Escaperoom verzeichnet Besucherrückgang durch Coronapandemie

Keine Lust mehr auf Rätselraten? Story-House Plettenberg hat nur noch halb so viele Besucher

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Wie viele andere Geschäfte verzeichnet auch das Story House einen Besucherrückgang.

Plettenberg – In geschlossenen Räumen Rätsel zu lösen, um gemeinsam den Ausweg zu finden – so spannend das Konzept eines Escaperooms klingt, angesichts der Corona-Pandemie scheint das vielen Leuten noch zu heikel zu sein. Das spürt man auch im Plettenberger Story House.

„Es ist Coronazeit und Sommerzeit: Es läuft schleppend, aber das wird jedem Geschäft so gehen“, sagt René Schauties, der Schöpfer des Escaperooms an der Wilhelmstraße. „Die Leute sind noch nicht wieder so weit“, meint er. Auch die Unsicherheit, wie lange die Pandemie noch dauert, spiele dabei ebenso eine Rolle wie die Tatsache, dass sich viele Menschen in Kurzarbeit befinden und momentan zum Beispiel für einen Besuch im Escaperoom kein Geld ausgeben möchten. Ganz ohne Kundschaft ist das Story House zwar nicht, doch es kommen deutlich weniger Leute zum Rätseln. „Ich habe Termine, aber es sind 50 Prozent weniger als im letzten Jahr“, sagt Schauties.

Mit dem eigens ausgearbeiteten Hygienekonzept versucht man in dem Plettenberger Escaperoom die Einschränkungen für die Gäste so gering wie möglich zu halten. „Beim Betreten und Vorgespräch muss eine Maske getragen werden, aber beim Spielen sind die Besucher maskenfrei“, sagt Schauties. Während es auf der einen Seite weniger Buchungen gibt, ist die Vor- und Nachbereitung der Besuche mit Mehraufwand verbunden.

„Der Rückbau dauert länger, weil wir den Raum sofort reinigen müssen“, sagt Schauties. „Wir schauen, dass die Räume nicht direkt hintereinander gebucht werden, sondern im Wechsel, damit genug Belüftungszeit dazwischen ist.“

Planungen für einen fünften Rätselraum hat René Schauties momentan erst einmal auf Eis gelegt.

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Neben den vier Räumen – „Das Zimmer der entführten Lucy“, „Die Tabakfabrik“, „Der Weinkeller“ und „Der vergessene Fahrstuhl“ – bietet Schauties auch zwei Stadtrallyes an – „Der Angriff“ und „Das verlorene Schwert“. Diese Rätselangebote im Freien hat er in der gegenwärtigen Lage auch vergünstigt, damit sie stärker angenommen werden. „Aber da gibt es keinen Unterschied zu sonst“, sagt er.

Schauties betreibt das Story House zwar nur nebenbei, trotzdem hat er durch Corona auch finanzielle Einbußen, unter anderem durch bereits getätigte Werbeausgaben, denen dann fehlende Einnahmen aus Buchungen gegenüberstehen. Er ist gespannt auf die kommenden Monate. „Die Wintersaison ist unsere Hauptsaison, aber da wird das Geschäft immer noch coronageschädigt sein“, vermutet Schauties. „Es wird sicher weniger Firmenfeiern geben, die das Story House buchen.“

Planungen für einen fünften Rätselraum hat Schauties momentan erst einmal auf Eis gelegt: „Ich warte ab, wie sich die Lage weiter entwickelt.“ Denn das neue Konzept – ein Lagerraum auf dem Dachboden – würde einige Baumaßnahmen erfordern. „Das wäre schon ein längeres Projekt und da ist die Frage, ob es sich lohnt, da jetzt viel Geld in die Hand zu nehmen“, sagt Schauties.

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