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Großaufgebot der Polizei kontrolliert Raser- und Tuning-Szene in Stadt im MK

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Von: Georg Dickopf

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Die groß angelegte Verkehrskontrolle der Polizei richtet sich vor allem gegen Raser und die Tuning-Szene in Plettenberg.
Die groß angelegte Verkehrskontrolle der Polizei richtet sich vor allem gegen Raser und die Tuning-Szene in Plettenberg. © Dickopf, Georg

Am Freitag (12. November) gab es einen Großeinsatz der Plettenberger Polizeiwache und des Verkehrsdienstes, an der fast zwei Dutzend Einsatzkräfte beteiligt waren. Wer am frühen Abend die Westtangente befuhr, sah am Ausgang des Hestenbergtunnels ein Großaufgebot der Polizei, die dort und später auch an anderen Stellen zahlreiche Autos kontrollierten.

Plettenberg – Wie der Plettenberger Polizeichef Jörg Teicher erklärte, lag das Hauptaugenmerk des achtstündigen Sondereinsatzes auf der Geschwindigkeitsüberwachung und der Überprüfung „getunter“ Fahrzeuge.

„Aus der Bevölkerung gehen bei uns immer wieder Beschwerden über Raser im Innenstadtbereich ein. Diese Hinweise nehmen wir sehr ernst, da die Polizei selbst ebenfalls diese besorgniserregende Entwicklung wahrgenommen hat“, sagte Teicher.

Deshalb werde es auch zukünftig immer wieder derartige großangelegte Verkehrseinsätze geben, um den Kontrolldruck aufrechtzuerhalten und das entsprechende Klientel zu identifizieren und zu sanktionieren.

„Wir wollen dafür sorgen, dass sich die Plettenberger Bürger im Straßenverkehr sicher fühlen können und gerade die Bewohner im innerstädtischen Bereich nicht weiterhin von vermeidbarem Lärm über Gebühr belästigt werden“, sagte Teicher, der durch die Kontrollen auch das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken will.

Abschließend stellte der Polizeichef fest, dass sich der Großteil der Verkehrsteilnehmer vorbildlich und rechtskonform verhalte. „Aber es wird immer auch Verkehrsteilnehmer geben, die sich nicht an die Regeln halten und mit ihrem Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden, schlimmstenfalls sogar auch schädigen. Um diese Klientel geht es uns bei unseren Kontrollen vorwiegend“, so Teicher, der betonte dass Alkohol und Drogen beim Führen von Fahrzeugen nichts zu suchen hätten.

Und auch die Gurtpflicht sei wichtig. „Gerade Eltern sollten ihre Kinder nie ohne Sicherung im Fahrzeug transportieren“, so der Polizeichef, dessen Kollegen zwei Eltern mit Anzeigen belegten, die genau das nicht taten.

Wichtig sei gerade in der dunklen Jahreszeit auch eine funktionierende Beleuchtung. Zudem würden die Nebelscheinwerfer oft missbräuchlich verwendet.

Erschwert wurde der Polizeieinsatz, da bereits nach kurzer Zeit der Verkehrseinsatz und die Standorte der Polizei in den sozialen Medien veröffentlicht wurden. Dennoch zog Teicher angesichts zahlreicher festgestellter Delikte ein positives Fazit.

Eine Fülle an kleineren und größeren Verstößen

Im Zuge des groß angelegten Verkehrseinsatzes wurden auch Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen. Dabei wurden 22 Verwarngelder und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige verhängt. Höchster Messwert waren 74 km/h bei erlaubten 50 Stundenkilometern.

Die sonstige Verkehrsverstöße im Kurzüberblick:

- eine Anzeige wegen Alkohol am Steuer. Es wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein sichergestellt

- eine Anzeige gegen den Halter einer frisierten Mofa

- eine Anzeige wegen verkehrswidrigen Überholens

- zwei Anzeigen wegen der Beförderung von Kindern ohne Sicherung

- fünf Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen technischer Mängel. Bei einem VW Golf waren die Reifen bis auf die Karkasse abgefahren, die Hauptuntersuchung war abgelaufen und das Fahrwerk verändert. Die Weiterfahrt wurde untersagt

- zwei Anzeigen wegen Rotlichtverstößen

- eine Anzeige gegen einen Fahrzeugführer wegen der Verursachung unnötigen Lärms

- zwei Anzeigen wegen Überladung des Fahrzeugs, die Weiterfahrt wurde untersagt

- drei Verwarnungsgelder wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis

- zwei Verwarnungsgelder wegen Geschwindigkeitsverstößen (Laser)

Hinzu kamen Verwarnungsgelder wegen Nichtanlegen des Sicherheitsgurts, Verstoßes gegen die Auflage des Tragens einer Brille beim Autofahren, defekter Auspuffanlage, missbräuchlicher Benutzung der Nebelscheinwerfer, defekten Abblendlichts, Überschreitung des Termins zur Hauptuntersuchung um mehr als 8 Monate und Nichtmitführen des Führerscheins.

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