Stadt und Politik drängen auf Verbesserungen durch Radwege, Ladesäulen und Schließfächer

Was die Stadt Plettenberg tun möchte, um die Radwege-Situation zu verbessern

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Stadt und Politik wollen das Radwegenetz in und um Plettenberg verbessern.

Plettenberg – Schier überall sind die Menschen derzeit auf ihren Fahrrädern unterwegs. Kein Wunder, dass der Ruf nach Verbesserungen in Sachen Radwegen, Ladesäulen oder Schließfächern immer lauter wird. Der Stadtrat diskutierte intensiv über diese Themen – und machte Hoffnung, dass sich in Zukunft einiges bewegen könnte.

Ein Radwegekonzept

Um das große Ganze zu sehen, braucht es ein Radwegekonzept für die Stadt Plettenberg. Das gibt es – es ist allerdings zehn Jahre alt. Die SPD pochte in einem Antrag darauf, dass dieses Konzept aktualisiert und jährlich fortgeschrieben werden sollte. Der Stadtrat schloss sich diesem Anliegen an, wobei nun zunächst die Priorität darauf liegt, dass eine Aktualisierung auf den Tisch kommt. Darin sollen auch das Klimaschutzkonzept, die Planungen für Radwege im gesamten Märkischen Kreis und auch die Ergebnisse des letzten Bürgerforums einfließen, wie Bauamtsleiter Sebastian Jülich ausführte.

Radwege

Während um den Radweg zwischen Plettenberg und Werdohlweiterhin gerungen wird, gibt es andernorts deutlich bessere Nachrichten. Der Radweg vom Grünetal nach Landemert wird durch den Märkischen Kreis weitergebaut, sodass die Radfahrer künftig nicht mehr die Landstraße nutzen müssen, um nach Landemert zu kommen. Darüber hinaus soll der Radweg zwischen der ehemaligen Firma Groll und Oesterau saniert werden. Hier hatte es Beschwerden wegen der schlechten Fahrbahn gegeben. „Die Maßnahme ist jetzt ausgeschrieben“, erklärte Jülich – die Arbeiten könnten also schon demnächst beginnen.

Die CDU hat darüber hinaus in einem Antrag angeregt, Fördergelder für Radwege zu nutzen, schließlich habe Bundesverkehrsminister Scheuer allein bis zum Jahr 2023 1,45 Milliarden Euro für den Radverkehr in Aussicht gestellt. Aber: „Viele Fördergelder verlangen vorher ein Konzept“, gab Jülich zu bedenken. Und: Es müssten passende Maßnahmen für Fördergelder gefunden werden. Dabei helfen soll künftig ein Beauftragter für Fördermanagement. Eine entsprechende Stelle ist seit kurzem im Plettenberger Rathaus besetzt. Jülich machte aber auch deutlich, dass „mehr Radwege auch Einschränkungen für den Autoverkehr“ bedeuteten.

Schließfächer

Im Gespräch sind zweierlei Arten von Schließfächern. Die einen sind von der FDP schon Ende 2017 vorgeschlagen worden und beschlossene Sache: Es handelt sich dabei um abschließbare Boxen, in die ein ganzes Fahrrad hineinpasst. Sie sollen am Bahnhof und in der Innenstadt aufgestellt werden.

Zusätzlich dazu schlug die SPD in einem Antrag für die Ratssitzung am Dienstag vor, kleinere Schließfächer anzuschaffen, in denen Akkus, Handys oder Tablets aufbewahrt werden können. Doch aus Sicht des FDP-Fraktionsvorsitzende Carsten Hellwig komme diese Ergänzung noch zu früh. „Wir sollten erstmal abwarten, wie die Fahrrad-Boxen überhaupt angenommen werden“, sagte er und regte zudem an, vor einem Beschluss für die Schließfächer erst einmal Kosten und Fördermöglichkeiten zu ermitteln und zu überlegen, wieviele Schließfächer wo aufgestellt werden sollen. Letztendlich einigte sich der Rat auch auf diese Vorgehensweise. Der Planungsausschuss soll sich mit dem Thema in seiner nächsten Sitzung wieder beschäftigen.

Ladesäulen

Sowohl die beschlossenen Fahrrad-Boxen, als auch die vorgeschlagenen Schließfächer sollen Lademöglichkeiten für die Akkus von Elektro-Fahrrädern und auch für Handys oder Smartphones bieten. Patrick Hansmann (CDU) brachte als Alternative zu den Schließfächern die Idee ins Spiel, Fahrradständer mit eingebauter Lademöglichkeit aufbauen zu lassen. Aber auch hier besteht Klärungsbedarf, denn die Frage ist, ob mit diesen Ladesäulen auch wirklich alle Fahrradakkus geladen werden können.

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