1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

Kaminbrand in Plettenberg: Autofahrer wählt Notruf - Feuerwehr im Einsatz

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Kristina Köller

Kommentare

Ein Autofahrer schlug Alarm und verhinderte womöglich Schlimmeres - die Feuerwehr bekämpfte am Donnerstagnachmittag einen ausgedehnten Kaminbrand in Plettenberg.

Plettenberg - Die Feuerwehr war am Donnerstagnachmittag an der Straße „Am Grafenberg“ bei einem Kaminbrand im Einsatz. Ein aus Richtung Hülschotten kommender Pkw-Fahrer, der auf der K5 in Richtung Plettenberg unterwegs war, hatte die starke Rauchentwicklung kurz vor der Ortschaft Landemert bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Davon berichtete die Feuerwehr Plettenberg am Abend.

Feuerwehrleute konnten direkt einen ausgedehnten Kaminbrand in dem betroffenen Mehrfamilienhaus feststellen. Aufgrund der Lage wurde unmittelbar das Alarmstichwort auf F1-Kaminbrand erhöht. Dies beinhalte die Alarmierung der ortsansässigen Löschgruppe sowie eines RTW und des Führungsdienstes, erklärte die Feuerwehr in ihrer Mitteilung. Der Einsatzleiter forderte demnach auch einen Schornsteinfeger an.

Die Feuerwehr war am Donnerstag an der Straße „Am Grafenberg“ in Plettenberg im Einsatz. Dort brannte ein Kamin.
Die Feuerwehr war am Donnerstag an der Straße „Am Grafenberg“ in Plettenberg im Einsatz. Dort brannte ein Kamin. © Feuerwehr Plettenberg

Plettenberg: Feuerwehr löscht Kaminbrand - Einsatz unter Atemschutz

Durch die besondere Lage des Wohnhauses konnte die Drehleiter nicht in Stellung gebracht werden, heißt es weiter. Somit verschaffte sich der Angriffstrupp der Wache im hinteren Bereich des Hauses - zwischen dem Gebäude und einem steinigen Steilhang - mit Hilfe von Steckleiterteilen einen Zugang auf das Dach.

Aufgrund der besonderen Lage des betroffenen Hauses mussten die Feuerwehrleute sich von zwei Seiten Zugang verschaffen.
Aufgrund der besonderen Lage des betroffenen Hauses mussten die Feuerwehrleute sich von zwei Seiten Zugang verschaffen. © Feuerwehr Plettenberg

Von dort aus ließ der Trupp unter schwerem Atemschutz mehrmals die Fallgranate den Schornstein hinunter, um die Rußschicht zu durchstoßen, erklärt die Feuerwehr ihr Vorgehen weiter. Ein Atemschutztrupp der Löschgruppe Landemert befand sich demnach im Wohnhaus am untersten Teil des Schornsteins und kehrte in Absprache mit dem Trupp auf dem Dach die anfallende Glut aus der Revisionsklappe. Der Trupp beförderte unter Atemschutz die sehr stark erwärmte Glut aus dem Schornstein in Schuttmulden nach draußen. Dort konnte die Glut im Schnee abkühlen.

Während des gesamten Einsatzes wurde das Wohnhaus mit einer Wärmebildkamera auf Brandausbreitung und Wärmeentwicklung kontrolliert. Die abschließende Kontrolle wurde durch den Schornsteinfeger durchgeführt. Der Einsatz der Feuerwehr wurde nach circa zwei Stunden beendet.

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hagen haben am Donnerstag zwei Personen ihr Leben verloren, mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Auch interessant

Kommentare