Keine Volksfeste wegen Corona: Fester Standplatz als Notlösung

Kirmes to go: Mandelwagen von Schausteller-Familie kommt gut an

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Ein Stück Kirmes zum Mitnehmen: Mutter Carolin Feldmann, Tochter Lorena und Sohn Toni wollen ihren Besuchern die Coronakrise versüßen.

Plettenberg – Die neuerlichen Corona-Lockerungen bedeuten für viele Plettenberger einen weiteren Schritt in Richtung Normalität – nicht aber für die Familie Feldmann. Volksfeste und Kirmessen sind bis Ende August weiterhin nicht möglich, damit müssen sich die Schausteller notgedrungen abfinden.

„Das tut schon weh“, gibt Toni Feldmann unumwunden zu. Und seine Mutter Carolin ergänzt, dass sie vor allem den Kontakt zu den Menschen vermisse, der für die Familie normalerweise den bunten Alltag prägt.

Ebenso schwerwiegend sind für die Feldmanns die finanziellen Einbußen: Weil ohne Verkaufsstände keine Einnahmen generiert werden konnten, boten die Schausteller zunächst einen Lieferservice in Plettenberg und in der näheren Umgebung an. Die Süßwaren fanden anfangs viele Abnehmer. Doch nach zwei, drei Wochen sei das Interesse deutlich abgeflaut, erzählt Toni Feldmann, während er die Zuckerwattemaschine reinigt.

Wegen Coronavirus finden keine Jahrmärkte statt

Daher nahm Vater Sven Feldmann Kontakt zu Koch Daniel Ochtendung auf. Dieser hatte gute Erfahrungen mit seinem Burger-Service gemacht und bot umgehend seine Hilfe an: Seit einer Woche steht nun auf dem Parkplatz vor dem Festsaal Ochtendung an der Herscheider Straße der Mandelwagen der Familie Feldmann – unübersehbar aufgrund der bunten Fähnchen.

Dort bieten die Plettenberger täglich gebrannte Mandeln, Lutscher, Zuckerwatte und mehr an. Die Besucher können bequem mit dem Auto vorfahren, aussteigen und den Mandelwagen abschreiten. Hygienevorgaben und Mindestabstände werden dabei stets beachtet, betont Toni Feldmann.

Süßes unter freiem Himmel selbst aussuchen – das komme gut an, sagen die Schausteller. Und kurz darauf hält auch schon der erste Wagen: Das Ehepaar Tereschanski ist auf dem Rückweg von der Arbeit auf den Wagen aufmerksam geworden. „Wir sind keine klassischen Kirmesbesucher, aber diese Idee finde ich toll“, sagt Manuela Tereschanski, die für sich und ihren Mann eine Tüte gebrannte Mandeln mitnimmt.

„Wir hoffen, dass sich unser Angebot herumspricht“, sagt Toni Feldmann. Die Kirmes-Saison für dieses Jahr hat er indes noch nicht in Gänze abgehakt. Er und seine Familie hoffen, zumindest im Herbst eine Kirmes in Köln bereichern zu dürfen. Bis dahin konzentrieren sich die Feldmanns auf ihre Mandelbude in Holthausen und freuen sich auf viele Besucher.

Öffnungszeiten

Der Wagen ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen können bei Sven Feldmann erfragt werden, unter der Telefonnummer (01 75) 2 90 81 51.

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