Hausmeister ruft Feuerwehr

"Land unter": Nach strömendem Regen steht ehemaliges Hallenbad unter Wasser - schon wieder  

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Ein Hausmeister hat die Feuerwehr zum ehemaligen Hallenbad in Plettenberg gerufen. 

[Update] Gut zwei Jahre nach dem heftigen Sturm im Juni 2018 wurde die Plettenberger Feuerwehr Montagmorgen zum alten Hallenbad in Böddinghausen gerufen. Der aufmerksame Hausmeister meldete Land unter in den Räumen der Ganztagsbetreuung.

Plettenberg - Das Wasser strömte durch ein eimergroßes Loch in der Dachkonstruktion und von dort in die Unterrichtsräume und setzte alles unter Wasser. Vom Obergeschoss suchte sich das Wasser weiter seinen Weg und sickerte durch die Zwischendecken auch in die Räume des Schwimmvereins. Die ausgerückte Feuerwache und die Löschgruppe Ohle mussten tausende Liter Wasser abpumpen.

In dem Gebäude beklagte man bereits vor zwei Jahren einen massiven Wasserschaden. Das Wasser kam den Einsatzkräften seinerzeit bereits im Treppenhaus entgegen. Das Schadensbild war sehr ähnlich. 

Hallenbad unter Wasser: Nicht der erste massive Wassereinbruch

Dass es in relativ kurzer Folge und noch dazu nach einem eher mittelschweren Gewitter erneut zu so einem massiven Wassereinbruch kommt, wirft Fragen auf. Ob die Dachkonstruktion, bei der das Regenwasser mittig nach beiden Seiten abgeleitet wird, möglicherweise ungeeignet ist für die hiesigen Wetterlagen oder ob ein Konstruktionsfehler vorliegt, dürfte noch zu klären sein.

Das Wasser strömte nach Auskunft von Bürgermeister Ulrich Schulte durch die Decke, nachdem ein Regenableitungsrohr dem Wasserdruck im Bereich einer Rohrverbindung nicht mehr standgehalten hatte.

Architekt Karl Michael Krach, der an der Konstruktion nicht beteiligt war, erklärte, dass die hier verwendete Konstruktion eines Flugdaches, das im Volksmund Schmetterlingsdach genannt werde, an sich nicht ungewöhnlich sei. Entscheidend sei dabei, dass das Wasser entsprechend sicher abgeleitet werde.

Die ausgerückte Feuerwache und die Löschgruppe Ohle mussten tausende Liter Wasser abpumpen.

Was bei dem letzten Wasserschaden und der Dachsanierung vor zwei Jahren möglicherweise falsch ausgeführt wurde, konnte auch Bürgermeister Ulrich Schulte am Montag nicht sagen. Man werde aber alles tun, das Problem dauerhaft zu lösen. „Wir setzen alles daran, dass so etwas nicht noch einmal passiert“, sagte Schulte, der zur Schadenshöhe, die im fünfstelligen Bereich liegen dürfte, noch keine genauen Angaben machen konnte. Er habe den Fall an die Versicherung weitergeleitet. Zum Schulstart am Mittwoch werden die Räume definitiv nicht nutzbar sein. Und auch der Schwimmverein muss Ausweichräume finden.

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