Westfälische Stahlgesellschaft in Plettenberg

Komplettes Werk klimaneutral - diese Firma ist Branchen-Vorreiter

Die WS-Logistikhalle im Industriegebiet Osterloh-West nähert sich der Fertigstellung.
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Die WS-Logistikhalle im Industriegebiet Osterloh-West nähert sich der Fertigstellung.

Wenn man in den Tagen und Wochen vor der Bundestagswahl die Kanzlerkandidaten hört, dann ist der Klimawandel eine der Existenzfragen unserer Zeit. Manche Parteien setzen in dem Punkt auf die Innovationskraft der deutschen Betriebe, andere wollen genaue Vorgaben machen. Die Firmengruppe Westfälische Stahlgesellschaft aus Plettenberg handelt in dieser Hinsicht bereits seit Monaten konsequent.

Klima-Vorreiterrolle

Plettenberg – „Wir wollen in den Branchen der Blankstahlherstellung und des Stahlhandels eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen – aus Überzeugung und aus Verantwortung für die Gesellschaft“, betonen die Geschäftsführer Friedrich Wilhelm Krummenerl senior, Friedrich Wilhelm Krummenerl junior, Dr. Markus Krummenerl und Thomas Schaumann.

Mit Beginn des Jahres 2021 habe man die CO2-Emissionen im direkten Einflussbereich sowie in Teilen des indirekten Einflussbereichs an allen Firmenstandorten klimaneutral gestellt. „Der Geschäftsbetrieb auf unserer Wertschöpfungsstufe hinterlässt somit bereits heute keinen CO2-Fußabdruck mehr“, freut sich Markus Krummenerl.

Doch damit nicht genug: Über systematische Effizienz- und Vermeidungsstrategien innerhalb der firmeneigenen Organisation sowie die Einbindung der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungspartner will das Plettenberger Unternehmen mit Zweigwerk in Löhne weitere Verbesserungen im Sinne des Klimaschutzes erreichen.

Ausgangspunkt für sämtliche Klimaschutzmaßnahmen war die firmeneigene CO2-Bilanz. Die zusammen mit einer Fachfirma erfassten Emissionsquellen reichen dabei nach den Angaben des Geschäftsführers unter anderem von Heizung, Kraftstoffen und Strom über Geschäftsreisen und Mitarbeiteranfahrten bis hin zu Büromaterial und Entsorgung.

Die WS-Geschäftsführer (von links) Dr. Markus Krummenerl, Thomas Schaumann und Friedrich Wilhelm Krummenerl haben in Sachen Klimaschutz und CO2-Bilanz eine Vorreiterrolle eingenommen.

Strom vom Dach

„Wo es möglich ist, versuchen wir diese CO2-Emissionen zu vermeiden und zu reduzieren. In einem ersten Schritt haben wir daher mit Wirkung zum 1. Januar 2021 auf den Bezug von Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen mit entsprechenden Herkunftsnachweisen umgestellt“, erklärt der Geschäftsführer. Parallel treibe das Unternehmen die eigene Erzeugung von regenerativem Strom mittels Photovoltaikanlagen auf den Hallendächern voran.

Das Hauptaugenmerk der WS-Gruppe liege allerdings auf der anhaltenden Verbesserung des Umgangs mit Ressourcen, die durch Reduktions- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen reduziert werden könnten. Neben Möglichkeiten der Elektrifizierung umfasse dies auch Überlegungen zum Einsatz von Biogas oder Wasserstoff. Den Erfolg der durchgeführten Maßnahmen ermittele man kontinuierlich mittels einer regelmäßig aktualisierten CO2-Bilanz.

Trotz massiver Anstrengungen könne man Restemissionen (noch) nicht vermeiden. Für den Ausgleich der verbliebenen CO2-Emissionen unterstütze man ein anerkanntes und nach internationalen Maßstäben zertifiziertes Klimaschutzprojekt zur Förderung sauberer Windenergie. Somit übernimmt das Unternehmen eine Vorreiterrolle in der energielastigen Stahlbranche.

Logistischer Anbau

Dass dieses Vorgehen von Erfolg gekrönt ist, zeigen auch die Erweiterungsvorhaben: Für rund acht Millionen baut das Unternehmen im Industriegebiet Osterloh-West ein neues Logistikzentrum. Der Baufortschritt dieses weit sichtbaren Gebäudes kann aufgrund seiner Dimensionen und Lage von der viel befahrenen Hauptstraße verfolgt werden. Noch in diesem Jahr soll der Bau fertiggestellt sein; die Inbetriebnahme ist laut der Geschäftsführung für das erste Quartal 2022 geplant.

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