Johannes Adler und Nanni Wölkerling kandidieren für die Grünen bei der Kommunalwahl

Plettenberger Grüne besetzen zwei Wahlbezirke neu

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Zwei Wahlbezirke waren auf der Wahlversammlung neu zu besetzen. Jeweils einstimmig votierten die Grünen für die kandidierenden Nanni Wölkerling und Johannes Adler (bei letzterem gab es eine Enthaltung).

Plettenberg – Für die zwei Wahlbezirke, die der Plettenberger Ortsverband der Grünen nach den Querelen um die Aufstellung eines ehemaligen AfD-Mitglieds neu besetzen musste, konnten in einer erneuten Wahlversammlung nun Kandidaten gewählt werden. Mit Johannes Adler und Nanni Wölkerling ist das Kandidaten-Tableau der Grünen für die Kommunalwahlen komplett.

Man habe einen Kandidaten gehabt, „der etwas für Aufregung gesorgt hat“, sagte Sprecherin Katharina Rittinghaus zu Beginn der Sitzung und meinte damit natürlich Peter-W. Gester, ohne ihn selbst namentlich zu nennen.

Im Antrag zur Neuaufstellung eines Kandidaten für den Wahlbezirk 11 begründeten dies die Grünen damit, dass den Mitgliedern des Ortsverbands bei der Mitglieder- und Wahlversammlung am 26. Juni „wichtige Informationen, wie beispielsweise eine ehemalige Mitgliedschaft des Bewerbers in der AfD, nicht bekannt gewesen“ seien.

Weiter hieß es: „Hierdurch war es der genannten Versammlung nicht möglich, die Eignung des Bewerbers um eine Kandidatur für einen Wahlbezirk korrekt einzuschätzen.“ Auch eine erneute Bewerbung Peter W. Gesters, dem als Nichtmitglied der Grünen nicht automatisch das passive Wahlrecht zusteht, um eine Kandidatur für den Wahlbezirk wurde in dem Antrag ausgeschlossen. Die versammelten Parteimitglieder stimmten bei zwei Gegenstimmen für den Antrag.

John Haberle, Kreissprecher der Grünen, war wie schon bei der vorigen Wahlversammlung zu Gast und wurde mit einstimmigem Votum mit der Leitung der Wahl betraut worden.

Als Kandidat für den Wahlbezirk 11 (Unterstadt/Weide/Kersmecke) bewarb sich Johannes Adler. Der Ruheständler habe in seinem Leben zwar schon genug Posten und Titel gehabt, und wollte jetzt mit seinem Angebot den Grünen ermöglichen, alle Wahlbezirke zu besetzen: „Wenn ich helfen kann, helfe ich gern.“ Mit zehn Ja-Stimmen – bei einer Enthaltung – wurde er einstimmig gewählt.

Ebenfalls neubesetzt werden musste der Wahlbezirk 15 (Papenkuhle/Burg/Ohler Gebirge), da der ursprünglich für diesen Bezirk gewählte Marco Störmann im Zuge der Kontroverse um die Gester-Kandidatur zurückgetreten war. Jan Wölkerling, der selbst als Kandidat im Wahlbezirk 2 (Lettmecke/Oesterau/Oesterhammer) antritt, schlug seine Mutter Nanni Wölkerling in Abwesenheit vor. Sie denke beim Thema Umweltschutz ähnlich wie er selbst und wolle die Grünen nun unterstützen, indem sie für den Wahlbezirk 15 kandidiere. Einstimmig votierten die Grünen auch für Nanni Wölkerling als Kandidatin.

Im Anschluss an die Wahl ging Haberle indirekt auf die Vorwürfe ein, die nach der ersten Wahlversammlung von Bärbel Keiderling erhoben worden waren. Diese hatte unter anderem von Wahlfälschung gesprochen und die Wahl als rechtswidrig bezeichnet, unter anderem auch, weil Haberle als jemand von außerhalb des Plettenberger Ortsverbandes damals die Sitzungsleitung übertragen wurde. „Es hat den Anschein erweckt, als würden wir uns einmischen“, sagte Haberle. „Das würde der Kreisverband aber nie tun.“ Er sei nur deswegen zu der erneuten Wahlversammlung gekommen, weil man ihn darum gebeten hätte.

Auch Co-Sprecherin Heidrun Schmidt-Adler verwies kurz auf die „komischen Anschuldigungen“, betonte in diesem Zusammenhang aber, man habe nicht den Eindruck gehabt, es hätte einen Übergriff des Kreisverbands gegeben. Gleichwohl gestand sie, dass man die Wahl ohne Haberles Hilfe nicht hätte durchführen können, für die sie sich ausdrücklich bedankte.

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