Planungsleiter der MVG macht bei Ortsbesichtigung am Bahnhof Eiringhausen derzeitige Probleme deutlich

MVG hofft auf bessere Fahrgastzahlen

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Dr. Werner Winkens von der MVG stand der CDU an der Baustelle am Busbahnhof Eiringhausen Rede und Antwort.

Plettenberg – Die MVG hofft, dass die während der Corona-Pandemie massiv eingebrochenen Fahrgastzahlen sich wieder bessern. Das machte ein MVG-Vertreter bei einer Besichtigung des im Bau befindlichen ZOB Eiringhausen deutlich.

Dr. Werner Winkens, Leiter der Abteilung Planung der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG), hat angesichts des mit vielen Verbesserungen und Neuerungen im Bau befindlichen Busbahnhofes in Eiringhausen nur den Wunsch: „Hier entsteht ein solch sicherer und gut durchdachter Busbahnhof, der es hoffentlich vielen Bürgern wieder Freude macht, hier einzusteigen und mit unseren Bussen zu fahren. Viele sind in den Lockdown-Zeiten mit ihrem eigenen PKW unterwegs gewesen. Wir müssen dafür sorgen, dass der ÖPNV künftig auch wieder als attraktives und sicheres Verkehrsmittel wahrgenommen wird.“

Coronavirus: 80 Prozent weniger Fahrgäste bei der MVG

Ein verständlicher Wunsch, betrachtet man die Schwierigkeiten, mit denen auch der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) seit der Corona-Pandemie zu kämpfen hat. Die MVG musste während des Lockdown auf 80 Prozent der Fahrgäste verzichten.

Die eingesetzten Busse wurden zwar angepasst reduziert, doch die Unkosten blieben. Nun, in der Lockerungsphase, wird der Fahrplan wieder komplett eingehalten, doch die Fahrgastzahlen sind erst bei 40 bis 50 Prozent der Zeit vor Corona. Dr. Winkens hofft auf den ÖPNV-Rettungsschirm von 2,5 Milliarden Euro, der vom Staat angekündigt wurde. Dr. Winkens ergänzte sein Fazit zum neuen Busbahnhof Eiringhausen: „Für unsere Busfahrer bringt die neue Planung eine deutliche Erleichterung beim Ein- und Ausfahren.“

Zu der Baustelle hatte für Donnerstag die CDU eingeladen, deren Parteimitglieder sich vor Ort über den Baufortschritt am Eiringhauser Busbahnhof auf den neuesten Stand bringen lassen wollten. Informationen aus erster Hand erhielten sie von Plettenbergs Bauamtsleiter Sebastian Jülich.

„Ganz besonders hervorzuheben ist das sogenannte „Kasseler Sonderbord“, das sind die weißen Randsteine mit einer Hohlkehle, die ein dichtes Heranfahren der Busse an den Bordstein erlauben, und eine Höhe mit dem Buseinstieg bilden.“ Dadurch könne gefahrlos in den Bus ein- und auch wieder ausgestiegen werden. Diese Barrierefreiheit sei für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren ausgesprochen wichtig.

Auf einer Anzeige erscheinen die anfahrenden Züge mit der voraussichtlichen Ankunftszeit. Das sei ebenfalls ein wichtiges Hilfsmittel für die Busfahrer bei der Einschätzung, ob es sich bei einer Zugverspätung noch lohnt, zu warten.

Das Dach des neuen ZOB werde dem Dach ähneln, das schon jetzt den Gang und Aufzug zu den Zügen Richtung Finnentrop überspannt. Außerdem, so erfuhr die CDU bei der Ortsbesichtigung am Donnerstag, werde ein freies W-LAN für alle Nutzer im Umfeld zur Verfügung stehen.

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