Stadtkönigschießen in Plettenberg

Neuer Stadtkönig im Scheinwerferlicht gekrönt

Gleich zwei Könige wurden am Samstag in Eiringhausen beim Stadtvogelschießen gekürt: Philipp Denter (links) entschied das Jedermann-Schießen für sich, neuer Stadtkönig wurde Jörg Roch von den Sundheller Schützen.
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Gleich zwei Könige wurden am Samstag in Eiringhausen beim Stadtvogelschießen gekürt: Philipp Denter (links) entschied das Jedermann-Schießen für sich, neuer Stadtkönig wurde Jörg Roch von den Sundheller Schützen.

Jörg Roch ist der neue Plettenberger Stadtkönig. Mit dem insgesamt 406. Schuss gelang es dem Sundheller Schützen am Samstag (4. September), den hölzernen Aar zu erden. Zu dem Zeitpunkt war es schon deutlich nach 21 Uhr und dunkel, der Jubel am Eiringhauser Schießstand umso größer. Am Nachmittag hatte Philipp Denter bereits den Jedermann-Vogel geschossen.

Plettenberg – Nach bald zwei Jahren Corona-Pause herrschte endlich mal wieder Schützenfest-Stimmung. Durchweg blickte man am Samstag in fröhliche Gesichter. 200 Gäste waren aus allen Plettenberger Schützenvereinen nach Eiringhausen gekommen. Auch einige Herscheider waren dabei. „Darüber haben wir uns riesig gefreut“, sagte Eiringhausens Pressewart Thorsten Kirchhoff. „Wir sind rundum zufrieden“, lautete das Fazit am Samstagabend.

Das lag auch am Wetter, das besser wohl kaum hätte sein können. Der befreundete Musikverein Dermbach sorgte den ganzen Nachmittag für passende Musik – und spielte eine ganze Weile länger als ursprünglich geplant. Richtig Stimmung kam beim Klassiker „Auf der Vogelwiese“ auf. Für Getränke und Leckeres vom Grill war gesorgt.

Der Höhepunkt des Tages war das Stadtvogelschießen. Das findet alle vier Jahre statt, musste letztes Jahr coronabedingt allerdings ausfallen. 2016 gelang dem Eiringhauser Holger Schelper der entscheidende Treffer, weswegen die Äggeriner Schützen das Schießen ausgerichtet hatten.

Schießen konnten die Altmajestäten aller Vereine. Rund 50 machten mit, als es mit einer guten Stunde Verspätung gegen 17 Uhr losging. Den ersten Schuss setzte Thorsten Kirchhoff, bei vielen als eine Art (inoffizieller) Ortsvorsteher von Eiringhausen bekannt, stellvertretend für Ulrich Schulte ab. Der Bürgermeister kam später noch zum Schießstand.

Nach und nach wurden die Insignien geschossen. Die Oestertaler Schützen sicherten sich mit Schuss 218 noch den linken Flügel. Der rechte Flügel wurde aus Zeitgründen irgendwann nicht mehr geschossen. Ganze 143 Schuss waren später noch mit dem Schwerkaliber-Gewehr nötig, bis auch der Rumpf des Vogels nachgab.

Für das Stadtvogelschießen war es eine Premiere, dass sich dieses bis in die Dunkelheit zog. Zwischendurch wurden Scheinwerfer auf den Holzvogel gerichtet. „Nachtschießen“, hatte der frischgebackene Stadtkönig Jörg Roch kurz nach seinem entscheidenden Treffer passend gerufen.

Vogelschießen für Jedermann

Den Nachmittag starteten die Schützen mit dem „Vogelschießen für Jedermann“. Philipp Denter gelang es mit dem 366. Schuss, das hölzerne Federvieh zu erledigen. Vorher sicherten sich bereits Dirk Wille (Zepter, 81. Schuss), Roger Ackerschott (Apfel, 95. Schuss), Frank Willing (Krone, 115. Schuss), Andreas Ulbrich (linker Flügel, 215. Schuss) und Stephan Wegener (rechter Flügel, 342. Schuss) die Insignien.

An Corona kam natürlich auch bei dieser Veranstaltung keiner vorbei. Es galten die strengen 3G-Regeln. Zutritt hatten nur Geimpfte, Genesene oder Getestete. Ein Sicherheitsdienst kontrollierte am Eingang. Auch am Gewehr musste Maske getragen werden.

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