Schon vor Einführung der Maskenpflicht

Nachfrage steigt: Dennoch haben Plettenberger Apotheken genügend FFP2-Masken vorrätig

Apotheker Wernhard Dilthey mit einer Handvoll FFP2-Masken.
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Apotheker Wernhard Dilthey mit einer Handvoll FFP2-Masken. Zu den Masken, für die gegen Vorlage des Berechtigungsscheins zwei Euro Eigenanteil gezahlt werden müssen, erhalten Kunden noch eine Anleitung zum richtigen Tragen der Masken.

Plettenberg – Die kostenlose Abgabe von FFP2-Masken an Personen aus Risikogruppen stellte die Apotheken im Dezember vor eine große logistische Herausforderung. Inzwischen erfolgt die Abgabe zwar nur noch gegen Coupon, dafür sorgte die Diskussion um eine FFP2-Maskenpflicht für eine erhöhte Nachfrage in den Apotheken.

Victoria-Apotheke

Einige Apotheken-Kunden hätten offenbar keine Zweifel an einer solchen Maskenpflicht gehabt, wie Wernhard Dilthey von der Victoria-Apotheke in Eiringhausen berichtet. So habe es Menschen gegeben, die sich bereits vor der endgültigen Entscheidung in der Bund-Länder-Konferenz FFP2-Masken gekauft hätten. „Sie warteten gar nicht darauf , was beschlossen wird“, berichtet Dilthey. Anscheinend hätten sie die Befürchtung gehabt, dass Masken knapp werden könnten, so Dilthey. Der Eiringhauser Apotheker habe selbst fest mit der Einführung einer FFP2-Maskenpflicht für Geschäfte und öffentlichen Personennahverkehr gerechnet.

Die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln kam nicht. Doch selbst wenn der Beschluss erfolgt wäre – zu einer Maskenknappheit wäre es laut Dilthey dennoch nicht gekommen. „Wir sind mengenmäßig gut vorbereitet und haben zigtausend Masken auf Lager gelegt, sodass sie uns nicht ausgehen sollten.“

Auf dem Markt würden auch von Händlern und Herstellern genug Masken angeboten, sagt er. Dies sei ein deutlicher Unterschied zu Mitte Dezember, als von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verkündet wurde, dass Risikopatienten in Apotheken kostenlos FFP2-Masken erhalten könnten. „Im Dezember kam es ganz überraschend, das war ein absolutes Chaos“, erinnert sich Dilthey. Die Apotheker mussten kurzfristig am Markt genügend FFP2-Masken einkaufen. „Aber das ist jetzt anders.“

Anders funktioniert inzwischen auch die Abgabe der FFP2-Masken an Risikogruppen, insbesondere Ältere. „Die Leute bekommen zwei Berechtigungsscheine von der Kasse und können damit für 2 Euro jeweils sechs Masken erwerben“, erklärt Dilthey. Den ersten Coupon können Patienten laut einer Pressemitteilung des Apothekerverbands Westfalen-Lippe bis zum 28. Februar in der Apotheke einlösen, den zweiten zwischen dem 16. Februar und dem 15. April.

Diese zweite Phase der Masken-Abgabe funktioniere schon ganz gut. „Es läuft langsam an, weil noch nicht alle ihre Bescheinigung bekommen haben“, sagt Dilthey. Es würden aber mehr. Zum Teil würden auch noch Apotheken-Kunden nach kostenlosen FFP2-Masken wie in der ersten Phase fragen. „Die ist eigentlich am 6. Januar abgelaufen“, sagt Dilthey. Deswegen mache man das nur in wenigen Ausnahmefällen.

Engel-Apotheke

Auch laut Ralf Brensel, Inhaber der Engel-Apotheke, komme es ab und zu noch vor, dass Kunden nach kostenlosen Masken wie in der ersten Ausgabe-Phase fragen. „Aber seit dem 6. Januar ist das vorbei, es gibt die Masken nur noch auf Coupon“, betont der Apotheker.

Ansonsten funktioniere die FFP2-Maskenabgabe aber ohne Probleme, berichtet Brensel. „Die Kunden kommen mit dem Gutschein und darauf werden sechs Masken ausgegeben.“

Die seit der vergangenen Woche geführte Debatte um die Einführung einer FFP2- Maskenpflicht habe auch Auswirkungen auf die allgemeine Nachfrage nach diesen Masken gehabt. „Die Nachfrage war ein bisschen gestiegen, aber nicht allzu viel“, sagt Brensel.

Einen Mangel an FFP2-Masken gebe es aber nicht. „Wir haben genug vorrätig und auch auf dem Markt sind genug Masken erhältlich“, sagt Brensel. Die Situation sei eine andere als im Dezember, bestätigt er die Darstellung seines Apotheker-Kollegen aus Eiringhausen. „Inzwischen hat man sich vorbereiten können“, erklärt Ralf Brensel. 

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