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Immecke-Aufbau abgeschlossen: Am Sonntag steigt das Jubiläumsevent

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Von: Johannes Opfermann

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Am Pfingstsonntag kann in der Immecke wieder gerockt werden.
Am Pfingstsonntag kann in der Immecke wieder gerockt werden. © Langenbach

Nach zwei Jahren Corona-Pause kann am Pfingstsonntag in der Immecke endlich wieder gerockt werden. Die Vorfreude auf das 30. Immecke Rock ist enorm.

Plettenberg – „Ich freue mich mega“, sagt Carsten Langenbach, Vorsitzender des Vereins i-Rock e.V., der das Festival organisiert. Als „freudig nervös“ bezeichnet er seine Stimmung. „Ich habe die ganze Woche schlecht geschlafen. Man fragt sich: Hat man wirklich an alles gedacht?“ Da er aber nach dem vielen organisatorischen Hin und Her im Vorfeld nun in den vergangenen Tagen keine E-Mails mehr bekommen habe, bleiben nur zwei Möglichkeiten. „Entweder wir haben was wichtiges vergessen oder alles richtig gemacht.“

Annika Gregory, die 2. Vorsitzende, hat auch nicht viel geschlafen vor Aufregung. „Die Vorfreude ist sehr groß und nach zwei Jahren Pause wird es Zeit, dass wir wieder hier in die Halle dürfen und auch die Austauschbands wieder mit dabei sind.“

Die ersten Bands aus Schottland trafen bereits am Freitag ein, die Band Driven By Harness ebenso wie die niederländischen Band Between the Jars kommen Samstag. Kurzfristig ihre Reisepläne ändern mussten Zaarm aus Frankreich. „Weil ihr Flug gecancelt wurde, müssen sie jetzt mit dem Zug kommen“, berichtet Langenbach. Die Austauschbands werden wohl alle rechtzeitig da sein zur Begrüßung durch Bürgermeister Ulrich Schulte am Samstagnachmittag. Die deutschen Bands Planlos, Shirley Holmes und The Electric Coast werden wohl erst am Sonntag zu ihren Auftritten eintreffen.

Die Bühne steht: Bereits ab Donnerstag waren Helfer in der Halle  im Einsatz, um einige Baggerladungen an Holz wegzuräumen, damit die Bühne darin Platz findet. Die wurde ab Freitagnachmittag aufgebaut.
Die Bühne steht: Bereits ab Donnerstag waren Helfer in der Halle im Einsatz, um einige Baggerladungen an Holz wegzuräumen, damit die Bühne darin Platz findet. Die wurde ab Freitagnachmittag aufgebaut. © Langenbach

30 bis 40 Freiwillige helfen bei Aufbau

Bis dahin muss das Gelände an der Immecke noch hergerichtet werden. Bereits am Donnerstag packten 20 Helfer mit an, um die Halle und Schuppen des Firmengeländes, auf dem das Festival stattfindet, freizuräumen. Viele Baggerschaufeln voll Holz wurden weggefahren und jede Menge Holzstaub weggefegt. Am Freitag und Samstag können die Organisatoren auf 30 bis 40 Freiwillige zurückgreifen, die sich um den Aufbau kümmern.

Überdurchschnittlicher Karten-Vorverkauf

„Es ist noch sehr viel zu tun, das ist immer so“, sagt Annika Gregory noch am Freitagvormittag. „Aber es funktioniert immer, weil alle wissen, wo sie anpacken müssen.“ Denn die einzelnen Arbeitsgruppen – für Bühnenaufbau, Merchandise-Stände und mehr – haben sich über die Jahre gut eingespielt. Und da viele in der Industrie arbeiten, können sie eben auch mit Bagger oder Gabelstapler umgehen, sagt Langenbach. Am Freitagnachmittag wurde dann damit begonnen, die in mehrere Lkw-Fuhren angelieferten Bühnenelemente aufzubauen und nicht zu vergessen die ganze Sound- und Lichttechnik.

Wie viele Rockfans am Sonntag nach der Corona-Pause in die Immecke kommen, wird die spannende Frage sein. Nach 1000 Besuchern in Vor-Corona-Zeiten wäre Annika Gregory mit 800 Festivalgästen zufrieden. Die Kartenverkäufe stimmen jedenfalls optimistisch. „Eigentlich haben wir ein Abendkassenpublikum, aber dieses Mal gingen überdurchschnittlich viele Karten – 400 Stück – schon im Vorverkauf weg. Das ist auf jeden Fall gut“, berichtet Gregory.

Bandaustausch feiert 25-jähriges Jubiläum

Der deutsch-schottische Bandaustausch im Rahmen des Immecke-Festivals feiert in diesem Jahr 25. Jubiläum. Begonnen hatte alles in einer schottischen Kult-Kneipe. Das „King Tut’s“ ist eine der feinsten Adressen in der Musikclubszene Glasgows. „Oasis“ haben dort gespielt, „Skunk Anansie“ und „The Levellers“. Musiklegenden, vor denen die Musiker der Plettenberger Rockband „B.Loud“ den Hut zogen. Und nun standen sie 1997 selbst auf dieser Bühne. Nach der Show wurde natürlich ausgiebig gefeiert und der Mann, der den Auftritt der Vier-Täler-Städter organisiert hatte, stellte sich der Band vor. Es war Allan Dumbreck, seinerzeit Leiter des Studiengangs „Music Management“ am North Glasgow College. Fünf Bier später, der Schotte und die Sauerländer funkten auf derselben Wellenlänge, wurde ein Bandaustausch besiegelt, der heute noch Bestand hat und in diesem Jahr 25 Jahre alt ist. Dumbrecks Initiative und dem nimmermüden Einsatz des I-Rock-Mitgliedes Mick Schirmeyer ist es zu verdanken, dass der Bandaustausch ausgeweitet wurde. Zunächst mit Institutionen in Marseille, Frankreich, später mit der Uni in Tilburg, Niederlande. Ziel der europäischen Zusammenarbeit es ist, junge und begabte Musiker zu fördern und ihnen internationale Auftritte und Erfahrungen zu ermöglichen.

In den vielen Jahren reisten hunderte Musiker im Zuge der verschiedenen Austausche kreuz und quer durch Europa, knüpften Kontakte, verselbständigte sich der offizielle Austausch und wurde um private Initiativen erweitert. Hieraus sind viele Freundschaften über Ländergrenzen hinweg entstanden. So gesehen leistet der internationale Bandaustausch des I-Rock e.V. einen kleinen Beitrag zum innereuropäischen Verständnis und zur Völkerverständigung.

Genau das möchte Bürgermeister Ulrich Schulte würdigen. Er kommt selbst in die Immecke und wird am Samstag die Bands und Delegationen aus Frankreich, den Niederlanden und aus Schottland in Plettenberg Willkommen heißen und das 25. Jubiläum des Schottland-Austausches würdigen.

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