Veranstaltungsbranche macht auf Notlage durch Corona-Beschränkungen aufmerksam

Aktion "Night of Light": Deswegen leuchtete Plettenbergs Schützenhalle in Rot

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Veranstalter Christian Burghaus beteiligte sich an der bundesweiten Aktion „Night of Light“ und strahlte die Schützenhalle rot an – schließlich stehe seine Branche auf der Roten Liste aufgrund des Einnahmenausfalls.

Plettenberg – Die Schützenhalle tiefrot: Christian Burghaus von Esta Loca Entertainment hat sich am Montag an der Aktion „Night of Light“ beteiligt. Damit will die Veranstaltungsbranche auf ihre Probleme hinweisen – schließlich ist diesem Wirtschaftszweig aufgrund des Wegfalls von Großveranstaltungen in Zeiten der Corona-Pandemie die Arbeitsgrundlage entzogen worden.

Mit tausenden Kollegen deutschlandweit hat Burghaus daher mit diesem Lichtspiel auf die angespannte Situation der Veranstaltungsbranche aufmerksam gemacht. „Wir wollen zeigen, dass wir noch da sind.“

„Die Lage ist ernst!“, sagt Burghaus. Seit Anfang März sind die Einnahmen der Branche so gut wie komplett weggebrochen. Bis mindestes Ende Oktober sind große Veranstaltungen noch verboten. Viele Unternehmen der Eventbranche kämpfen in Corona-Zeiten ums Überleben. Die Branche setzt sonst jährlich bundesweit gut 130 Milliarden Euro um.

„Viel Urlaub, wenig Geld“, beschreibt Burghaus die letzten Monate. Auch reichten die Soforthilfen vom Bund nicht, sie deckten vielleicht die Fixkosten, so der Veranstalter aus Lennestadt. Im beschlossenen Konjunkturpaket der Regierung ist kein Sonderhilfsfonds für Veranstaltungsunternehmen vorgesehen.

Coronavirus: Beschränkungen machten alle Planungen zunichte

Burghaus hatte für die letzten Monate viele Veranstaltungen in der Umgebung in Vorbereitung, so auch eine 90er Jahre Party mit dem schwedischen Popstar Dr. Alban im April in der Plettenberger Schützenhalle. Doch dann kam Corona – und machte alle Planungen seit Anfang März zunichte.

Jetzt mit den Lockerungen möchte er versuchen, wieder erste Veranstaltungen zu organisieren und den Menschen etwas Abwechslung zu bieten. Dazu ist er mit dem Ordnungsamt in Attendorn im Gespräch. Mit großen gezeichneten Kreisen und entsprechend Abstand zueinander, könnten auf einem Fitnessstudio-Parkplatz erste Konzerte wieder möglich werden.

Für Plettenberg denkt Christian Burghaus über Beachclub-Partys nach, vielleicht vor der Oesterhalle zusammen mit dem Plettenberger Veranstalter Andrea Saladdino, wie Burghaus am Montag erklärte. Corona hat die beiden ehemaligen Konkurrenten zu Partner werden lassen.

Nach der Station Plettenberg hat Burghaus am Montagabend noch ein Gebäude in Attendorn und zwei in Lennestadt in der Farbe rot angestrahlt. Deutschlandweit hatten sich tausende an der „Night of Light“ beteiligt.

Das steckt hinter der Aktion "Night of Light"

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