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Sperrung auf der A45: Viele Pendler im MK betroffen

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Von: Christos Christogeros

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Die Pendlerströme in und aus Plettenberg und Herscheid: Die meisten Einpendler (blau) zählte die Vier-Täler-Stadt aus Werdohl, die Ebbegemeinde aus Plettenberg. Die meisten Plettenberger Erwerbstätigen, die auspendeln (rot) müssen, arbeiten in Lüdenscheid.
Die Pendlerströme in und aus Plettenberg und Herscheid: Die meisten Einpendler (blau) zählte die Vier-Täler-Stadt aus Werdohl, die Ebbegemeinde aus Plettenberg. Die meisten Plettenberger Erwerbstätigen, die auspendeln (rot) müssen, arbeiten in Lüdenscheid. © IT.NRW

Erst die Sperrung der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Werdohl und Hagen, jetzt die Vollsperrung der A45: Berufspendler sind derzeit nicht zu beneiden. Gerade wer aus Dortmund oder Hagen nach Plettenberg zur Arbeitsstelle fahren muss, oder umgekehrt, muss in den kommenden Monaten weite Umwege fahren. Doch wie viele Arbeitnehmer sind davon betroffen?

Plettenberg – Dabei ist zunächst festzuhalten: Die Vier-Täler-Stadt landet sowohl bei der Ein- als auch bei der Auspendlerquote auf den hinteren Rängen im landesweiten Vergleich. Gemessen an der Bevölkerungszahl müssen überaus wenige Plettenberger die Stadtgrenze auf dem Weg zur Arbeit überschreiten. Auf der anderen Seite kommen auch verhältnismäßig wenige Auswärtige in die Vier-Täler-Stadt zum Arbeiten.

Demnach sind im Jahr 2020 täglich 6150 Menschen aus anderen Kommunen zur Arbeit nach Plettenberg gefahren. Laut IT.NRW bedeutet dies, dass 43,5 Prozent der in der Vier-Täler-Stadt Erwerbstätigen Einpendler sind. Ein auf den ersten Blick hoher Wert, doch in Relation zu den übrigen 395 NRW-Kommunen landet Plettenberg damit auf Rang 371, also im hinteren Feld.

Ähnliches zeigt sich auch bei der Auspendlerquote. Im vergangenen Jahr mussten 4731 Plettenberger auf dem Weg zur Arbeit täglich die Stadtgrenzen passieren. Laut IT.NRW bedeutet dies, dass 37,2 Prozent der Plettenberger Erwerbstätigen ihren Arbeitsplatz in einer anderen Kommune haben. Im NRW-Vergleich bedeutet dies Platz 382.

Das Ruhrgebiet

Hagen und Dortmund spielen für den Plettenberger Arbeitsmarkt dagegen eine untergeordnete Rolle. 2020 pendelten 109 Arbeitnehmer aus Hagen nach Plettenberg ein, aus Dortmund waren es 91. 126 Plettenberger pendelten im vergangenen Jahr täglich zur Arbeit nach Hagen, 115 nach Dortmund.

Die meisten Einpendler stammen aus Werdohl (859) und Lüdenscheid (809). 744 Herscheider verdienten ihre Brötchen ebenso in der Vier-Täler-Stadt wie 590 Neuenrader, 576 Attendorner und 448 Finnentroper.

Wer aus Plettenberg zur Arbeit auspendeln musste, den hatte es im vergangenen Jahr meist nach Lüdenscheid verschlagen – 961 Plettenberger hatten in 2020 hier ihren Arbeitsplatz. 538 Plettenberger pendelten täglich nach Herscheid, 524 nach Attendorn, 506 nach Werdohl und 193 nach Finnentrop.

IT-NRW weist darauf hin, dass diese Statistik aufgrund von Home-Office, Kurzarbeit und Schließungen im Zuge der Corona-Pandemie nicht so aussagekräftig sein kann, wie in den Jahren zuvor.

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