Ermittlungen abgeschlossen

Tod nach Sturz aus Mercedes-Kofferraum: Das erwartet den Fahrer

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Die Unfallstelle in Landemert. Der tragische Kofferraumsturz hatte für Entsetzen gesorgt.

Plettenberg – Diese Nachricht schockierte im Juli 2019: Bei einer nächtlichen Fahrt vom Gasthof Käsebrink in Landemert machten sich sieben junge Männer in nur einem Auto auf den Weg. Drei von hatten sich bei geöffneter Klappe in den Kofferraum gesetzt. Einer von ihnen fiel heraus - und starb. Das erwartet den Fahrer.

  • Ein Mann (28) stürzte im Juli 2019 aus dem Kofferraum eines Mercedes und starb.
  • Der Fahrer hatte 0,8 Promille Alkohol im Blut.
  • Er muss eine Geldstrafe zahlen und verliert seinen Führerschein.

Der 28-Jährige hatte mit im Kofferraum des alten Mercedes 190 gesessen und stürzte hinaus. Die Obduktion der Leiche gab Aufschluss darüber, woran er starb. Wie genau es zu dem Unfall kam, ist bis heute nicht klar. Klar ist jedoch, dass ein weiterer 28-Jähriger das Auto lenkte.

Mittlerweile steht fest, dass er einen Blutalkoholwert von 0,8 Promille aufwies, allerdings nicht so stark alkoholisiert war, wie zunächst vermutet wurde.

Tödlicher Sturz aus Kofferraum: "Selbst in Gefahr gebracht"

Alle anderen Beteiligten waren ebenfalls alkoholisiert. Der Vorwurf der fahrlässigen Tötung des Fahrers stand damals im Raum. Dieser hat sich, laut Bernhard Kuchler, Pressesprecher des Landgerichts Hagen, nach ausgiebigen Ermittlungen nicht bestätigen können. „Es gab keine ausreichenden Anhaltspunkte für den Vorwurf“, so lautete die Begründung Kuchlers.

Es handelt sich laut Pressesprecher um eine „eigenverantwortliche Selbstgefährdung“ des Unfallopfers. „Das bedeutet, dass sich der Geschädigte selbst einer Gefahr ausgesetzt hat und nicht mehr oder weniger schuldig an dem Unfall ist wie der Fahrer. Sie hatten also beide den gleichen Einfluss auf das Geschehene“, erklärt der Jurist. 

Sturz aus Kofferraum in Plettenberg: Fahrer angetrunken

Wegen der fahrlässigen Trunkenheit am Steuer habe man ebenfalls auf eine Anklage verzichtet, sondern einen Strafbefehl erlassen. „Das hat zur Folge, dass der Fahrer nun eine Geldstrafe von 800 Euro zahlen muss und ihm der Führerschein entzogen wird. Er darf jedoch nach 9 Monaten zu einer erneuten Führerscheinprüfung zugelassen werden“, erklärt Bernhard Kuchler. Dieser Strafbefehl ist rechtskräftig; der Beschuldigte hat die Strafe also akzeptiert.

Auch gegen die weiteren fünf Mitfahrer wurde in dieser Sache ermittelt. Gegen alle fünf Freunde des Todesopfers wurden die Verfahren aber insgesamt eingestellt. Sie alle verloren im Juli 2019 einen Freund und sind damit vermutlich genug gestraft.

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