Ein total zufriedener „Königsmörder“

FDP Plettenberg feiert sich und ihren Direktkandidaten Michael Schulte (12,1%)

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„Mehr als zufrieden“ war man am Sonntag Abend bei der FDP Plettenberg mit dem Wahlergebnis für Michael Schulte, der zu einer familiären Wahlparty in die „Krone“ eingeladen hatte. Schulte (2.v.l.) hat die FDP als drittstärkste Kraft etabliert.

Am Ende hat die scheidende CDU-Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser doch noch für das lokale Zitat des Tages gesorgt: Das gute Abschneiden des FDP-Kandidaten Michael Schulte aus Plettenberg habe sie, die Altenaerin, im hiesigen Wahlkreis 150 den Wahlsieg gekostet. Schulte ein Königs- bzw. Königinnenmörder, nota bene.

Schulte selbst sah das am Sonntag Abend bei der Wahlparty der Liberalen in der Krone sehr, sehr entspannt. „Ich wurde gewählt, weil ich ein total netter Typ bin. Das war alles erwartbar“, lachte er, sichtlich erleichtert, dass die Strapazen des Wahlkampfes vorüber sind. Für den Unternehmer, der mit 12,1 Prozent der Erststimmen in Plettenberg einen vielbeachteten persönlichen Erfolg eingefahren hat, geht nun das „normale“ Leben weiter.

Es wurde geklatscht, aber es kam kein Jubel

Doch Humor beiseite: Am Sonntag Abend war Michael Schulte zunächst bei der FDP-Wahlzusammenkunft in der „Heerwiese“ in Lüdenscheid in Erscheinung getreten. Gemeinsam warteten dort die märkischen Liberalen auf die einlaufenden Wahlergebnisse. „Alle haben geklatscht, aber es kam kein Jubel auf“, beschreibt der Plettenberger die Situation. „Das AfD-Ergebnis hat die Stimmung runtergezogen – erschreckend.“ Positiv sei aber, dass die FDP im Märkischen Kreis (und auch in Plettenberg) die drittstärkste Kraft sei. „Mit meinem Erststimmenergebnis bin ich mehr als zufrieden, total angetan und sogar ein bisschen überrascht.“ Schulte wertete sein Ergebnis als Lohn für einen engagierten Wahlkampf und als Ausweis dafür, dass in den bürgerlichen Kreisen der unverzichtbare Wert einer liberalen Freiheitspartei erkannt worden sei. 

Den Wahltag hatte das Ehepaar Schulte übrigens sehr bieder zugebracht: Nach dem Frühstück ging es für Delia Schulte erst mal in die Küche, wo eine Heidelbeertorte an den Start gebracht wurde – als Testobjekt für das künftige Kaffeehaus am Haltepunkt. Während die Torte im Kühlschrank fest wurde, ging es zur Wahl und danach nach Böddinghausen zur Dt. Meisterschaft im Jugendkart. Anschließend wurde die Torte im Kreise der Haltepunkt--Betreiber verkostet und dann war es auch schon Zeit für die diversen Parteitreffen: Michael Schulte war erst in der Heerwiese, dann in der Krone, Delia Schulte direkt mit den Plettenberger Liberalen in Nikos Lokal an der Bahnhofstraße. 

Ein Stück Torte zum Abschluss 

Ach ja, die Torte. Ein Stück war noch im Kühlschrank, als das Ehepaar Schulte spät abends wieder zuhause eintraf. Man wird sich noch ein Stück gegönnt haben nach dem bemerkenswerten Wahltag und der Karriere als Königsmörder . . .

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