Jubiläum im Jahr 2022

Plettenberg möchte 625-Jähriges feiern

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Konrad Hester (links) und Hartmut Engelkemeier als französische Soldaten beim Stadtjubiläum 1997.

Plettenberg – Auch das 625-jährige Bestehen der Stadt, das im Jahr 2022 ansteht, soll gefeiert werden – wenn auch in einem kleineren Rahmen als das letzte runde Jubiläum im Jahr 1997.

Zur Vorbereitung ist am 6. Mai ein Bürgerforum unter Federführung der Plettenberger KulTour GmbH geplant, bei dem sich Bürger mit ihren Ideen und Anregungen einbringen können.

Zunächst musste aber am Dienstag der Haupt- und Finanzausschuss ein Grundsatzbeschluss fassen, ob das 625-jährige Jubiläum überhaupt gefeiert werden soll. Darüber war man sich ebenso einig wie in der Frage, dass Umfang und Budget der Feier kleiner ausfallen sollten als für das 600. Jubiläum. Damals wurde eine Theaterzeitreise inszeniert, die noch vielen in Erinnerung ist, allerdings hatte das runde Jubiläum im Jahr 1997 zwei Millionen Mark gekostet.

Diskussionsbedarf gab es aber darüber, ob vor dem Bürgerforum ein Kostenrahmen festgelegt werden sollte. „Wir brauchen eine Vorgabe, einen Von-Bis-Spielraum, wenn wir etwas planen wollen“, forderte Carsten Hellwig (FDP), denn ohne Rahmen würden die Vorschläge möglicherweise ausufern.

Die Kosten im Blick zu behalten, wurde auch von anderen Ausschussmitgliedern befürwortet, auch vor dem Hintergrund der Stadtfinanzen. „Wir haben mit dem Haushalt einen derben Schluck aus der Pulle genommen“, sagt Heiko Hillert (CDU) und befand, man sollte sowohl die Finanzen im Griff haben als auch die Bürger einbinden. Den Bürgern sei klar, dass die Stadt „nicht mit dem Füllhorn unterwegs“ sei. Eine Jubiläumsfeier lebe von der Beteiligung aus der Bürgerschaft: „Es ist ein Fest von Bürgern für Bürger.“ Martina Reinhold (SPD) verwies darauf, dass eine Feier wie 1997 sich auch aus Zeitgründen nicht realisieren lasse: „Man hat damals mit den Planungen früher begonnen.“

Klaus Salscheider (PWG) regte an, zur Realisierung der Jubiläumsfeier das Budget, das für Sommerveranstaltungen vorgesehen ist, um eine Summe X aufzustocken, plädierte aber dafür, zunächst die Vorschläge aus dem Bürgerforum abzuwarten.

Auch Klaus Ising (CDU) wollte dem Bürgerforum nicht vorgreifen. „Wir werden die Vorschläge hören, sie gewichten und ausarbeiten, was sie kosten, und dann können wir uns entscheiden.“ Dies war auch das Vorgehen, auf das man sich letztlich im Ausschuss verständigte.

Die Bürger hätten ein Empfinden dafür, wenn die Stadt für eine Sache zuviel Geld ausgebe, betonte Bürgermeister Ulrich Schulte. Wenn man von vornherein sage, dass eine Feier wie 1997 nicht möglich sei und es vor allem eine durch ehrenamtliches Engagement getragene Veranstaltung werden soll, würden viele Bürger diesen Weg mitgeben und auch entsprechende Vorschläge machen.

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