Umbau für Holthauser Kita-Kinder

Kita-Start in der ehemaligen Bonifatius-Kirche sei gelungen

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Sehr zufrieden mit den neuen Räumen: Kita-Leiter Olaf Kriebel in der zur Kita umfunktionieren Kirche St. Bonifatius. Damit genügend Licht hineinfällt, wurde der untere Bereich der bunten Kirchenfenster ausgetauscht.

Plettenberg – Im Eiltempo musste die Kirche St. Bonifatius in den vergangenen Wochen für die Kita-Kinder aus Holthausen hergerichtet werden, die dort während der Sanierung des Gebäudes der Vier-Täler-Schule unterkommen. Zu Beginn des Kita-Regelbetriebs ist fast alles fertig geworden.

„In der Zeit, die wir hatten, ist das Beste herausgeholt worden“, sagt Olaf Kriebel, Leiter der Städtischen Kindertageseinrichtung Holthausen, die für den Übergang in der ehemaligen Kirche Platz gefunden hat. . Man habe versucht, auf die Kritikpunkte einzugehen, und hoffe, die meisten Bedenken ausgeräumt zu haben. Nur eine Handvoll Eltern habe den Kindergartenplatz gekündigt.

Ein großes Lob richtet Kriebel an die Handwerker, die zum Teil auch die Wochenenden durchgearbeitet hätten: „Hier war wirklich was los, so viele Handwerker auf einmal habe ich noch nicht gesehen.“ Das Team der Kita habe ebenfalls toll mitgeholfen, vom Aufbau der Kita-Möbel bis hin zum Einbringen eigener Ideen.

Am ersten Tag im Regelbetrieb waren 42 von 60 möglichen Kindern in der Kita. Viele Eltern holten ihre Kinder allerdings schon etwas früher wieder aus der Einrichtung ab. Für viele Kinder sei es eine große Umgewöhnung nach Monaten mit Einschränkungen und reduziertem Kita-Betrieb. „Einige sind das erste Mal seit Monaten wieder in der Kita“, sagt Kriebel.

Die neuen Räume seien für alle noch ungewohnt, wobei es die Kinder am einfachsten hätten, sich schnell an die neue Umgebung zu gewöhnen. „Für die Kinder ist das ein Abenteuerspielplatz und gegenüber den alten Kita-Räumen auch viel größer“, sagt Kriebel. Es seien eher die Erwachsenen, die Bedenken gehabt hätten, sich aber auch sehr neugierig zeigten, jetzt wo fast alles fertig ist und die Kita genutzt werden kann. Die Rückmeldungen der Eltern sind nach Angaben des Kita-Leiters überwiegend positiv.

Auf den Fuhrpark im kleinen Innenhof haben die Kinder dank der herausgenommenen Fenster freie Sicht.

Wegen der Akustik der Kirche mit ihren hohen Decken war im Vorfeld eine höhere Lärmbelastung befürchtet worden. Dazu sollten Stoffsegel gespannt werden, um den Schall zu schlucken. Die fehlen momentan noch. „Die Segel werden gerade genäht“, sagt Kriebel. Auch ein großer Vorhang soll noch angebracht werden.

Auch wegen der Lichtsituation hatte es Bedenken gegeben, doch der große Betreuungsraum präsentiert sich sehr hell, da die unteren Teile der bunten Kirchenfenster durch einfache Fenster ausgetauscht wurden. Auch in dem kleinen Innenhof, wo der Fuhrpark an Plastikfahrzeugen geparkt ist, haben die Kinder freie Sicht.

Der U3-Bereich wurde bereits in der vorigen Woche in Betrieb genommen.

Die große Entfernung zwischen Holthausen und der Kirche St. Bonifatius im Oestertal sowie die damit verbundene lange Fahrzeit fürs Holen und Bringen war im Vorfeld kritisiert worden. Deswegen bietet die Stadt auch einen Shuttle-Service von Holthausen ins Oestertal an. Doch noch ist die Resonanz zurückhaltend. „Es haben nur drei Kinder den Bus genutzt“, so Kriebel, der damit gerechnet hatte, dass das Angebot stärker genutzt werde.

Ein paar würden voraussichtlich noch hinzukommen. „Es wird wohl auf sechs oder sieben Kinder hinauslaufen.“ Der überwiegende Teil der Kinder wird weiterhin von Eltern gebracht und wieder abgeholt. Betreten dürfen die Eltern die Kita wegen der anhaltenden Corona-Pandemie weiterhin nicht, sagt Kriebel. Diese Einschränkung habe man wie in anderen Einrichtungen auch erst einmal beibehalten.

Bereits eine Woche früher ging es los für die U3-Kinder, die ebenfalls im Kirchengebäude in einem eigenen, von den älteren Kindern getrennten Bereich untergebracht sind. Ursprünglich war für die U3-Kinder eine Container-Lösung vor der Kita angedacht gewesen, doch so habe man nicht einen weiteren Container besorgen müssen, so Kriebel. In demjenigen, der direkt vor der Kirchengebäude steht und durch einen Gang mit diesem verbunden ist, befinden sich ein Waschraum und ein Schlafraum für die Kinder sowie ein Büro. Bald können die Kinder auch den Außenbereich nutzen, noch fehlen allerdings der Zaun und ein Klettergerüst, beides sei aber bestellt.

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