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Polizei beschlagnahmt Tatort nach Kellerbrand - War es schwere Brandstiftung?

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Von: Georg Dickopf

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Bei einem Kellerbrand im Plettenberger Wohngebiet Eschen mussten insgesamt sechs Hausbewohner über Steckleitern und die Drehleiter aus dem verrauchten Mehrfamilienhaus gerettet werden
Insgesamt sechs Bewohner mussten nach dem Kellerbrand medizinisch betreut werden. Nun besteht der Verdacht der Brandstiftung. © Dickopf

Sechs Menschen entkamen am Mittwochmorgen im Wohngebiet Eschen nur knapp einem Unglück. Nun gibt es den Verdacht, dass das Feuer im Keller vorsätzlich gelegt wurde.

Plettenberg - Nach dem Kellerbrand war der Fluchtweg durch das völlig verqualmte Treppenhaus versperrt. Die alarmierte Feuerwehr rettete ein halbes Dutzend Bewohner des betroffenen Mehrfamilienhauses Im Erlenkamp über Steckleitern von den Balkonen im Obergeschoss. Eine Frau mit einem Kleinkind wurde sogar per Drehleiter aus dem Haus geholt.

Stadtalarm in Plettenberg - Kellerbrand
Der verrauchte Keller wurde von der Polizei beschlagnahmt und versiegelt. © Georg Dickopf

Nach Recherchen der Heimatzeitung wurde das Kellergeschoss, in dem das Feuer ausbrach, von der Polizei beschlagnahmt. Polizeisprecher Lorenz Schlotmann bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung, dass auch aufgrund des Brandbildes eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen wird. Für die näheren Untersuchungen durch Sachbearbeiter und Brandermittler am Donnerstag wurde der Kellerraum von der Polizei versiegelt. Bestätigt sich der Verdacht und kann ein Verursacher ermittelt werden, drohen hohe Strafen, da sechs Menschen verletzt wurden.

Schwere Brandstiftung ist kein Kavaliersdelikt

„Dann würde es sich um schwere Brandstiftung handeln – und das ist kein Kavaliersdelikt“, sagte Schlotmann. Zum Hintergrund: Schwere Brandstiftung ist ein Verbrechen und wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren bestraft, mindestens jedoch mit einem Jahr Freiheitsstrafe.

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