Diakonie in Plettenberg

Hilferuf an alle Bürger: Möbelbörse schwer vom Hochwasser getroffen

Manfred Gurk, Heike Schaefer und Iris Jänicke (von links) rufen zu den „Tagen des Aufräumens“ auf und hoffen auf Unterstützung durch Freiwillige.
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Manfred Gurk, Heike Schaefer und Iris Jänicke (von links) rufen zu den „Tagen des Aufräumens“ auf und hoffen auf Unterstützung durch Freiwillige.

Schock für die Freiwilligenzentrale des Diakonischen Werkes: Die Möbelbörse am Köbbinghauser Hammer ist am Mittwochabend im wahrsten Sinne des Wortes untergegangen. Der Elsebach hat die Ausstellungshalle, die Lagerräume, die Fahrradwerkstatt und das Büro überspült. Bittere Bilanz: Es ist kaum noch etwas zu retten. Auch der neue Transporter wurde beschädigt.

Plettenberg – Das Wasser war am Donnerstag bereits wieder abgelaufen. Gegen Mittag wurde das gesamte Ausmaß des Schadens sichtbar. Durchweichte Polster- und Ledermöbel, Holzschränke, die bis zu einem halben Meter im Wasser gestanden haben, völlig durchweichte und verschlammte Bodenbeläge.

„Alles Schrott“

Manfred Gurk von der Möbelbörse muss schlucken, wenn er den Blick durch die Ausstellungshalle schweifen lässt. „Gerade hatten wir die Einschränkungen durch die Corona-Bestimmungen hinter uns und dann so etwas.“ Die Katastrophe trifft ihn ganz persönlich. Nahezu jedes Möbelstück hat er mindestens zweimal angepackt – beim Einladen und beim Ausladen. Jetzt naht die nächste Schleppaktion. Dieses Mal zum Abfallcontainer. „Das ist alles Schrott“, wiederholt er und schüttelt den Kopf.

„Wir starten Tage des Aufräumens“, sagen Diakonie-Geschäftsführerin Iris Jänicke und Heike Schaefer, die Leiterin der Freiwilligenzentrale. Sie und Manfred Gurk hoffen auf die Unterstützung aus der Plettenberger Bevölkerung. „Alles muss erst einmal raus“, stellt Gurk fest. Das sei mit dem wenigen Personal allerdings kaum zu bewältigen. „Wir brauchen viele Helfer. Vielleicht gibt es ja Freiwillige aus Plettenberger Vereinen und Organisationen, die uns unterstützen können und möchten“, hofft Heike Schaefer. Jede Hand zähle.

Die Möbelbörse am Köbbinghauser Hammer – innen und außen ein Bild des Jammers.

„Tage des Aufräumens“

Als „Tage des Aufräumens“ sind zunächst Freitag, 23. Juli (10 bis 12 Uhr), und Samstag, 24. Juli (10 bis 14 Uhr), angesetzt. Wer helfen will, kann sich ab Montag, 19. Juli, bei Tatjana Cordt, Tel. 0 23 91 /95 40 30, melden. Helfer könnten an beiden Tagen aber auch spontan vorbeikommen. Für Verpflegung sei gesorgt. „Ob die beiden Einsätze reichen werden, das wird sich dann zeigen“, sagt Diakonie-Geschäftsführerin Iris Jänicke.

Weiter denken möchte man erstmal noch nicht. „Bis wir hier so weit sind, dass wir wieder verkaufen können, wird es Monate dauern“, bedauert Heike Schaefer. Umso wichtiger sei es, dass die Halle möglichst schnell komplett geräumt werden könne. „Dafür brauchen wir jegliche Unterstützung“, appelliert Heike Schaefer und sendet damit einen dringenden Hilferuf an die Plettenberger Bevölkerung.

Spenden

Spenden sollten auf das Konto der Evangelischen Kreiskirchenkasse Lüdenscheid überwiesen werden, IBAN: DE28 3506 0190 2001 1930 18 KD-Bank Dortmund, Stichwort: Möbelbörse.

Die Möbelbörse

Die Möbelbörse am Köbbinghauser Hammer bietet seit einigen Jahren gute gebrauchte oder wieder aufgearbeitete Möbel und andere Einrichtungsgegenstände, Kinderspielzeug und Deko-Artikel für kleines Geld. Zudem bot sie immer wieder schwer vermittelbaren Frauen und Männern einen Arbeitsplatz auf Zeit.

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