Verteilung der Endgeräte an Schulen

So viele Tablet-Computer erhalten die Schulen in Plettenberg

Die Tablets für die Schüler werden an die Schulen ausgeliefert.
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Die Tablets für die Schüler werden ausgeliefert: Sandra Noltsch, Leiterin der Zepplinschule (links), freut sich mit Stellvertreter Dr. Eberhard Stroben (vorne) über die Geräte, die Matthias Steinhoff (2. v.links) zusammen mit Frank Hormes (rechts, Sachgebietsleiter IT) und Henrieke Schütz (Mitarbeiterin IT) am Mittwoch überbrachte.

Endlich bekommen auch die Plettenberger Schüler die Tablets-PCs, die Anfang November bestellt wurden. Die Endgeräte – 367 für die Schüler, 220 für Lehrer – werden nun an die Schulen ausgeliefert, den Anfang machte am Mittwochnachmittag die Zeppelinschule.

Plettenberg – Auch wenn inzwischen im Wechselmodell wieder mehr Schüler im Präsenzunterricht in den Schulen sind, ist der Bedarf an den Geräten nach wie vor vorhanden. „Hier kommt nichts zu spät“, sagte Sandra Noltsch, Leiterin der Zeppelinschule am 19. Mai bei der Überreichung der ersten Kartons mit iPads am KBOP in Böddinghausen. Stellverteter Dr. Eberhard Stroben ergänzte: „Wenn wir die Geräte haben, arbeiten wir auch damit.“

Erst einmal ist vorgesehen, die iPads in der Schule zu behalten und stundenweise im Unterricht mit den Geräten zu arbeiten. Ziel ist es, die Schüler im Umgang mit den Geräten vertraut zu machen, und das gehe in der Schule besser, betont die Schulleitung der Zeppelinschule. Die Schüler sollen auch für den Fall mit den Geräten vertraut sein, sollte doch noch einmal eine Rückkehr in den Distanzunterricht nötig sein. In diesem Fall würden die Geräte dann an die Schüler ausgegeben.

Mit dem Zeitpunkt der Lieferung zeigte sich Matthias Steinhoff, Fachbereichsleiter Interne Serviceleistungen bei der Stadt Plettenberg, nicht ganz zufrieden. Dass es so lange gedauert habe, sah er kritisch. Dies liege an der Verbundbestellung, die auf der anderen Seite aber ermöglichte, mehr Geräte zu beziehen als ursprünglich geplant, nämlich 367 statt 318 Endgeräte für Schüler.

Bestellt wurden die Geräte am 4. November, einen Tag nach dem Ratsbeschluss zur Auftragsvergabe. Dass einzelne Kommunen ihre Bestellung früher abgegeben und dadurch ihre Geräte möglicherweise früher erhalten hätten, könne daran gelegen haben, dass Ratssitzungen dort früher stattfanden oder das Auftragsvolumen geringer war, sodass es keines Ratsbeschlusses bedurfte, erklärte Frank Hormes, Sachgebietsleiter IT bei der Stadt.

An der Ausschreibung über die Südwestfalen-IT (SIT) im September und Oktober vergangenen Jahres beteiligten sich insgesamt 27 Städte und Gemeinden, darunter auch Plettenberg. Insgesamt wurden über diese Sammelbestellung rund 12 400 Endgeräte, also iPads und Laptops, nachgefragt.

Im Fall von Plettenberg wurden nur iPads bestellt, weil diese leichter zu verwalten seien, so Hormes. Bei den iPads ließen sich Apps – also Anwendungen – fast gleichzeitig aufspielen. „Bei Laptops wäre das viel aufwendiger gewesen.“

Nach Eintreffen der Geräte am 12. Mai mussten diese noch ausgepackt, in Hüllen gesteckt, die iPads selbst ins städtische Inventar aufgenommen und nicht zuletzt die benötigten Programme aufgespielt werden. „Das war Fließbandarbeit.“

Die Kosten für die Anschaffung der 367 Schülerendgeräte belaufen sich auf 162 907,93 Euro – davon 143 478,90 Euro aus Fördermitteln aus dem Digitalpakt NRW. Die Verteilung an die Schulen erfolgt nach einem Schlüssel, auf den sich die Plettenberger Schulen geeinigt haben. Demnach erhält jeder Schulstandort 35 Geräte. Die dann noch übrigen Geräte solle die Realschule erhalten, erklärt Hauptschulleiterin Noltsch, deren Schule insgesamt 70 Schülergeräte erhält – 35 für das KBOP und 35 für den Standort an der Zeppelinstraße. „Wichtig war uns, dass jeder Standort mindestens einen Klassensatz hat. Der Bedarf ist dadurch aber noch nicht gedeckt.“

Das sieht auch Matthias Steinhoff als Vertreter der Stadt so: „Das war noch nicht das letzte Förderprogramm.“

Neben den Schülerendgeräten wurden auch 220 Lehrerendgeräte inklusive Tastaturen bestellt. Die Kosten hier: 106 952,71 Euro, davon 99 500 Euro aus Fördermitteln. Während die Geräte für die Schüler komplett ausgeliefert wurden, soll die Auslieferung der Lehrerendgeräte an die Schulen im Laufe der nächsten Woche abgeschlossen sein.

Ein weiterer Baustein in der digitalen Infrastruktur der Schulen ist außerdem die flächendeckende Ausstattung mit WLan. Dies soll laut Steinhoff bis zum Ende der Sommerferien geschehen, wofür 390 000 Euro aus dem Digitalpakt eingeplant sind. „Wir brauchen nur noch den formellen Zuwendungsbescheid, vorher dürfen wir mit den Arbeiten nicht loslegen“, so Steinhoff.

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