So verhalten sich Patienten richtig

Was tun bei Coronavirus-Verdacht? So sollten sich Patienten verhalten

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Der Mundschutz spielt eine große Rolle um dazu beizutragen, dass sich der Coronavirus nicht weiter verbreitet.

Plettenberg – Das Coronavirus rückt zu uns nach Nordrhein-Westfalen vor. Seit vielen Tagen laufen im Hintergrund auch für Plettenberg die Vorbereitungen, wie sich Patienten und Ärzte verhalten sollten. Ein Überblick.

Was sollte ich tun, wenn ich den Verdacht habe, am Coronavirus erkrankt zu sein?

„Nehmen Sie telefonischen Kontakt zu Ihrem behandelnden Hausarzt auf“, rät das Kreis-Gesundheitsamt. Der Arzt werde dann telefonisch mit dem Patienten die weitere Vorgehensweise festlegen.

Kann ich auch direkt eine Praxis aufsuchen?

Bloß nicht! „Nicht unangemeldet eine Praxis aufsuchen“, warnt das Gesundheitsamt. Denn die Folgen für die Praxis wären gravierend; sie müsste vorübergehend geschlossen werden, weil sich andere Patienten im Wartezimmer und das Personal angesteckt haben könnten.

Auf was ist bei der Behandlung zu achten?

Der Patient wird mit dem Rettungswagen entweder in einer Praxis oder in einem Krankenhaus gebracht und in einem separatem Raum mit Mund-Nasen-Schutz behandelt und untersucht. Mit einem Schutzkittel, Handschuhen, Maske, Schutzbrille und Desinfektionsmittel stellt der Arzt sicher, dass er sich nicht ansteckt.

Sind die Ärzte in Plettenberg auf das Coronavirus vorbereitet?

Angesichts der Informationen und Praxishilfen, die Experten des Robert-Koch-Institurs, des Gesundheitsamtes und der Berufsverbände herausgeben, sagt Martin Boncek, der Sprecher der Plettenberger Ärzteschaft dazu: „Ich denke schon, dass die Arztpraxen soweit informiert sind und entsprechend handeln und ihr Bestes tun, um einerseits dem Patienten zu helfen und andererseits eine Ausbreitung zu verhindern.“

Wie ist es mit dem Plettenberger Krankenhaus?

„Wenn bei uns ein verdächtiger Patient per Rettungswagen eingeliefert wird, verbleibt er zunächst im Rettungswagen, wird mit einem FFP2-Mundschutz versehen und dann auf direktem Weg von dort in unser Isolationszimmer gebracht“, erklärte Krankenhaus-Geschäftsführerin Barbara Teichmann unlängst auf Nachfrage. Danach werde gemäß der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsamtes eine Laborprobe genommen und nach Berlin verschickt.

Welche Symptome deuten auf eine Coronavirus-Erkrankung hin?

Laut Gesundheitsamt treten folgende Symptome auf: Infektion der unteren Atemwege, gegebenenfalls mit Fieber und Husten.

Wie kann ich sicher gehen, dass ich nicht „nur“ an einer Grippe erkrankt bin?

Als Verdachtsfälle zählen aktuell nur Personen, die sich erstens bis zu zwei Wochen vor Beginn der Erkrankung in einem Risikogebiet aufgehalten haben – nach dem aktuellsten Stand der Experten des Robert-Koch-Instituts vom 21. Februar sind das die chinesische Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang. Oder zweitens besteht ein begründeter Verdacht, wenn der Patient in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem labordiagnostisch gesicherten Coronavirus-Erkrankten gehabt hat.

Also besteht nur bei einer dieser beiden Voraussetzungen ein Verdacht auf eine Coronavirus-Erkrankung?

Aktuell ja. „Sofern keine dieser Voraussetzungen zutrifft, besteht für Sie nach aktueller Einschätzung kein Anhaltspunkt für die Annahme einer Coronavirus-Infektion“, schreibt das märkische Gesundheitsamt.

Wird das Coronavirus Plettenberg erreichen?

„Früher oder später wird das Virus zu uns kommen“, ist der Plettenberger Kinderarzt Michael Achenbach überzeugt. Das Ziel werde sein, die Ausbreitung zu verlangsamen, um mehr Zeit zu haben, um einen Impfstoff zu entwickeln.

Info: Am Mittwoch wurde derweil der dritte Coronavirus-Verdacht im Märkischen Kreis bekannt. Das Gesundheitsamt wurde zu einem Hotel in Iserlohn gerufen. Ein Patient mit grippeähnlichen Symptomen wurde untersucht.

Wie sich die Lage in NRW und Deutschland weiter entwickelt, zeigt unser aktueller Newsticker auf. 

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