Die Plettenberger Hallenschule hat eine neue Leiterin

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Mit dem neuen Schuljahr ist Nicole Friedrich für die Leitung der Hallenschule verantwortlich.

Plettenberg – Mit dem zurückliegenden Schuljahr ging an der Hallenschule der langjährige Leiter Gerhard Haas in den Ruhestand. Mit dem neuen Schuljahr übernimmt nun Nicole Friedrich die Verantwortung.

Die 49-Jährige ist seit anderthalb Jahren an der Schule und so richtig eigentlich auch erst mit dem Beginn des Schuljahrs 2019/20. Friedrich kam nach ihrem Referendariat und einiger Zeit als Vertretungslehrerin in Dortmund in den Hochsauerlandkreis, zunächst ebenfalls als Vertretungskraft. Nach einem Abstecher an eine Schule in Sundern, wo sie weiterhin mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt, kam sie an die Regenbogenschule in Arnsberg, wo sie mehr als zehn Jahre tätig war.

Schon dort bemerkte sie ein Interesse am Thema Schulleitung. „Ich wollte mehr an der Entwicklung der Schule beteiligt sein“, sagt sie. Deswegen habe sie noch in Arnsberg eine Schulleitungsqualifikation erworben und sich dann nach zwei Jahren nach entsprechenden Stellen umgeschaut. So bewarb sie sich dann auch erfolgreich auf die lange Zeit unbesetzte Konrektorenstelle an der Hallenschule.

In ihrem ersten Halbjahr – ab Februar 2019 – musste sie einen Spagat zwischen ihrer neuen und der alten Schule bewältigen, denn in Arnsberg war sie weiterhin als Klassenlehrerin einer vierten Klasse eingespannt. In Plettenberg war sie deswegen zunächst an einem Tag in der Woche, ab Mai 2019 dann an drei Tagen. Nach den Sommerferien 2019 startete sie dann ihr erstes volles Schuljahr als stellvertretende Schulleiterin der Hallenschule und übernahm auch eine Klassenleitung.

Dass ihr erstes Jahr als Konrektorin zugleich das letzte von Schulleiter Gerhard Haas sein sollte, erfuhr Friedrich erst kurz vor Antritt ihrer Stelle. „Nachdem ich wusste, dass Herr Haas geht, habe ich mich dann auf die Schulleitungsstelle beworben.“ Denn dass sie gerne an der Hallenschule mit ihrem tollen Kollegium bleiben wollte, stand für sie fest. Dass sie nur so kurz mit ihrem Vorgänger zusammenarbeiten konnte, bedauert sie allerdings: „Ich muss wirklich sagen, dass ich gerne länger mit ihm im Team gearbeitet hätte.“

Kolloquium steht noch im September an

Um auch die Schulleitung übernehmen zu können, musste Friedrich an einem sogenannten Eignungsfeststellungsverfahren teilnehmen. Die dafür nötigen Prüfungen bestand sie im Juli. Diese seien kein Selbstläufer. „Ich habe mich intensiv darauf vorbereitet.“ Ganz abgeschlossen ist der Prozess noch nicht, denn eine dienstliche Beurteilung seitens der Schulrätin steht noch im September an – in Form eines Kolloquiums. Ist auch dieser Schritt abgeschlossen, könne es aber noch bis Oktober dauern, bis ihr auch offiziell ihre Urkunde übergeben wird.

Daneben hat sie sich auch mit ihrem Vorgänger Gerhard Haas auf die Übernahme der Schulleitung vorbereitet. „Er hat mir alles ganz gründlich erklärt und übergeben“, sagt Friedrich. Durch die Corona-Pandemie sei dies auch etwas anders verlaufen als ursprünglich erwartet. Sonst feststehende Abläufe, etwa auch bei der Einschulung der neuen Erstklässler, mussten an neue Vorgaben angepasst und zum Teil stark verändert werden.

„Wir konnten die Dinge nicht so übernehmen, wie Herr Haas sie in all den Jahren in bewährter Form durchgeführt hat“, erzählt Friedrich. Ohne die Coronakrise hätte man im Vorfeld der Übergabe vielleicht noch weitere Dinge ansprechen können, für die nun die Zeit fehlte. Das heiße aber nicht, dass die Übergabe nicht gut funktioniert habe.

Nun ist Nicole Friedrich für die Hallenschule verantwortlich und hofft erst einmal die Einschulung unter Corona-Bedingungen gut über die Bühne zu bringen. „Es ist schon eine Herausforderung, dass man nun in dieser Position den ersten Kontakt mit den Eltern hat und dass nun diese Verantwortung auf mir ruht“, sagt sie. Sie hoffe in ihrer neuen Rolle allen gerecht zu werden, vor allem den Schülern, aber auch den Kollegen gegenüber, die in der jetzigen Situation auch geschützt werden müssten.

Als neue Schulleiterin möchte Friedrich im Großen und Ganzen an vielem Bewährten festhalten, aber nach und nach auch eigene Ideen und Vorstellungen verwirklichen. Besonders wichtig für das kommende Schuljahr hält sie – auch vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen aus der Coronakrise – das Thema Digitalisierung.

„Wir müssen die Arbeit im Bereich digitale Medien intensivieren“, sagt Friedrich. Dazu habe man eine Steuergruppe gewählt, die sich genau um dieses Thema kümmert. Neben dem Medienkonzept soll es dabei auch um das Knowhow der Lehrer gehen. „Wir wollen uns mit Fortbildungsreihen vorbereiten und darauf den Fokus legen.“

Eine ganz andere, vor allem logistische Herausforderung, die Friedrich zu meistern hat, ist die Leitung einer Schule mit zwei Standorten. Bisher habe man es so gehandhabt, dass sie sich als Konrektorin schwerpunktmäßig um einen Standort kümmerte, in diesem Fall um den Standort Hallenschule. Da Friedrich als Schulleiterin noch keinen Konrektoren an ihrer Seite hat, kümmert sie sich zunächst um beide Standorte und muss den Standort Ohle auch noch besser kennenlernen.

„An der Hallenschule sind mir die Mitarbeiter und auch die OGS-Leitung schon vertraut, das muss ich in Ohle noch einstielen.“ Die Aufteilung ihrer Zeit auf beide Standorte neben der Leitung ihrer eigenen Klasse sei nicht ganz einfach. „Ich muss organisieren, wann ich wo bin“, sagt Friedrich, die sich dabei aber auf die Unterstützung ihrer Kollegen verlassen könne.

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