Geschäftsleute in Plettenberg

So bewertet der Einzelhandel im MK die ersten vorsichtigen Öffnungen

Seit Montag darf der Plettenberger Einzelhandel wieder öffnen.
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Hereinspaziert: Seit Montag darf der Plettenberger Einzelhandel – hier ist Bettina Neumann von Schmuck Bitzhenner zu sehen – die Geschäfte für den Einkauf mit Termin und negativem Corona-Schnelltest wieder öffnen.

Dank sinkender Infektionszahlen können Kunden nun wieder mit Termin in den Plettenberger Geschäften einkaufen. Das freut Geschäftsleute und Kunden, auch wenn deren Interesse am „Click and Meet“ noch überschaubar ist.

Plettenberg – Wir haben bei einigen Geschäftsinhabern in der Innenstadt nachgefragt.

2-Rad Meyer

Am Montagvormittag (17. Mai) war im Fahrradgeschäft 2-Rad Meyer noch nicht viel los, berichtet Inhaberin Nicole Rahn: „Wir haben an der Tür die drei Gs – getestet, geimpft, genesen – aber der große Ansturm ist noch nicht da.“ Das sei aber zu erwarten gewesen. Dass Einkaufen nur mit Termin und nach vorherigem Schnelltest möglich ist, habe damit auch etwas zu tun. „Viele möchten lieber spontan einkaufen gehen“, berichtet Rahn. Trotzdem gebe es einige, die sich telefonisch oder noch direkt an der Tür einen Termin besorgt hätten.

„Wir haben auch die Luca-App im Einsatz. Die Daten müssen wir so oder so aufnehmen und versuchen es nach Möglichkeit mit der Luca-App, sodass wir keine große Zettelwirtschaft haben.“ Auch den Kunden biete man bei der digitalen Kontaktnachverfolgung Hilfestellung. „Ein Mitarbeiter hat einer älteren Dame geholfen, die App auf dem Handy einzurichten“, sagt Rahn.

Die App kommt auch in der Werkstatt zum Einsatz, die bereits vor den gesunkenen Inzidenzzahlen geöffnet war und für deren Besuch kein vorheriger Termin nötig ist. Dort versuche man nach wie vor, den Kundenkontakt so gering wie möglich zu halten und das meiste vor der Tür abzuwickeln. „Das ist alles etwas umständlich“, sagt Rahn.

Unsicherheit oder Sorge, wie lange die jetzigen Einkaufsmöglichkeiten bestehen bleiben können, ehe sie möglicherweise wieder eingeschränkt werden müssen, ist bei Nicole Rahn nicht zu hören – sie schaut voller Optimismus in die Zukunft: „Eigentlich bin ich hoffnungsvoll, weil ich glaube, dass alle verstanden haben, dass man sich an die Regeln halten und auch nach den Lockerungen noch vorsichtig sein sollte.“

Modehaus Otto

„Wir freuen uns natürlich, dass wir wieder aufmachen dürfen“, sagt Philip Fries, Inhaber von Modehaus Otto. Sowohl telefonisch als auch direkt an der Tür – so ist es auf der Webseite des Modegeschäfts zu lesen – können Termine zum Einkaufen ausgemacht werden.

Einige Kunden hätten diese Möglichkeit zum Einkaufen mit Termin sowie mit einem negativen Corona-Schnelltest auch bereits genutzt. „Die Kunden sind natürlich auch froh, dass sie wieder einkaufen dürfen.“ Einige potenzielle Kunden würden sich jedoch davor scheuen, einen Schnelltest machen zu lassen, um einkaufen gehen zu können, so Fries. Dabei sei dies sehr einfach, auch dank der vorhandenen Testmöglichkeiten. In der Innenstadt hat schließlich letztens das vierte Corona-Testzentrum auf Plettenberger Stadtgebiet eröffnet (wir berichteten).

Die Möglichkeit, mit der Luca-App die Kontaktdaten der Kunden zu erfassen, soll im Modehaus Otto – wie in anderen Plettenberger Einzelhandelsgeschäften auch – eingesetzt werden. „Da sind wir dran“, so Fries, der außerdem darauf hofft, dass die Infektionszahlen niedrig und damit die Einkaufsmöglichkeiten bestehen bleiben. „Man hat in der Vergangenheit gesehen, dass es auch schnell in die andere Richtung gehen kann“, sagt der Geschäftsmann. „Die Unsicherheit ist auf jeden Fall noch da.“

Unklar sie auch noch, wie groß das Interesse der Kunden am Einkaufen per „Click and Meet“ insgesamt ist. Das müssten nun die kommenden Wochen zeigen, so Fries.

Juwelier Bitzhenner

„Wir sind natürlich begeistert“, sagt Annette Meister aus dem Team von Uhren und Schmuck Bitzhenner über die Rückkehr zum Einkaufen mit Termin. Am ersten Tag sei das Juweliergeschäft zwar noch nicht von den Kunden überrannt worden, aber die Terminvereinbarung funktioniere gut. „Wir sind froh, dass es wieder nach vorne geht.“

Schon einige Kunden hätten Termine vereinbart und dann auch wahrgenommen. „Das Buch ist natürlich noch nicht voll, wir haben noch viele freie Termine, aber es klappt ganz gut“, so Meister. So ließen sich häufig auch die Wunschtermine verwirklichen.

Weiterhin ohne Termin können Uhren und Schmuck an einem Tisch vor dem Geschäft zur Reparatur abgegeben beziehungsweise wieder abgeholt werden. „Das hat auch vorher schon gut geklappt“, sagt Meister. Gleiches gelte für den Einsatz der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung, die sich als sehr praktisch erweise.

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