Tests für Schüler angenehmer

Lolli-Tests in Grundschulen: Darum müssen städtische Mitarbeiter bis nach Leverkusen fahren

Ab Mitte Mai werden an Plettenberger Grundschulen Lolli-Tests durchgeführt
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Ab etwa Mitte Mai müssen auch an den Plettenberger Grundschulen Lolli-Tests durchgeführt werden. Städtische Mitarbeiter werden die Tests einsammeln und in die Labore zur Analyse bringen.

Einmal mehr gibt es inmitten der Corona-Pandemie eine neue Auflage der Regierung, die die Stadt Plettenberg und andere Kommunen vor neue Herausforderungen stellt. Denn die Lolli-Tests, die bald die Selbsttests mit Nasenabstrich ablösen sollen, werden nicht vor Ort ausgewertet.

Plettenberg – Wie Bürgermeister Ulrich Schulte erklärte, wurde die Stadtverwaltung in der letzten Woche vom Schulministerium darüber informiert, dass die bisher üblichen Selbsttests für die Grundschulen voraussichtlich ab Mitte Mai auf sogenannte Lolli-Tests umgestellt werden. In dem Fall wird nicht mehr ein Wattestab in die Nase eingeführt, sondern man muss rund 30 Sekunden auf dem Lolli-Test herumlutschen.

Der Plettenberger Bürgermeister befürwortet das: „Wer selbst schon einen Test über die Nase mitgemacht hat, wird verstehen, dass das neue Verfahren für die Schüler deutlich angenehmer ist.“

Doch die neue Testform hat auch einen Haken, denn es handelt sich nicht um den üblichen Schnelltest, sondern um einen PCR-Test. Und dieser Test muss in einem Labor ausgewertet werden. Das Ergebnis liegt erst am nächsten Tag vor. Doch nicht nur das. Bürgermeister Ulrich Schulte dazu: „Der Routenplan und das Labor werden vom Ministerium vorgegeben, sodass wir zukünftig jeden Tag Personen mit Dienstfahrzeugen zu Labors in Iserlohn und Leverkusen schicken werden.“ 

Auf dem Weg sammelt man dann auf der Iserlohn-Tour noch Tests aus der Grundschule Hüinghausen ein und bringt diese ins Labor in der Waldstadt. Bei der Leverkusen-Tour müssen die Fahrer aus Plettenberg noch Werdohler Grundschulen abklappern, ehe die gut 100 Kilometer nach Leverkusen in Angriff genommen werden.

„Wir stellen dafür zwei städtische Dienstfahrzeuge zur Verfügung, die von zwei Mitarbeitern des Betreuungsvereins gefahren werden“, sagte Schulte, der froh ist, eine Lösung gefunden zu haben, denn in anderen Kommunen gebe es Probleme, entsprechende Fahrzeuge und auch Mitarbeiter zu stellen.

Nach der Abgabe der Lolli-Tests muss laut Schulte am nächsten Morgen jemand von der Schule ab 6 Uhr telefonisch erreichbar sein, um das Testergebnis der Schüler vom Vortag empfangen zu können.

„Ein wirklich aufwendiges Verfahren. Mal sehen, wie es in der Praxis läuft. Voraussetzung ist es natürlich, dass wir bis dahin unter eine Inzidenz von 165 im Kreis kommen und die Schulen wieder in den Präsenzunterricht gehen dürfen“, so Schulte, der sich übe die derzeitige Entwicklung erfreut zeigte. Die 7-Tages-Inzidenz sei deutlich gesunken. „Sie liegt nicht mehr über 300, sondern mit 183,8 deutlich unter der 200er-Marke. Ich drücke uns allen die Daumen, dass diese Entwicklung so weitergeht.“

Letztlich sei dies aber nicht vom Glück abhängig, „sondern wie wir uns verhalten. Kontaktbeschränkungen, Hygieneregeln und Maske tragen bringen da vermutlich mehr als meine Daumen“, so Schulte abschließend.

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