Johannimarkt in Plettenberg

Es wäre zu eng geworden: Beliebter Weihnachtsmarkt im MK wird wieder abgesagt

Gute Stimmung herrschte auf dem Johannimarkt im Jahr 2019. Doch in diesem Jahr fällt die beliebte Veranstaltung rund um die Johanniskirche in Eiringhausen erneut aus – wie schon 2020. Die Veranstalter setzen ihre Hoffnungen nun auf das Jahr 2022.
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Gute Stimmung herrschte auf dem Johannimarkt im Jahr 2019. Doch in diesem Jahr fällt die beliebte Veranstaltung rund um die Johanniskirche in Eiringhausen erneut aus – wie schon 2020. Die Veranstalter setzen ihre Hoffnungen nun auf das Jahr 2022.

Schlechte Nachrichten für alle Fans des Johannimarkts: Auch 2021 muss die beliebte Eiringhauser Veranstaltung wegen Corona ausfallen. Ob der Hüttenzauber rund um den Stephansdachstuhl stattfinden kann, steht dagegen noch nicht fest.

Plettenberg – Die Entscheidung, den Johannimarkt erneut abzusagen, habe der geschäftsführende Vorstand der Eiringhauser Werbegemeinschaft bei einem Treffen in der vorigen Woche gefällt, berichtet die zweite Vorsitzende Christiane Holzmann. Die Mitglieder seien bereits informiert worden. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, weil der Johannimarkt schon einmal ausgefallen ist und sich alle darauf gefreut haben, dass er in diesem Jahr wieder stattfindet.“ Das war für den 4. bis 11. Dezember angedacht.

Johannimarkt lebt von der Enge

Doch die nach wie vor schwierige Coronalage machte diese Hoffnungen zunichte. Die Werbegemeinschaft stand im Austausch mit dem Ordnungsamt, das sich sehr hilfsbereit zeigte. Auflagen hätte es in jedem Fall gegeben, mit einem entsprechenden Konzept hätte man sich noch flexibel auf die aktuelle Pandemielage einstellen können. Doch es sei zu unsicher gewesen, ob dann noch das typische Flair erhalten geblieben wäre.

„Der Charakter und der Erfolg des Johannimarkts basiert auf seiner Enge und dem Dicht-an-dicht der Besucher“, sagt Holzmann. Diese Enge hätte man schon räumlich nicht verändern können. „Es ist nur ein kleiner Bereich um die Kirche, den kann man nicht vergrößern oder anbauen.“

Auch das Verhalten der Besucher wäre ein Unsicherheitsfaktor. „Es würde eng bleiben, gegessen und getrunken, und bei zunehmenden Alkoholkonsum würden die Masken fallen.“ Das Risiko, dass sich Besucher dann untereinander anstecken, habe man nicht übernehmen wollen. „Wir möchten unsere Kunden und Kollegen nicht gefährden“, so Holzmann.

Auf der anderen Seite hätte man auch damit rechnen müssen, dass der Johannimarkt weniger gut besucht werden könnte. „Ich glaube, dass viele Menschen noch vorsichtig sind was Großveranstaltungen angeht, und sich nur bei Abstand wohlfühlen.“ In dem Fall wäre zwar nicht die Enge der Besucher auf dem Markt das Problem, aber der Charakter des Johannimarkts ginge dann ebenfalls verloren.

Auch für die Hüttenbetreiber wäre ein schlechter besuchter Markt enttäuschend. Wegen der Unsicherheit habe man sich entschieden, den Markt erneut zu verschieben. „Wir freuen uns dann drauf, ihn im nächsten Jahr wieder stattfinden zu lassen“, sagt Christiane Holzmann.

Planungen zum Hüttenzauber

Eine zweite vorweihnachtliche Veranstaltung ist der Hüttenzauber, der vom 16. bis 19. Dezember wieder unter dem Stephansdachstuhl stattfinden sollte. Am Dienstag trafen sich einige Hüttenbetreiber deswegen zu einer Besprechung mit der Kultour GmbH. „Grundsätzlich ist das Interesse bei den Hüttenbetreibern da“, verrät Sylvia Eick, Geschäftsführerin der Kultour GmbH. Man befinde sich noch in den Planungen. Die räumlichen Voraussetzungen in der Innenstadt und dem nun wieder zur Verfügung stehenden Stephansdachstuhl seien allerdings auch etwas anders als beim Johannimarkt.

Sollte der Hüttenzauber stattfinden, müsste in Absprache mit dem Ordnungsamt ein Hygienekonzept erstellt werden, so Eick: „Es wird voraussichtlich auf 3G hinauslaufen, aber final entschieden ist noch nichts.“ Die Hüttenbetreiber, von denen nicht alle an dem Treffen teilnehmen konnten, haben noch etwas Bedenkzeit, ob sie sich den Hüttenzauber unter diesen Voraussetzungen vorstellen könnten. Ende Oktober soll die Entscheidung fallen. „Ich bin ganz optimistisch, dass wir das hinkriegen“, so Eick.

Auf Halloween müssen die Eiringhauser nicht verzichten

Halloween soll in Eiringhausen allerdings gefeiert werden, wenn auch „in abgespeckter Form“, wie Christiane Holzmann erklärt. Am 29. Oktober werden ab 15.30 Uhr wieder in den teilnehmenden Geschäften Süßigkeiten an die kleinen Halloween-Besucher verteilt. Wenn Geschwisterkinder in die Geschäfte kämen, ließen sich Abstände besser einhalten als auf dem engen Johannimarkt. Eine Feier oder einen Laternenumzug soll es hingegen nicht geben. Mit Unterstützung des Stadtmarketings soll am Bahnhof ein Fotowettbewerb stattfinden, bei dem sich die verkleideten Kinder einzeln fotografieren lassen und so bei einem Kostümwettbewerb mitmachen können.

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