Coronavirus in Plettenberg

Krankenhaus im MK: Neue Pumpen für die Intensivstation

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Dank einer Spende des Fördervereins kann das Radprax-Krankenhaus die Zahl seiner Intensivplätze erhöhen.

Dank einer Spende im Wert von 14.000 Euro kann das Radprax-Krankenhaus die Zahl seiner Intensivplätze erhöhen, angesichts der Corona-Pandemie ein wichtiger Beitrag für die medizinische Versorgung vor Ort. Zugleich kündigt das Krankenhaus an, den normalen OP-Betrieb wieder anzufahren.

Plettenberg - „Die Pandemie zeigt, wie wichtig das Krankenhaus vor Ort ist und dass es richtig war, dass es erhalten worden ist“, sagte Fritz Boy, Geschäftsführer des Krankenhaus-Fördervereins Plettenberg, bei der symbolischen Übergabe der Spende am Donnerstagmittag am Krankenhaus.

Coronavirus: Pandemie stellt Krankenhaus vor Herausforderung

Trotzdem stelle die Corona-Pandemie auch das Radprax-Krankenhaus vor eine besondere – auch finanzielle – Herausforderung, und zwar sowohl bei den notwendigen personellen Ressourcen als auch bei der Erweiterung der medizinisch-technischen Ausrüstung.

Der Förderverein stellte daher für die Anschaffung von elf Spritzenpumpen und zwei Infusionspumpen einen Betrag von 14.000 Euro zur Verfügung. Die Pumpen dienen zur exakten Verabreichung von Medikamenten bei der Behandlung der Patienten.

Die durch Ärzte und Pflegekräfte ausgesuchten Geräte stellen eine Erweiterung der vorhandenen Pumpen dar und sind mit diesen kompatibel. Dies ist insbesondere beim Einsatz der Verbrauchsmaterialien wichtig.

Dank der neuen Geräte kann das Krankenhaus die Zahl seiner Intensivplätze von bisher sechs auf acht erhöhen. In der Intensivmedizin, etwa bei der Behandlung von Corona-Patienten, sei nicht nur die Beatmung wichtig, betont Dr. Andrzej Ploch, Chefarzt der Anästhesie: „Zur richtigen Dosierung der Medikamente brauchen wir diese Geräte.“

Die Pumpen dienen der exakten Dosierung von Medikamenten.

Förderverein-Geschäftsführer Boy hofft, dass die Wertschätzung für die Arbeit des Krankenhauses auch über die derzeitige Krise hinaus andauert. Neben den Pflegern und Ärzten, die vielfach und zurecht als Helden gefeiert würden, solle auch die Arbeit in anderen Bereichen des Krankenhauses gewürdigt werden. Helden gebe es genauso in Verwaltung, Technik und Küche sowie beim Reinigungspersonal. „Wir wünschen uns Akzeptanz und Vertrauen für die Zukunft“, sagten Boy und Krankenhaus-Geschäftsführerin Barbara Teichmann unisono.

Rückkehr zum Normalbetrieb

Die Anschaffung der Pumpen ist auch vor dem Hintergrund wichtig, dass der normale Krankenhausalltag langsam wieder aufgenommen werden soll. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann habe alle Krankenhäuser schriftlich informiert, dass sie zum Normalbetrieb zurückkehren und nun auch abgesagte Operationen wieder durchführen könnten, erklärt Teichmann.

Man müsse zwar ein gewisses Kontingent an Intensivplätzen zur Versorgung von Corona-Patienten aufrechterhalten, könne aber ab Montag damit beginnen, elektive Eingriffe durchzuführen, die abgesagt wurden: „Wir telefonieren jetzt die Patienten ab, deren OPs abgesagt wurden.“

Damit es nächste Woche losgehen kann, habe man entsprechende Maßnahmen ergriffen. Bei jedem Patienten werde vor der Aufnahme eine ausführliche Anamnese gemacht, um eine Infektion auszuschließen, beschreibt Teichmann die Vorgehensweise. Auch die Corona-Schutzmaßnahmen liefen weiter.

„Es geht darum, dass wir die Patienten nun Schritt für Schritt versorgen“, sagt Anästhesie-Chef Ploch. Denn die Patienten hätten in vielen Fällen weiterhin Schmerzen. Es gehe bei den aufgeschobenen OPs beispielsweise um Prothesen für Hüfte oder Knie. Viele Patienten hätten aufgrund der Corona-Pandemie auch Angst gehabt ins Krankenhaus zu kommen, weil sie befürchteten, sich anzustecken. In manchen Fällen hätten Patienten sogar zu lange gewartet.

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