über Steckleitern und die Drehleiter aus einem verrauchten Mehrfamilienhaus gerettet werden mussten. © Dickopf

Vor Ort wurde bei der Erkundung bestätigt, dass der Treppenraum stark verraucht war und insgesamt fünf Personen in ihren Wohneinheiten von Rauch bedroht waren. Zudem zog der Brandrauch bereits in das Dachgeschoss des angrenzenden Wohnhauses, wo sich eine nicht gehfähige Frau befand, die sich nicht selber in Sicherheit bringen konnte. Aus diesem Grund wurde das Alarmstichwort nochmals erhöht, um in jedem Fall genug Einsatzkräfte für die Rettung zur Verfügung zu haben.

Während ein Atemschutztrupp zur Menschenrettung in den Treppenraum und die dort angrenzenden Wohnungen vorging, ging ein weiterer Atemschutztrupp in den Keller vor, wo schnell ausgemacht werden konnte, dass auf einer Fläche von circa einem Quadratmeter Unrat brannte. Der Brand konnte mit einem C-Rohr schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Parallel wurden die Personen in den Wohnungen über die Drehleiter und tragbare Leitern in Sicherheit gebracht. Die nicht gehfähige Person im Nachbarhaus wurde durch den Rettungsdienst mit einem Rettungsstuhl aus dem Gebäude gebracht. Die betroffenen Personen wurden allesamt in einen extra dafür angeforderten Linienbus der MVG gebracht und dort vom Rettungsdienst gesichtet und untersucht.

Im Anschluss daran wurde eine junge Frau mit ihrem Kleinkind zur vorsorglichen Kontrolle in eine Kinderklinik transportiert. Alle weiteren Personen bedurften nach Einschätzung der Notärztin keiner weiteren medizinischen Behandlung.

Bei einem Kellerbrand im Plettenberger Wohngebiet Eschen mussten insgesamt sechs Hausbewohner über Steckleitern und die Drehleiter aus dem verrauchten Mehrfamilienhaus gerettet werden
Die Plettenberger Feuerwehr löste Stadtalarm aus, da bei einem Kellerbrand im Plettenberger Wohngebiet Eschen sechs Hausbewohner über Steckleitern und die Drehleiter aus einem verrauchten Mehrfamilienhaus gerettet werden mussten. © Dickopf

Nach der Rettung der Bewohner wurde das Wohnhaus durch die Feuerwehr gründlich abgesucht und mittels Hochleistungslüftern von Brandrauch befreit.

Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Eigentümer und die mitalarmierte Polizei übergeben.

Im Einsatz waren neben der Feuer- und Rettungswache alle freiwilligen Einheiten der Feuerwehr Plettenberg.

Die Löschgruppen Holthausen und Oestertal besetzten während der Dauer des Einsatzes die Wache für eventuelle Paralleleinsätze. Einsatzkräfte holten die Bewohner aus dem Wohnhaus. Eine Mutter und ihr Kind mussten über die Drehleiter gerettet werden. Die anderen Betroffenen wurden über Steckleitern

Stadtalarm in Plettenberg - Kellerbrand
Der Rauch zog durch das gesamte Treppenhaus. © Georg Dickopf

Insgesamt waren mehr als ein Dutzend Atemschutztrupps im Einsatz, um das offene Feuer im Kellergeschoss mittels C-Rohr zu löschen und das Haus nach weiteren gefährdeten Personen zu untersuchen.

Auch wegen der benötigten Anzahl an Atemschutztrupps, die zumeist von jüngeren Einsatzkräften gestellt werden, war der Stadtalarm laut Feuerwehr-Sprecher Matthias Greth sinnvoll. Auch mehrere Streifenwagen der Polizei waren im Einsatz und sperrten unter anderem die Straße Im Erlenkamp ab.

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