Nachfrage gestiegen

Plötzlich steigt der Bedarf: Baumärkte und Discounter verkaufen OP- und FFP2-Masken

Peter Parofskie vom Baumarkt Hiesserich bestätigt gestiegene Nachfrage
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Peter Parofskie vom Baumarkt Hiesserich an der Königstraße kann bestätigen, dass die Nachfrage nach FFP 2-Masken in der letzten Zeit stark angestiegen ist. Er müsse immer wieder nachbestellen.

Einfache Stoffmasken haben ausgedient – jedenfalls in Geschäften, Gottesdiensten, öffentlichen Verkehrsmitteln und Arztpraxen. Denn hier müssen ab Montag medizinische Masken oder FFP 2-Masken getragen werden. So will es die Corona-Schutzverordnung. Wo diese – neben Apotheken – noch zu bekommen sind? Wir haben uns stichprobenartig umgesehen.

Plettenberg – Einer, der noch beide Modelle auf Lager hat, ist der Baumarkt Hiesserich an der Königstraße. „Wir bestellen andauernd nach“, erklärt Inhaber Peter Parofskie. Die Nachfrage sei in letzter Zeit deutlich gestiegen. Wer Einwegmasken oder FFP 2-Masken haben möchte, muss vorher anrufen und einen Abholtermin vereinbaren (Tel. 0 23 91 / 18 17). Denn Privatkunden dürfen den Markt wegen der Corona-Regeln aktuell nicht betreten.

Beim Drogeriemarkt Rossmann heißt es: Die FFP 2-Maskenpflicht in Bayern, die dort schon seit Anfang letzter Woche gilt, sei für den Handel „sehr überraschend“ gekommen. Man habe schnell reagiert, um die Kunden mit den Produkten versorgen zu können.

„Aufgrund der bundesweiten Anordnung sehen wir uns mit einem ad hoc steigenden Bedarf konfrontiert“, so Tracy Wiafe, Referentin für Unternehmenskommunikation. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, auch diesem gerecht zu werden – hätten uns aber etwas mehr Vorlauf gewünscht, um die Maßnahmen adäquat umsetzen zu können.“

Für Kunden bedeutet das: Die Abgabemenge ist auf eine Packung pro Person reduziert. Das gilt für FFP 2-Masken, ebenso wie für die noch mehr und nur den Träger schützenden FFP 3-Masken. Auch für letztere sei die Nachfrage zuletzt „stark gestiegen“.

Die Preise für die einzelnen Modelle variierten. Richtwert: Eine FFP 2-Maske kostet circa zwei Euro, eine FFP 3-Maske etwa drei Euro, eine OP-Maske zwischen 50 und 70 Cent. Bei unserem Besuch am Samstag war noch eine große Auswahl erhältlich – prominent platziert im Eingangsbereich.

FFP 2-Masken bald auch im Aldi

Auch die Discounter reagieren auf den neuen Beschluss von Bund und Ländern. Lidl biete in seinen Filialen FFP 2-Masken „solange der Vorrat reicht an“, wie Isabel Lehmann von der Lidl-Pressestelle auf Nachfrage berichtet. „Die Masken sind CE-zertifiziert.“

Auch bei Aldi soll es bald die geforderten Masken geben. „Wir werden unseren Kundinnen und Kunden in den nächsten Wochen FFP 2-Masken anbieten“, so Verena Lissek von der Unternehmenskommunikation. Verkaufsstart und Preis stehen bisher noch nicht fest und werden noch bekannt gegeben.

Im Rahmen des Standardsortiments gebe es bei Aldi Nord bereits dauerhaft „einfache Mund-Nasen-Masken für den privaten Gebrauch.“ Weiter erklärt der Discounter: „Zusätzlich bieten wir unseren Kunden regelmäßig verschiedene Einweg- sowie Stoffmasken im Rahmen unseres wöchentlich wechselnden Aktionsangebots an. Ab sofort finden unsere Kunden diese auch dauerhaft im Kassenbereich.“

Nicht alle Modelle verfügbar

Im Rewe-Markt gab es zuletzt unter anderem noch Einwegmasken im 50er Pack, angeboten kurz vor dem Kassenbereich.

Im Action-Markt, wo wegen der Corona-Regeln derzeit viele Produktkategorien mit Folie abgesperrt sind, liegen medizinische Masken in den Regalen. Angeboten werden sie in unterschiedliche Mengen.

Der Toom-Baumarkt in Eiringhausen führt verschiedene Mundschutz-Modelle – nicht alle sind auf Lager. Auf der Internetseite (toom.de) kann man das Häkchen bei „In Plettenberg verfügbar“ setzen. FFP 2-Masken waren am Wochenende vor Ort nicht mehr zu kriegen, dafür aber Einwegmasken, zum Beispiel in der 25er Packung.

Wichtig: Der Toom-Baumarkt darf wegen der Corona-Regeln von Privatpersonen im Moment nicht betreten werden. Produkte können online reserviert und dann vor Ort abgeholt werden.

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