Türkische Gemeinde in Plettenberg

Ramadan-Ende: Darum rechnet Moschee-Gemeinde mit wenig Besuchern zum Zuckerfest

So dicht wie auf diesem Bild von 2017 kann man coronabedingt nicht sitzen.
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So dicht beieinander wie auf dieser Aufnahme von 2017 werden die gläubigen Muslime zum Ende des diesjährigen Ramadan coronabedingt nicht sitzen können. Allgemein wird mit deutlich weniger Besuchern gerechnet als in den Jahren vor Corona.

Der muslimische Fastenmonat Ramadan geht zu Ende. Größere Feierlichkeiten gibt es wegen der Corona-Pandemie allerdings nicht.

Plettenberg – Von Donnerstag bis Samstag feiern Muslime das Ende der Fastenzeit, die – in diesem wie im vorigen Jahr – von der Corona-Pandemie geprägt ist. Das sonst übliche abendliche Fastenbrechen fand nur im kleinsten Kreis statt oder auch gar nicht, weil sich viele aus Angst vor einer Ansteckung stark zurückgezogen haben. Das hatte Bülent Cakmak, der Vorsitzende des Türkischen Kulturvereins, schon zu Beginn des Fastenmonats gesagt. Nun, an dessen Ende, hat sich wenig daran geändert.

„Nicht viel stattfinden“

„Es wird nicht viel stattfinden, da Besuche von vielen Menschen nicht gestattet sind“, sagt Cakmak. Sonst sei es üblich, dass die Älteren das Frühstück vorbereiten und die Jüngeren dann zu Besuch kommen. Dann wird gemeinsam gegessen, auch viele Süßigkeiten.

In diesem Jahr werden es wohl weniger dieser Besuche sein, stattdessen werde mehr angerufen. „Man wünscht sich über das Telefon alles Gute, so wie es an Weihnachten auch die Christen machen“, sagt Cakmak.

In und an der Moschee wird es am Donnerstagmorgen, dem ersten Ramadan-Feiertag, um 6.25 Uhr ein Feiertagsgebet geben. Danach würden sich die Leute dann üblicherweise verteilen und – in diesem Jahr wohl in weitaus geringerem Maße – gegenseitig besuchen.

Zum Feiertagsgebet kommen üblicherweise 450 bis 500 Personen. In diesem Jahr rechnet Cakmak mit höchstens 200 bis 220 Teilnehmern, also nur zehn bis 20 Leute mehr, als sonst zum Freitagsgebet erscheinen. Für so viele Leute reiche der Platz drinnen und – für die, die draußen bleiben möchten – auch auf dem Hof aus, selbst mit Abstand.

Einmal-Gebetsteppich

Auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen werde dabei natürlich geachtet. Neben Abstand gehört auch das Tragen einer Maske dazu. „Die Leute sind alle von uns informiert, dass sie nur mit Maske hineinkommen können“, sagt Cakmak. Auch ein eigener Gebetsteppich muss aus Hygienegründen mitgebracht werden. Wer seinen vergessen hat, bekommt einen Einmal-Gebetsteppich aus Papier zur Verfügung gestellt, erklärt Cakmak.

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