Genügend Arbeit für Betriebe auch während der Corona-Pandemie

Keine Flaute bei den heimischen Handwerkern

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Plettenberg – Viele Branchen leiden unter der Corona-Pandemie. Wegbrechende Aufträge, Einschränkungen, Umsatzeinbußen: Viele, wie zum Beispiel das Reisegewerbe, trifft es hart. Für die allermeisten Handwerksbetriebe hingegen gilt das nicht – doch auch hier blickt der eine oder andere sorgenvoll in die Zukunft.

„Wir haben voll durchgearbeitet“ heißt es beispielsweise aus dem Heizungs- und Sanitärbetrieb Grote. Malermeister Marco Holzmüller berichtet: „Es ist so wie immer“, und Maurer- und Betonbauermeister Frank Lückel hat in den vergangenen Wochen sogar eine erhöhte Nachfrage festgestellt, sucht nach neuen Mitarbeitern. Drei Handwerksbetriebe und dreimal die gleiche Rückmeldung: Man sei froh und dankbar, wie vor der Krise weiterarbeiten zu können, ist sich aber auch bewusst, dass es zahlreiche Branchen deutlich härter getroffen hat.

Frank Lückel führt sein Baugeschäft in Ohle. Grundsätzlich hat er festgestellt, dass „einige ältere Leute jetzt verstärkt ihre Häuser renovieren lassen und so ihr Geld anlegen.“ Offenbar auch aus Sorge vor einer Inflation…

Maler, Maurer, Klempner und weitere Handwerker aus Plettenberg trifft die Corona-Krise längst nicht so stark wie andere Branchen


Mit seinem zusätzlichen Angebot der Feuchtigkeitssanierung betreibt Lückel zudem einen Nischenbereich, der „weder vom Boom noch von einer Krise abhängig ist“. Ist ein Schaden da, muss er schließlich behoben werden. Gerade im Privatkundenbereich bleiben viele Arbeiten auch weiterhin zu erledigen. Die Heizung streikt schließlich auch während der Corona-Pandemie, genauso wie der Wasserhahn tropft oder die WC-Spülung defekt ist. In allen Fällen stehen die Handwerksbetriebe ihren Kunden weiterhin zur Seite – selbstverständlich auch unter der Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen.

„Bin ich alleine auf der Baustelle, muss ich keine Maske tragen, im Kundenkontakt schon – das ist immer der Situation angepasst“, berichtet Marco Holzmüller, der den gleichnamigen Malerbetrieb führt. Auch bei ihm ist die Nachfrage konstant, es kommen auch immer wieder neue Kunden hinzu.

Doch wie sich die Situation entwickelt, das kann zurzeit niemand voraussehen. „Die Wirtschaft wird durch Corona sicherlich auf vielerlei Weise in den nächsten Monaten noch beeinflusst“, ist sich Frank Lückel sicher. Einiges wird sich ändern, vielleicht auch ändern müssen. „Aber wer hätte sich vor zwei Monaten vorstellen können, dass das Oktoberfest abgesagt wird – jetzt ist es normal“, erklärt Frank Lückel.

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