Das gilt für Gastronomie, Sportstätten und das Kino

Wie die Stadt Plettenberg mit den Corona-Lockerungen umgehen will

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Eine generelle Öffnung für die Sportplätze gibt es nicht.

Plettenberg – Es war viel auf einmal, das da am Mittwochnachmittag auf die Kommunen eingeprasselt ist. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen will das öffentliche Leben in Corona-Zeiten in mehreren Stufen lockern. Damit kommen auch eine ganze Reihe von Veränderungen auf die Stadt Plettenberg zu.

Wie das alles umgesetzt werden kann und soll, wurde gestern im Krisenstab besprochen. Danach konnte Bürgermeister Ulrich Schulte zumindest schon einen ersten groben Überblick geben, wie es in den einzelnen Bereichen vor Ort weitergehen soll.

Gastronomie

Das Land gibt vor, dass gastronomisches Angebot in Gaststätten sowohl drinnen als auch draußen unter Auflagen erlaubt sein sollen. Hier werde die Stadt jeweils im Einzelfall prüfen, ob die Restaurants in Plettenberg die Auflagen zu den Sicherheits- und Hygienevorschriften erfüllen. Sollte dies gewährleistet sein, spreche laut Bürgermeister nichts gegen eine Öffnung am kommenden Montag.

Sportstätten

Kontaktloser Breiten- und Freizeitsport ist seit gestern auf öffentlichen oder privaten Freiluftflächen wieder erlaubt – so sagt es das Land. Die bedeutet für die Stadt Plettenberg allerdings nicht, dass Sportplätze generell wieder geöffnet werden. Nur für Vereine, die sich vorher anmelden, um zum Beispiel auf einem Sportplatz laufen zu gehen, werden die Türen aufgeschlossen, sagt Bürgermeister Schulte, der so vermeiden will, dass sich Gruppen treffen, die zum Beispiel Fußballspielen möchten, was weiterhin nicht erlaubt ist.

Kleinveranstaltungen

Kleinere, öffentliche Veranstaltungen sollen wieder erlaubt werden. Auch hier wird die Stadt Plettenberg aber genau darauf achten, ob Sicherheits- und Hygienevorschriften eingehalten werden können und jeweils im Einzelfall entscheiden, kündigte Bürgermeister Schulte an.

Kino

Der Weidenhof hatte sich schon letzte Woche mit einem Antrag auf Wiedereröffnung an die Stadt gewendet, nun hat das Land immerhin in Aussicht gestellt, dass Kinos ab dem 30. Mai wieder geöffnet werden dürfen. „Dagegen werde ich mich auch nicht sperren“, sagte Bürgermeister Schulte, aber natürlich sei auch hier die Wiedereröffnung an ein Sicherheits- und Hygienekonzept gebunden, damit die Mindestabstände eingehalten werden können.

Und sonst?

Es bleibt darüber hinaus in diversen Bereichen Handlungsspielraum für die Kommunen, aber Ulrich Schulte rechnet ohnehin damit, dass es in den nächsten Tagen und Wochen Ausführungshinweise des Landes geben wird – zum Beispiel zu der Frage, welche Sportarten in Turnhallen ab dem 30. Mai wieder erlaubt sein sollen oder welche nicht.

Viel Arbeit steht an

Vor allem für das Ordnungsamt bedeuten die Lockerungen nun eine ganze Menge Arbeit, denn in vielen Bereichen müssen nun die Sicherheitsbestimmungen kontrolliert werden. Eine Umverteilung von Rathaus-Mitarbeitern als Unterstützung für die Ordnungsbehörde war bereits im Gespräch, aber bisher lehnte Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel dieses Angebot nach den Worten von Bürgermeister Schulte ab. Spiegels Argument: Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes müssten sich gerade in diesen Zeiten einwandfrei mit den Rechtsgrundlagen auskennen.

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